Den Heiligen Geist beten wir an.

Wir nennen ihn mit menschlichen Namen und Wörtern,

damit wir nicht ganz zu schweigen brauchen.

Wir öffnen unser Herz für ihn, um zu verstehen,

wie tief und unsichtbar er überall zugegen ist.

Er ist die Luft, die wir atmen;

die Ferne, in die wir Ausschau halten:

der Bewegungsraum, der uns geschenkt ist.

Er ist das freundliche Licht,

das die Menschen einander anziehend macht.

Er ist die zärtliche Liebe,

mit der er uns geschaffen hat.

Ihn dürfen wir bitten,

dass er das Werk vollende, das er begonnen hat:

dem Bösen, das wir anrichten, zuvorkomme und uns zum Guten lenke:

zu Treue und Geduld,

zu Erbarmen und Sanftmut,

und dass er in uns die Freude am Guten und Menschlichen entzünde.

Huub Oosterhuis

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Bewundert werden oder begeistern?

Schielen wir manches Mal nicht fast ein wenig neidisch auf jene

Menschen, die allseits Anerkennung und Bewunderung ernten, auf Grund

ihrer Schönheit, ihrer Stellung, ihrer Berühmtheit, ihrer Talente…

Ihr Leben ist für den „normalen“ Menschen unerreichbar, und es bleibt

beim bildhaften oder tatsächlichen Berühren ihres Kleidersaumes.

„Gewöhnlich Sterbliche“ setzen sich oft mit ganzer Kraft, mit Körper,

Geist und Seele für Familie, Beruf, Gesellschaft, Kirche … ein, ohne

dafür bedankt, geschweige denn bewundert zu werden. Wir kennen das

alle aus eigener Erfahrung.

In einem Fernsehinterview wurde der Schriftsteller Peter Handke

einmal gefragt, ob er sich über die vielen Bewunderer seiner Werke

freue. Seine Antwort: „Ich will nicht bewundert werden, sondern

begeistern. Denn nur im Begeistern wird der Mensch besser.“

Es tut sicher gut, manches Mal bewundert zu werden – keine Frage –

und wir dürfen Augenblicke der Anerkennung auch dankbar genießen

und mit bewundernden Worten nicht zu sehr geizen. Wichtiger aber,

als bewundert zu werden, ist zu begeistern.

Denn Bewunderer bleiben immer noch Zuschauer, Begeisterte hingegen

werden selbst zu Botschaftern.

Wenn durch unser authentisches Reden und Tun der Funke der

Begeisterung überspringt, wird ein Stück dieser Welt besser und

Gottes Geist erfahrbar.

Vielleicht auch durch ein Gespräch, indem wir einmal die Sprache des

anderen zu verstehen versuchen … wie beim Pfingstfest von damals …

aus: Helmut Rodosek/Christa Carina Kokol: 24 Glückbringer. Gedanken zur Zeit für ein

glückliches, sinnerfülltes Leben.

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Ostermorgen

Im Licht der Ostersonne bekommen die

Geheimnisse der Erde ein anderes Licht.

                                                                                                     

Friedrich von Bodelschwingh

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Keiner blickt dir hinter das Gesicht (Fassung für Kleinmütige)

Niemand weiß, wei reich du bist...
Freilich meine ich keine Wertpapiere,
keine Villen, Autos und Klaviere,
und was sonst sehr teuer ist,
wenn ich hier vom Reichtum referiere.

Nicht den Reichtum, den man sieht
und versteuert, will ich jetzt empfehlen.
Es gibt Werte, die kann keiner zählen,
selbst, wenn er die Wurzel zieht.
Und kein Dieb kann diesen Reichtum stehlen.

Die Geduld ist so ein Schatz,
oder der Humor, und auch die Güte,
und das ganze übrige Gemüte.
Denn im Herzen ist viel Platz.
Und es ist wie eine Wundertüte.

Arm ist nur, wer ganz vergißt,
welchen Reichtum das Gefühl verspricht.
Keiner blickt dir hinter das Gesicht.
Keiner weiß, wie reich du bist...

(Und du weißt es manchmal selber nicht.)

Erich Kästner

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Ein gutes Team

Das Problem ist nicht, dass Gott nicht hinterherkommt.
Ich habe keine Zeit, um mich nach ihm umzuschauen.
Getrieben von meinen Aufgaben im Alltag oder
von den Streiterein zu Hause, ist mein Blick verstellt.

Aber er ist da.

Er bleibt einfach an meiner Seite. Und wenn ich dann mal schnell
verschnaufe, dass fällt es mir auf:
Dann fällt mir das Kind ein, mit der Schokolade verschmiert von einem bis zum anderen Ohr.
Und dass mein Partner eine Rose als Überraschung auf den Tisch stellte...
Wieder habe ich einen Tag mit Erfolg abgeschlossen.

Wiese also langsam tun? Er ist doch da.

Manchmal frage ich mich, was wäre, wenn er nicht hinterherkäme.
Vielleicht würde ich weniger machen, mehr darauf achten,
dass ich meine Zeit nicht überstrapaziere.

Aber bisher sind Gott und ich ein ganz gutes Team.
Wenn wir den Kontakt verlieren, schließen wir wieder auf.
Und wenn es nicht mehr geht, werden wir die Notbremse ziehen,
da bin ich mir sicher.

Verfasser unbekannt

 

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Abwarten? Tun!

