BIOGRAPHISCHE ZEITTAFEL

 

erstellt von Barbara Nichtweiß

Fotogalerie zum Leben Erik Petersons

 

7. Juni 1890

Erik Peterson Grandjean wird in Hamburg geboren;
Eltern: John Peterson (1861-1945) und
Julie Agnes Caroline Grandjean (1867-1943);
jüngere Brüder: Hans und Karl Heinz

1890 - 1910

Kindheit, Jugend und Schulzeit in Hamburg/Blankenese

1910 - 1914

Studium der evangelischen Theologie;
Mitgliedschaft in der Deutschen Christlichen Studentenvereinigung (DCSV)

Sommersemester 1910 und
Wintersemester 1910/11

Beginn des Theologiestudiums in
Straßburg

7. Juli 1910

Bekehrungserlebnis

Sommersemester 1911

Studium in Greifswald

Wintersemester 1911/12

Studium in Berlin

Sommersemester 1912 und
Wintersemester 1912/13

Studium in Göttingen

Sommersemester 1913

Studium in Basel

Wintersemester 1913/14 und
Sommersemester 1914

Studium in Göttingen

14. September 1914

Erstes Theologisches Examen

6. Oktober 1914 bis 14. Dezember 1914

Militärdienst

Frühjahr und Sommer 1915

Sekretär Carl Stanges in der Fürsorgeabteilung
des Göttinger Gefangenenlagers

Herbst 1915 bis Frühjahr 1919

Stellvertretender Inspektor im Theologischen Stift in Göttingen;
Privatdozentenstipendium

Herbst 1916 bis Frühsommer 1920

Arbeit an der Dissertation und Habilitationsschrift "Heis Theos", Universität Göttingen (Doktorvater: Prof. Dr. Nathanael Bonwetsch)

Vermutlich 1917

Austritt aus der Deutschen Christlichen Studentenvereinigung

Frühjahr 1918

Erste persönliche Begegnung mit
Theodor Haecker in München

24. Februar 1920

Einreichung der Dissertationsschrift "Heis Theos"

12. Mai 1920

Mündliche Prüfung und Promotion zum Lic.theol.;
alsbald auch Habilitation

14. Juli 1920

Antrittsvorlesung über Philipp Otto Runge

6. August 1920

Venia legendi für Kirchengeschichte
und Christliche Archäologie

Wintersemester 1920/21

Beginn der Vorlesungs- und Lehrtätigkeit
an der Universität Göttingen; Privatdozentenstipendium

Juli 1921

Erste persönliche Begegnung mit Karl Barth in Göttingen

Herbst 1921

Umzug in Göttingen in das Haus Am Steinsgraben 28
als Untermieter von Anna Reinach (1884-1953)

Wintersemester 1921/22

 

Wintersemester 1923/24

Lehrauftrag für das Fach Christliche Archäologie
an der Universität Göttingen


Vorlesung über Thomas von Aquin
Zuhörer u.a. Karl Barth

Sommer 1924

Erste persönliche Begegnung mit Heinrich Schlier
in Göttingen

Wintersemester 1924/25

Wechsel nach Bonn; Professur für Kirchengeschichte und Neues Testament;
Erste Begegnung mit Carl Schmitt

Juli 1925

Publikation: "Was ist Theologie?"

1926

Publikation: "Heis Theos"

Herbst 1928

Publikation: "Die Kirche"

Entschluss, die Evangelisch-Theologische Fakultät zu verlassen

1928/1929

Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät
der Universität Bonn

Mai 1929

Gesuch an die Fakultät um Beurlaubung

Oktober 1929

Beurlaubung durch das Ministerium in Berlin;
Rückkehr nach Göttingen

März 1930

Antrag an das Ministerium in Berlin auf Entpflichtung

14. Oktober 1930

Ernennung zum Honorarprofessor für Religionsgeschichte
des Hellenismus, altchristliche und byzantinische Literatur
in der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn

1930 - 1936

Berurlaubungen in der Ausübung der Bonner Honorarprofessur

Juni 1930

Vierwöchiger Studienaufenthalt in Rom (Staatsstipendium)

Dezember 1930 bis Mai 1931

Aufenthalt in Rom

22./23. Dezember 1930

Aufnahme in die Katholische Kirche in Rom (St. Peter)

Anfang der 30er Jahre

Peterson wohnt in München-Bogenhausen zur Untermiete
bei Anna Reinach

Oktober 1931

Reise nach Rom

März bis Mai 1932

Reise nach Rom zusammen mit Carl Schmitt

Sommer 1932

Vorträge auf den Salzburger Hochschulwochen über

"Die Kirche aus Juden und Heiden" (Publikation 1933)

1. Juni 1933

Eheschließung in Rom mit Matilde Bertini

1934 - 1940

Geburt der Kinder Felicitas (1934), Andrea[s] (1936),
Marika (1938), Diana (1939) und Isabella (1940)

Frühjahr/Sommer 1934

Petersons Wunsch nach einem bezahlten Lehrauftrag
am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie (Rom)
wird abgelehnt

1934 - 1937

Unbezahlte Tätigkeiten in Rom, z.B. am Deutschen Archäologischen Institut

1935 - 1938

Ausgedehnte Vortragsreisen durch Deutschland, Österreich,
die Schweiz, Belgien und die Niederlande

1935

Publikationen: "Das Buch von den Engeln",
"Monotheismus als politisches Problem"

1936

Streichung der Honorarprofessur in Bonn

1937

Publikation: "Zeuge der Wahrheit"

1937

Ende der Devisenbewilligung durch den Deutschen Staat

18. Januar 1937

Einstündiger Lehrauftrag für die Geschichte der antiken christlichen Literatur am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie (Rom);
Stipendium von Kardinal Giovanni Mercati (Bibliothekar und Archivar der Römischen Kirche)

1938

Ablehnung einer Berufung an die Katholische Universität in Washington

1942 bis 1947

Stellvertretung für Prof. Dr. Kunibert Mohlberg OSB
am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie (Rom)
im Fach Geschichte der Alten Kirche

1941 bis 1943

Exegetische und patrologische Vorlesungen an der Universität Rom

7. August 1946

Restituierung der Honorarprofessur in der
Philosophischen Fakultät Bonn der Universität Bonn

6. Januar 1947

Ernennung zum Extraordinarius am Päpstlichen Institut
für Christliche Archäologie (Rom) für den Bereich
der Patristik sowie das Verhältnis von
"Antike und Christentum"

1948 - 1954

Redaktionelle Mitarbeit und zahlreiche Beiträge
für die "Enciclopedia Catholica"

1951

Publikation: Sammelband "Theologische Traktate"

Frühjahr 1952

Vorlesungen zum Thema "Judentum und Christentum"
an der Katholischen Universität in Mailand

1956

Publikation: Sammelband "Marginalien zur Theologie"

8. August 1956

"Nihil obstat" der Studienkongregation zur (nicht realisierten) Ernennung zum Ordinarius am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie (Rom)

1959

Publikation: Sammelband "Frühkirche, Judentum und Gnosis"

Juni 1960

Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn
und der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität München

26. Oktober 1960

Erik Peterson stirbt im Krankenhaus St. Georg in Hamburg.
Ca. 2 Wochen später Beisetzung in Rom, Campo Verano,
im Familiengrab Bertini

Bilder Erik Peterson