Aktuelles

Konzert in Sankt Michael

Anläßlich des 50-jährigen Bestehens der Kirche Sankt Michael in Fauerbach findet am 04.09.2010 ein Konzert mit klassischer Musik statt. Alles darüber erfahren Sie durch einen Klick auf das Plakat.

  

 Barbara Böhm als neue Gemeindereferentin eingeführt

Ein Boxhandschuh liegt gewöhnlich auf dem Schreibtisch der neuen Butzbacher Gemeindereferentin Barbara Böhm. Pfarrer Eberhard Heinz präsentierte ihn in der Sankt Gottfriedskirche den Gottesdienstbesuchern. „Wir werden gemeinsam loskämpfen" ermunterte er schmunzelnd die Gemeindereferentin, die er offiziell in ihr Amt in der Pfarrgruppe Butzbach einführte.

Einführung Frau Böhm 2

 

Seit dem 1. August ist die 32-Jährige in Butzbach mit einer halben Stelle tätig. Sie freue sich, wieder in Pfarrgemeinden zu arbeiten, sagte sie bei ihrer Einführung. Und noch einer freute sich an diesem Tag ganz besonders: Pfarrer Günter Hasenbein. Der Ruheständler, der in Sankt Gottfried und Sankt Michael noch vielfach in der Seelsorge tätig ist, ist nach Aussage der neuen Gemeindereferentin „schuld, dass ich hier stehe": Böhm stammt aus Grünberg, wo Hasenbein früher als Pfarrer wirkte. Er hatte sie ermuntert, in die Seelsorge zu gehen. So überreichte Pfarrer Hasenbein dann auch eine Kerze als Begrüßungsgeschenk der Gemeinden.

Einführung Frau Böhm 3

 

Pfarrer Heinz hatte als Leiter der Pfarrgruppe Butzbach die Ernennungsurkunde vorgelesen und die neue Seelsorgerin gesegnet. Die beiden Gemeinderatsvorsitzenden Dietmar Gillmann (Sankt Gottfried) und Martin Dietrich (Sankt Michael Fauerbach) begrüßten sie anschließend und wünschten ihr für die Arbeit in Butzbach Gottes Segen.

Einführung Frau Böhm 1

 

Barbara Böhm stellte sich selbst den Gläubigen vor: Sie lebt mit ihrem Ehemann und den zwei Kindern in Lich. In ihrer Jugend in Grünberg hatte sie sich unter anderem bei den Messdienern und in der Jugendarbeit engagiert und sich dann entschieden, dieses Hobby zum Beruf zu machen. Nach dem Studium der Praktischen Theologie in Mainz absolvierte sie ihre Assistenzzeit in Friedberg. Daher stammt auch der Boxhandschuh, den ihr die dortige Gemeinde zum Abschied schenkte. Danach war sie in der Licher Pfarrgemeinde Sankt Paulus tätig. Seit 2005 war sie Dekanatsjugendreferentin in Gießen. In dieser Zeit unterrichtete sie bereits am Weidig-Gymnasium katholische Religion.

Barbara Böhm wird sich mit Brigitte Mackrodt die Stelle der Gemeindereferentin teilen, da Mackrodt ihre Tätigkeit wieder auf eine halbe Stelle reduziert. Böhm wird sich unter anderem um die Erstkommunionvorbereitung, die Familien- und Kindergottesdienste, den Religionsunterricht in der Degerfeldschule und die Schulgottesdienste kümmern.

Nach dem Gottesdienst, zu dem auch ihre Familie gekommen war, begrüßten viele Gemeindemitglieder die neue Gemeindereferentin persönlich bei einem Umtrunk vor der Kirche.

Einführung Frau Böhm 4

 

„Tag der Gefangenen" fand im frisch renovierten Kirchenraum der JVA statt

„Es ist nur ein kleines Zeichen, aber auch von kleinen Zeichen können wir leben." Das „kleine Zeichen", zu dem Pater Georg Menke op eine bunt gemischte Gemeinde begrüßte, war ein Sonntagsgottesdienst, wie er nur einmal im Jahr in Butzbach stattfindet: Gäste aus den katholischen Gemeinden und Gefangene begingen in der JVA gemeinsam den „Tag der Gefangenen".

An diesem Tag stehen in der katholischen Kirche weltweit die Gefängnis-Insassen und ihre Angehörigen im Mittelpunkt. 26 Gemeindemitglieder aus Sankt Gottfried und Sankt Michael hatten sich auf den Weg zur JVA gemacht, um mit den rund 50 Gefangenen den Gottesdienst zu feiern. Geleitet wurde er diesmal von Generalvikar Dietmar Giebelmann. Pater Georg begrüßte außerdem unter anderem Ministerialrätin Eva Maria Eicke vom hessischen Justizministerium, Ordinariatsrat Hans-Jürgen Dörr (Mainz) mit seiner Frau und den evangelischen Gefängnispfarrer Tobias Müller-Monning. Der Kirchenchor der JVA unter der Leitung von Marian Wolf sorgte musikalisch wie optisch - in gelben Hemden  - für Farbtupfer.Tag der Gefangenen 1_2010

Seine Begrüßung verband der katholische Gefängnispfarrer mit dem Dank. Denn worauf die Gefängnisseelsorger beider Konfessionen schon seit vielen Jahren warteten, ist in den letzten vier Monaten Wirklichkeit geworden: Der Kirchenraum der Anstalt, der über 25 Jahre zugleich als Sporthalle genutzt worden war, konnte endlich renoviert werden. Die Mehrzwecknutzung hatte deutliche Spuren hinterlassen, die nun behoben wurden: Freundliche Gelb- und Orangetöne an den Wänden, neue Stühle und ein neuer, heller Laminatboden anstelle des schwarzen Vorgängers, 40 neue Fenster, die die bestehenden ergänzten und neue Lampen und ein Teppich für den Altarraum schafften eine ganz neue Atmosphäre im Kirchenraum, die auch den Gästen aus den Gemeinden gleich wohltuend auffiel.

