... unbeirrt den eigenen Weg gehen
800 Jahre Elisabeth von Thüringen
Elisabeth, du bist unbeirrt deinen Weg gegangen,
einen schweren und unbequemenWeg.
Du hättest es anders haben können,
ein angenehmes Leben mit Reichtum und Macht,
aber du wolltest den Weg Jesu gehen,
arm sein,
dich den Kranken und Ausgestoßenen zuwenden,
Jesus selbst in ihnen sehen und lieben.
Bewundernswert aber auch beängstigend konsequent warst du,
lieber fastetest du bis zum Umfallen,
als unrechtmäßig erworbene Speise zu dir zu nehmen.
Grenzwertig auch dein Umgang mit dir selbst,
deine eigene Gesundheit, ja dein eigenes Leben galt dir nichts,
alles dafür das der Kranken und Sterbenden.
Buchstäblich dein letztes Hemd hast du gegeben,
Verzicht geübt auf ganzer Linie.
Froh machen wolltest du die Menschen,
seist selbst ein heiterer Mensch gewesen -
kaum vorstellbar
bei deiner Lebensweise.
Trotzdem
Wo kämen wir denn da hin,
würden wir so leben wie du!
Ja, wo kämen wir wohl hin?
… unbeirrt den eigenen Weg gehen
wie Elisabeth?
leidenschaftlich
konsequent
mutig
immer wieder aufstehend
liebend
glaubend
... unbeirrt den eigenen Weg gehen
was aber ist mein Weg?
wo stehe ich heute?
wo will ich hin?
was ist mir wichtig?
was brennt mir unter den Nägeln?
was lässt mich nicht mehr los?
woran entzündet sich in mir Leidenschaft?
... unbeirrt den eigenen Weg gehen
Mut zum Nein-Sagen finden
die leise Stimme im Inneren zulassen
ihr Gehör schenken
ihr trauen
... unbeirrt den eigenenWeg gehen
die Angst vor Widerstand und Kritik loslassen
den Rücken stärken
eigen-willig sein
... unbeirrt den eigenen Weg gehen
sich selbst etwas zutrauen
den nächsten Schritt tun
das Ziel vor Augen behalten
und sei es noch so unscheinbar und klein
... unbeirrt den eigenen Weg gehen
sich nicht reinreden lassen
sich nicht ablenken lassen
sich nicht abhalten lassen
... unbeirrt den eigenen Weg gehen
und wissen, ich bin nicht allein.
Angelika Eifel