Ziele unserer pädagogischen Arbeit

 

Entwicklung der Persönlichkeit

 

Freiheit und Unabhängigkeit

Erlernen größtmöglicher Selbständigkeit

  • Ø dies alles kann sich nur entwickeln, wenn man die Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen lässt und ihnen auch einiges an Vertrauen in ihre Tätigkeiten entgegenbringt, z. B. beim Verabschieden der Eltern an der Eingangstür, selbständiges An- und Ausziehen, usw.

„Hilf mir, es selbst zu tun. Zeige mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es selbst tun. Hab Geduld, meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir auch Fehler zu, denn aus ihnen kann ich lernen."

Entwickeln von Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein

  • Ø Ein Kind braucht Zeit.
  • Ø Das Arbeitstempo eines Kindes muss von Erwachsenen beachtet und akzeptiert werden.
  • Ø Sein Spiel oder seine Arbeit sollte nicht unterbrochen werden.
  • Ø Es muss ihm die Möglichkeit gegeben werden, die Dinge zu Ende zu bringen.

Akzeptanz bzw. Toleranz von anderen, Freundschaften bilden und Kontakte außerhalb der eigenen Familie eingehen

Maßhalten erlernen

  • Ø Papierverbrauch beim Basteln reduzieren, Portionen einteilen lernen, regelmäßiger Austausch von Büchern und Spielen...

 

Emotionaler Bereich

 

Erkennen, benennen und zulassen von eigenen Gefühlen und Bedürfnissen.

Kritik üben und annehmen können.

Selbsteinschätzung fördern.

 

„ Nur wenn ich es erfahren kann,

kann ich es auch lernen"


 

Integration des Sozialverhaltens

 

Zeit, um Gruppengefühl und Gemeinschaftssinn zu entwickeln.

Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft üben

  • Ø beim Anziehen jüngeren Kindern helfen, Abwarten lernen beim Spielen

Konfliktbewältigung üben

  • Ø gemeinsame Lösungssuche, selbständiges Streitlösen ermög­lichen, Streitreflexionen im Stuhlkreis.

Vertrauen aufbauen.

Regeln lernen und Absprachen einhalten.

Freiheit und Unabhängigkeit fördern.

Durch religiöse Erziehung die allgemeine soziale Entwicklung fördern

  • Ø Siehe „Religiöse Pädagogik"

 

Förderung der körperlichen und geistigen Entwicklung

 

Musische Interessen und Kreativität wecken

  • Ø Sing- bzw. Stuhlkreis, Anregung zum Hantieren mit Bastelma­terialien.

Hinführen zur Konzentrationsfähigkeit durch Stilleübungen

  • Ø „Stilleübungen", u. a. auch im Meditationsraum.

Mathematisches Verständnis aufbauen.

  • Ø Mathematikmaterial Maria Montessoris

Sprachentwicklung fördern.

  • Ø Sprachmaterial Maria Montessoris

Förderung der Sinneswahrnehmungen.

  • Ø Sinnesmaterial Maria Montessoris

Förderung der Grob- und Feinmotorik.

  • Ø Übungen des täglichen Lebens, hantieren mit Pipetten, Pinzetten, Löffeln, malen mit Stift und Pinsel, etc.

Bewegungserziehung


 

Schwerpunkte der Arbeit

 

Multikulturelle  Erziehung

 

Wir sind offen für alle Kinder, ihre Familien, für ihre Kulturkreise, ihre Religionen und Nationalitäten. Bei uns werden die Kinder in ihrer Person angenommen, wir schenken ihnen Vertrauen. Sie lernen ihre Fähigkeiten kennen und werden von uns unterstützt. In der Gemeinschaft lernen sie andere kennen, sie verstehen, sie zu akzeptieren und ihnen zu helfen.

 

Religiöse Erziehung

 

Als kirchliche Einrichtung stellt die religiöse Erziehung für uns einen wichtigen Aspekt in der pädagogischen Arbeit mit Kindern dar. Sie umfasst den Umgang miteinander, mit Gottes Schöpfung (>kosmische Erziehung - Maria Montessori), dem Leben und Wirken Jesu.

Einen direkten Bezug dazu erleben die Kinder durch die gemeinsame Gestaltung der kirchlichen Feste im Jahreskreis sowie beim Besuch der Kirche auch außerhalb dieser Feste.

Wir möchten unseren Kindern vermitteln, dass für uns die Erde ein Geschenk Gottes ist, mit der wir verantwortungsvoll umgehen müssen. Bei uns können die Kinder erzählen, was ihnen wichtig ist, was sie traurig macht, was sie beängstigt, was sie erfreut.

Wir haben Zeit und Ruhe füreinander und nehmen die Kinder in ihren Bedürfnissen ernst.

Unser Meditationsraum bietet die Atmosphäre, in Kleingruppen religiöse Themen zu erarbeiten und auch Ruhe zu finden, zu beten, Geschichten zu hören etc. Dies kann in der Freiarbeit oder in Zusammenhang eines Projektes stattfinden.

 

Bewegungserziehung

 

Zweimal wöchentlich kommt Herr Drewniak in die Einrichtung, um mit den Kindern zu turnen.

