Neu zu Erik Petersons 120. Geburtstag und 50. Todestag 2010: Sonderband mit bisher unveröffentlichten Vortragsmanuskripten zum urchristlichen Kirchenbegriff (1926-1928). Enthält außerdem seinen Traktat: Die Kirche (1928/29) sowie Einleitung zum "Buch von den Engeln".
Kommentarbeiträge von Barbara Nichtweiß, Hans-Ulrich Weidemann und Karl Kardinal Lehmann
222 Seiten, 19,80 Euro. ISBN 978-3-429-03286-9
Weitere Informationen im Verlagsprogramm des Verlags Echter (mit Bestellmöglichkeit)
Kardinal Lehmann: Die Beschäftigung mit Erik Peterson lohnt sich.
Vorstellung einer Neuerscheinung zum 120. Geburtstag des Theologen
Mainz. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hat einen Sonderband der Edition der „Ausgewählten Schriften" des Theologen Erik Peterson (1890-1960) vorgestellt. Bei einer Akademiesoirée am Montagabend, 7. Juni, im Erbacher Hof würdigte er Peterson als „herausragenden Historiker", bei dem es auch nach Jahrzehnten noch Vieles zu entdecken gebe. Anlass war der 120. Geburtstag von Erik Peterson am gleichen Tag.
Zusammen mit Dr. Barbara Nichtweiß und Professor Hans-Ulrich Weidemann stellte Lehmann den Band „Ekklesia. Studien zum altchristlichen Kirchenbegriff" vor, der Vorträge von Peterson zum Verständnis der Kirche im frühesten Christentum enthält, die Peterson zwi-schen 1926 und 1928 in Bonn gehalten hat. Weidemann ist Professor für Neues Testament an der Universität Siegen sowie Herausgeber von Petersons Auslegung des Ersten Korintherbriefs und Mitherausgeber des aktuellen Sonderbandes. Nichtweiß ist Gesamtherausgeberin der Peterson-Edition und Leiterin der Abteilung Publikationen im Bischöflichen Ordinariat Mainz. Die Begrüßung hatte Professor Dr. Peter Reifenberg, Direktor der Bistumsakademie Erbacher Hof, übernommen.
In seiner Ansprache warb Lehmann dafür, auch im ökumenischen Gespräch mehr Augen-merk auf die Tatsache zu legen, dass Peterson Konvertit war. Der evangelische Theologe war 1930 in die katholische Kirche aufgenommen worden. Wörtlich sagte der Kardinal: „Ich bin fest davon überzeugt, dass Erik Peterson uns unheimlich viel zu sagen hat, weil er beide Seiten kennt. Seine Unabhängigkeit und Integrität bieten für die Ökumene eine größere Chance als man denkt. Deshalb ist es notwendig, ihn von beiden Seiten her zu entdecken. Dann fallen auch manche Fronten weg."
„Ein Meister des Überblicks"
Kardinal Lehmann hat in dem Band in einem eigenen Beitrag auf „die Fruchtbarkeit seiner Überlegungen" hingewiesen. In dem Text „Apostolizität der Kirche und apostolische Sukzession. Kleines Fragment aus dem Gespräch mit Erik Peterson über die heutige ökumenische Verständigung" schreibt der Kardinal über Peterson: „Er kann ungeheuer differenzieren, aber ist auch ein Meister des Überblicks und des theologischen Grundinteresses. Diese selten gewordene Eigenschaft kann uns auch heute noch fruchtbare Einsichten schenken. Darum lohnt es, sich mit Erik Peterson noch immer oder wieder neu zu beschäftigen."
Hinweis: Erik Peterson, Ekklesia. Studien zum altchristlichen Kirchenbegriff. Herausgegeben von Barbara Nichtweiß und Hans-Ulrich Weidemann. Mit einem Beitrag von Kardinal Karl Lehmann. Echter-Verlag, Würzburg 2010, Ausgewählte Schriften: Sonderband, 222 Seiten, 19,80 Euro. ISBN 978-3-429-03286-9.
Foto in druckfähiger Qualität unter www.bistum-mainz.de/presse
Bischöfliche Pressestelle Mainz / Tobias Blum / Mainz, 8. Juni 2010

