Zum Inhalt springen

Arbeitsgruppe:Erinnerungskultur

Datum:
30. November 2023
Von:
Intervention und Aufarbeitung im Bistum Mainz

Wie kann es ermöglicht werden, dass Betroffenen von sexualisierter Gewalt wenigstens zu einem Teil Gerechtigkeit erfahren?

Dafür ist es wichtig, dass das Unrecht und Leid, das in der Vergangenheit erlebt wurde, anerkannt und gesehen wird. Das Bistum Mainz möchte mit seiner Erinnerungsarbeit die Würde der Betroffenen, die Missbrauch und Vertuschung ausgesetzt waren, rehabilitieren. Dafür wollen wir im Rahmen einer Gedenkkultur (Gesprächs-)Räume und Orte schaffen, die erinnern. Mit Blick auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sollen sie immer wieder mahnen: „So etwas darf nicht mehr geschehen!“ 

Dabei ist es dem Bistum Mainz wichtig, dass die Formen der Erinnerung gemeinsam mit Betroffenen gesucht werden.

Diese Erinnerungskultur beginnt immer mit dem Gespräch über das Geschehene.

Ohne diese oft schwere Erinnerungsarbeit geht es nicht. Erinnerungskultur erschöpft sich auch nicht mit der Umsetzung einer einzigen Maßnahme, wie das Umbenennen von Räumlichkeiten.

Deshalb wird das Bistum Mainz keine generelle Richtlinie für das Thema „Erinnerungskultur“ festlegen. Vielmehr ist es unser Anliegen, Beteiligte vor Ort zu unterstützen, um sprachfähig zu werden. Als Hilfestellung wird eine kleine Handreichung entstehen, wie Maßnahmen der Gedenkkultur individuell entwickelt werden können. Dabei wird zum Beispiel auch der Umgang mit Grabmälern, Gedenktafeln, Straßen- und Raumnamen in den Blick genommen.