Bewegung ist ein  wichtiger Bestandteil für die Entwicklung der Kinder. Einmal dient sie der Kräftigung der Muskulatur, beugt Haltungsschwächen vor und erhält die Beweglichkeit. Andererseits wird in der Gruppe  durch Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft soziales Verhalten geformt.

In der Regel besteht eine Bewegungseinheit aus drei Phasen:

Aufwärmphase (verschiedene Laufübungen)

Kräftigungsphase (Dehnübungen, Stärkung des Gleichgewichtssinns, etc.)

Spielphase (Der Fuchs geht herum, Katze und  Maus, etc.)

 

Ein weiterer Schwerpunkt im wöchentlichen Turnprogramm hat sich als sehr effektiv erwiesen: ein Zirkeltraining, bei dem die Kinder mehrer Stationen „durchturnen". Bei dieser Form körperlicher Bewegung werden verschiedene motorische Grundelemente angeregt: Geschicklichkeit, Kraft, Balance, Springen, Krabbeln u.a.

 

Exkursionen

 

Spontan bzw. projektbezogen unternehmen wir Spaziergänge und Exkursionen in die nähere und weitere Umgebung, so dass die Kinder verschiedene Naturräume erleben können (Wald, Wiese, Kartoffelfeld).

 

Kulturangebote

 

Die wöchentlichen Besuche in der Gemeindebücherei bieten die Möglichkeit, Bücher und Kassetten für einen bestimmten Zeitraum auszuleihen. Gerade Kinderliteratur ist eine wichtige Alternative zu den elektronischen Medien.

Stadtrundgänge und Besuche im Museum gehören zu den kulturellen Aktivi­täten unserer Einrichtung. Theaterangebote aus dem Kultur­programm der Stadt Butzbach werden ausgewählt.

 

Gemeinsames Frühstück

 

In regelmäßigen Abständen bereiten wie gemeinsam mit den Kindern ein gesundes Frühstück zu, das in einem Gruppenraum als Buffet angeboten wird.

 

Gesundheitserziehung / Zahnarztbesuch

 

Unser Patenschaftszahnarzt ist Herr Jorn. Mit allen Kindern, aufgeteilt in Kleingruppen, besuchen wir einmal im Jahr seine Praxis. Ergänzend dazu übt er im Kindergarten das Zähne putzen.

Über gesunde Ernährung und Zahnpflege bietet er gemeinsam mit Beratern des Gesundheitsamtes Infoabende für Eltern an.

 

Projektarbeit

 

Bewusstes Leben mit Kindern heißt, „Zeichen der Zeit" zu erkennen. Konkret heißt das, dass wir das Kind in seinen verschiedensten Lebenssituationen in den Mittelpunkt unserer Arbeit  stellen und aktuelle Situationen in unserer Planung berücksichtigen. Aus Lebenssituationen sollen Lernsituationen geschaffen werden, d.h. eine kindorientierte Pädagogik.

ErzieherInnen leiten aus Beobachtungen, Gesprächen, Rollenspielen, Erzählungen und Kinderzeichnungen Situationen ab, die für Kinder offensichtlich von Bedeutung sind. Diese führen zu einer Situationsanalyse und bestimmten Handlungen, die Kinder zur Bewältigung der Situationen brauchen. Es wird mit den Kindern ein Projekt geplant, das zusätzlich nach der Durchführung sehr spezifisch nachbereitet wird.

Diese „offene Planung" lässt Kindern und Erzieherinnen dabei genügend Raum, neue Ideen mit aufzugreifen oder Projektteile wegen ihrer Bedeutung und möglichen Aktualität auszuweiten, ohne den „roten Faden" zu verlieren. Aktuelle Themen, die unsere Gruppen betreffen, werden durch verschiedene Aktivitäten vertieft. Bestimmte Themenbereiche können auch in Kleingruppen stattfinden. Die Dauer eines Projektes richtet sich nach Aktualität und Interesse der Kinder.

Die Kinder werden ernst genommen und in ihrem Tun bestärkt.

Es werden übliche Tagesabläufe bewusst in Frage gestellt und Alternativen gesucht.

Der Individualität der Kinder wird ein größerer Freiraum zugestanden, sie können so ihre Kreativität, ihre eigenen Ideen entfalten.

Die ErzieherInnen haben nicht mehr nur die Funktion des „Anleiters", sondern sehen sich als „mitlernenden Menschen" und Begleiter der Kinder.

Die Erzieherinnen greifen auf, was die Kinder gerade beeindruckt, beschäftigt, was sie selbst an Ideen und Erlebnissen einbringen.

Ein Kind erkrankt oder bekommt ein Geschwisterchen: Die beste Gelegenheit, mit den Kindern vergleichbare Situationen zu besprechen, weil sie gerade hier ganz lebensnahe Erfahrungen sammeln und davon beeindruckt sind.

Wie ein Haus entsteht, werden Kinder eher begreifen, wenn sie den Handwerkern auf einer nahe gelegenen Baustelle zuschauen können.

Die Wissbegierde der Kinder ist der leistungsfähigste „Lernmotor".

Manche Projekte bedürfen der Mithilfe der Eltern, wie z. B. Exkursionen, bei denen die Kinder lebensnahen Anschauungsunterricht erhalten.