Rundheraus: Das alte Jahr war keine ausgesprochene Postkartenschönheit, beileibe nicht.
Und das neue?
Wir wollen's abwarten.
Wollen wir's abwarten?
Nein. Wir wollen es nicht abwarten.
Wir wollen nicht auf gut Glück und auf gut Wetter warten, nicht auf den Zufall und den Himmel harren, nicht auf die politische Konstellation und die historische Entwicklung hoffen, nicht auf die Weisheit der Regierungen, die Intelligenz der Parteivorstände und die Unfehlbarkeit aller übrigen Büros.
Wenn Millionen Menschen nicht nur neben-, sondern miteinander leben wollen, kommt es auf das Verhalten von Millionen, kommt es auf jeden und jede an, nicht auf die Instanzen.

Wenn Unrecht geschieht, wenn Not herrscht, wenn Dummheit waltet, wenn Hass gesät wird, wenn Muckertum sich breit macht, wenn Hilfe verweigert wird - stets ist jeder Einzelne zur Abhilfe mit aufgerufen, nicht nur die jeweils "zuständige" Stelle.
Jeder ist mitverantwortlich für das, was unterbleibt.
Und jeder von uns und euch muss es spüren, wann die Mitverantwortung neben ihn tritt und schweigend wartet. Wartet, dass er handele, helfe, spreche, sich weigere oder empöre, je nachdem.

Erich Kästner

 

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 Keiner hat Zeit.

Wenigstens nicht für mich.
Überall suche ich ein Ohr.
Und finde doch nur einen Mund.
Einen der selber erzählen möchte und nicht zuhören.

Keiner hat Zeit.

Einer hat Ewigkeit.

Gott.

Der schaut nie auf die Uhr.
Ist nie mit seinen Gedanken woanders.
Hängt nie noch dem letzten Gespräch nach.
Hat nie ein „Der Nächste bitte“ auf den Lippen.
Ist Tag und Nacht zu sprechen.
Von jedem Punkt des Universums aus.

Er ist da.
Ist jetzt da.


Ist jetzt für dich da.

Wo?
Da, wo du bist.
Sprich ihn an.
Gott ist immer nur ein Gebet weit von dir entfernt.

Jürgen Werth (http://www.gott.net/)

Ich hab Zeit für Dich!

Die Uhr kann unter http://www.gott.net/ auch als kostenloser und aktiver Bildschirmschoner heruntergeladen werden.

Gelbe Karten für's Beten!?

Die FIFA verbietet in ihrem Regelwerk religiöse Botschaften auf dem Spielfeld. Wer sich nicht danach richtet, wird verwarnt. So geschehen beim Champions-League-Play-off Hinspiel Salzburg gegen Tel Aviv Ende August 2010.

Ein israelischer Stürmer hatte nach seinem Tor zum 3:1 eine jüdische Kippa aus seinen Socken geholt, aufgesetzt und niedergekniet, weil er Gott für sein Tor danken wollte. Der Schiri zeigt ihm die gelbe Karte.

Nach den Regeln der FIFA hat der Unparteiische richtig gehandelt.
Die Frage ist jedoch, ob die Regel der FIFA richtig ist? Der Präsident der Johannes Paul II.-Stiftung für Sport, der Italiener Edio Constantini, sagt: „Es ist eine Fehler den Sport von ethischen Werten zu säubern, die die katholische Kirche seit Jahrhunderten verteidigt." Recht hat er.

Der Sport braucht noch viel mehr ethische Werte und wieder mehr Menschlichkeit. Oder ist der Selbstmord des deutschen Nationaltorhüters Robert Enke im Jahre 2009 schon vergessen? Im Zeitalter von rücksichtslosem Doping und einer viele Sportler überfordernde Kommerzialisierung braucht es mehr denn je Religion und Kirche, die den Menschen im Sport in den Mittelpunkt stellen und nicht das Geld.

Da tut es doch gut, wenn Spieler sich vor Beginn oder nach einem Tor bekreuzigen und dabei zeigen: „Danke, lieber Gott."

Dabei geht es nicht um Missionierung oder ideologische Einflussnahme, sondern schlicht und einfach der Hinweis: „Ich bin ein guter Fußballer und weiß, dass ich das Gott mit zu verdanken habe!"

Die FIFA lässt die Schiedsrichter gelbe Karten für's Beten auf dem Spielfeld verteilen.

Wer zeigt eigentlich dem Weltfußballverband und seinem Präsidenten die rote Karte, wenn sie dem Kommerz huldigen?


(Eine Stellungnahme von Pfarrer Dietmar Heeg, Präsident der Pastoralkommission des internationalen Sportverbandes FICEP zu einem Artikel der Tageszeitung „Kurier" in Österreich vom 24. August 2010. Dietmar Heeg ist auch Geistl. Beirat des DJK-Diözesanverbandes Mainz.)

 

Ein musikalischer Impuls der etwas anderen Art...

Du bist da (mp3)

Einen Impuls der etwas anderen Art haben wir hier für alle Interessierten hinterlegt.

Die A Capella Band Viva Voce (http://www.viva-voce.de/) präsentiert mit "Du bist da" ihren Song zum Ökumentischen Kirchentag in München. Auf der Internetseite der Gruppe gibt es auch die entsprechenden Noten und den Song kostenlos zum herunterladen.

Quo vadis. Wohin gehst Du? 

Trotz Verwirrung - seinen Weg suchen
Trotz Verunsicherung - seinen Weg gehen
Trotz Unübersichtlichkeit - seinen Weg finden
Trotz vieler Möglichkeiten - seinen Weg sehen
Trotz vielseitiger Angebote - sich für einen Weg entscheiden
Trotz Planlosigkeit - sich an den Weg halten
Trotz des selber Gehens - sich Tragen lassen
Trotz Schwierigkeiten - den Mut nicht verlieren
Trotz steiniger Wege - das Schöne entdecken
Trotz....

Trotz allem - Gott ist mit Dir!

Text: Verena Rüger, Diözesanstelle Beruf der Kirche Diözese Augsburg