Tag der Gefangenen 3_2010

Dass alle Mitfeiernden gewissermaßen „beim Beten gut sitzen" konnten, wie Pater Georg seine Spendenaktion für die Renovierung genannt hatte, war vielen zu verdanken: Dem Justizministerium, das trotz einer im Jahr 2012 anstehenden  Generalsanierung der JVA Butzbach die jetzige Kirchenraumrenovierung mit 25 000 Euro unterstützte, dem Bistum Mainz, das 11 000 Euro beisteuerte und nicht zuletzt den privaten Spendern, die ebenfalls 11 000 Euro gaben für einen Zweck, für den manch anderer sicher nichts gegeben hätte. Pater Georg bedankte sich aber ganz besonders bei den vielen Gefangenen, die „mit Tatkraft und Begeisterung, Leidenschaft und Liebe den Kirchenraum von einem dunklen zu einem hellen, lichten Raum" gemacht hätten. Denn viele der anstehenden Arbeiten erledigten die Insassen selbst. Sie strichen an, verlegten den Laminatboden und vieles mehr. Einer von ihnen schuf einen neuen Kerzenständer nach einem eigenen Entwurf für die Madonna, vor der sich viele der Insassen während des Gottesdienstes bekreuzigten. Ein Altar und ein Ambo (Lesepult), die vom Klinikum in Worms gespendet worden waren, wurden in der JVA aufgearbeitet. Auch die Bediensteten, die JVA-Werkstätten und Firmen, die Material bereitstellten, trugen zur neuen Atmosphäre des alten Raumes bei.

Generalvikar Giebelmann segnete den Raum zu Beginn des Gottesdienstes und sagte in seiner Predigt: „Es ist eben nicht egal, wo wir zusammenkommen, um das Wort Gottes zu hören." Und er machte deutlich: „Gott weiß, dass es nicht ausschließlich gute und ausschließlich böse Menschen gibt. Er wendet sich jedem Menschen zu. Es gibt keinen Menschen, mit dem Gott sich nicht verbündet." Tag der Gefangenen 2_2010

Kaffee und kalte Getränke erwarteten Gäste und Gefangene nach dem Gottesdienst: Über die Fußballweltmeisterschaft wurde ebenso gesprochen wie über die Hoffnung, in den offenen Vollzug verlegt zu werden und von der Angst vor dem Leben draußen nach der Entlassung. Beim Abschied hieß es dann: „Tschüss, bis Weihnachten!". Denn beim traditionellen Weihnachtskaffee werden viele der Gäste aus Sankt Michael und Sankt Gottfried wieder die JVA-Insassen besuchen und erneut ein „kleines Zeichen" setzen.

 

Jubiläum in Fauerbach: Kardinal Lehmann kommt

Der Höhepunkt des Festjahres „50 Jahre Sankt Michael-Kirche" wird am Sonntag, dem 23. Januar 2011 sein. Zu einem Pontifikalamt zum 50. Weihetag der Kirche hat der Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann sein Kommen zugesagt.

Im Vorfeld zu diesem Jubiläum war es für die Verantwortlichen recht schwer, den genauen Weihetag herauszufinden. Einige ältere Gemeindemitglieder erinnerten sich: „Es war im Winter", aber welcher Tag, Monat oder auch das Jahr, das blieb unbeantwortet. Sicherheit schaffte auch der in der Kirchenwand eingemauerte Grundstein nicht. Auf ihm steht nur die Jahreszahl 1959. Die im Kirchenarchiv schlummernden Unterlagen zu der Baumaßnahme verwirrten zunächst mehr als dass sie halfen. So ist unter anderem dokumentiert:

- „Nach fünf Jahren Planung ... kann begonnen werden", das schrieb der damalige Pfarrer Rettig am 05. Juli 1959 an den Bonifatiusverein.

- „Gestern war der erste Gottesdienst" steht in einem Brief vom 03. Februar 1960.

- „Am Freitag dieser Woche wird der Grundstein gebracht", heißt es in einem Schreiben vom 11. Oktober 1960.

- am 19. Januar 1961 bedauern Vertreter der evangelischen Gemeinde Fauerbach, nicht zur Einweihung kommen zu können.

Inzwischen steht aber fest: Der damalige Bischof von Mainz, Dr. Albert Stohr, hat die Kirche am Sonntag, den 21. Januar 1961 geweiht.

Für eine Ausstellung werden Zeitzeugen gesucht, die den Kirchbau persönlich miterlebt haben und mit Fotos, Berichten und Erinnerungsstücken Material zur Verfügung stellen können. Die Kontaktpersonen hierfür sind Martin Dietrich (Tel. 16287) und Annemarie Guth (Tel. 5055).

Insbesondere im 2. Halbjahr 2010 sind verschiedene Veranstaltungen vorgesehen. Die genauen Termine und die Themenschwerpunkte für die Veranstaltungen werden rechtzeitig bekannt gegeben

Männerschola

 

Die Männerschola hat die neuen Termine für das zweite Halbjahr 2010 bekannt gegeben. Zu finden sind sie hier!

 

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