Krankenkommunion und Krankensalbung
Immer wieder bekommen wir Geistliche zu hören: Das haben wir nicht gewusst; daran haben wir nicht gedacht. Worum geht es? Es geht um die christliche Begleitung von Menschen im letzten Abschnitt ihres irdischen Lebens. Es geht darum, ganz bewusst und intensiv diese letzte Lebensphase mit Gott zu erfahren.Viele unserer Mitchristen lassen im Laufe ihres Lebens Gottes Hand los. Sie gehen eigene Wege. Sie glauben an Gott – aber halten Distanz zu ihm. Sie hoffen auf ihn, gerade dann, wenn es im Leben kritisch wird – aber von zu viel Nähe halten sie nichts. Es ist nicht schlimm, im Leben Fehler zu begehen. Schlimm wird es nur, wenn ich diesen oder jenen Schritt als falsch erkannt habe, aber dann nicht umkehre. Bei dieser Umkehr möchten wir Ihnen helfen. Dazu hat Gott uns berufen. Es ist einfach wichtig, mit Jesus die letzte Lebensphase zu gehen. Wer mit Jesus vor den Vater tritt, der hat den besten Fürsprecher, der wird – wie der Schächer am Kreuz – die Stimme Jesu hören: „Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein“ (Lk 23.42 b). Jesus, unser Retter möchte doch, dass alle, die der Vater ihm gibt (in der Taufe) dort sind, wo er ist (nach Joh 17.24).Leben wollen wir alle, ein Leben in Fülle werden mit Gewissheit all jene erreichen, die in der Verbindung mit Christus aus dieser Welt in die neue Welt gehen. Was gehört zu dieser Verbindung?- als erstes einmal Besinnung über mein Leben, Sinn des Lebens, Gespräche über meine Erkenntnisse. Mein Leben, mit all seinen Höhen und Tiefen, vor Gott bringen. Gott um Verzeihung bitten, wo ich meinen Willen vor seinen Willen gesetzt habe. Erkennen, hören, den Zuspruch, dass Gott uns verzeiht, uns als seine Kinder neu annimmt. Wenn Gott verzeiht, ist es für ihn so, als wäre dies nie geschehen. Es ist wieder gut. So kann ich dann unseren Bruder Jesus auch in der Heiligen Kommunion empfangen. Der Vater schenkt uns seinen Sohn, als Begleiter auf den Wegen unseres Lebens, als Stärkung auf dem richtigen Weg. „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Wenn ich den Herrn bei mir trage, dann stehe ich auf einem festen Fundament, trotz Schmerz, Leiden, Alleinsein. Der zuverlässigste Begleiter meines Lebens ist bei mir. - Jesus bietet uns aber nicht nur seine Begleitung an. Im Jakobusbrief 5,14 ff heißt es: „Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten (Priester) zu sich, sie sollen für ihn beten … und mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten … und wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.“
Das Sakrament der Krankensalbung. Ist einer von Ihnen(ernsthaft) krank, ist eine Operation erforderlich, dann kann ihm dieses Sakrament, diese Zusage Gottes gespendet werden. Die Krankensalbung ist nicht nur ein Sakrament kurz vor dem Tod. Sie ist Gottes Zusage zur Genesung und Sündenvergebung. Gott schenkt allumfassendes Heil. Darum unsere Bitte: Sprechen, rufen Sie uns an, bei einer ernsthaften Erkrankung von Ihnen, eines Verwandten oder Nachbarn. Lassen Sie die Chance, die Gott Ihnen gibt, in seiner engen Verbindung zu leben und zu sterben, nicht nutzlos verstreichen. Freilich, Gottes Barmherzigkeit ist größer als wir uns denken können. Wir dürfen darauf vertrauen. Doch das, was wir zu unserem Heil oder zum Heil eines Verwandten beitragen können, müssen wir auch vollbringen.
Dienste der Kirche für Kranke und ins ewige Leben Gehende!
- Krankenbesuch mit Gespräch.
- Feier eines Gottesdienstes mit Spendung der Heiligen Kommunion.
- Spendung des Bußsakramentes zu Hause
- Spendung der Krankensalbung
- Spendung der Wegzehrung zur Vorbereitung auf die Begegnung mit Gott.
Was ist bei einem Sterbefall zu tun?
- Benachrichtigung eines Arztes. Dieser stellt den Totenschein aus.
- Lassen Sie ihre/n Verstorbene/n ruhig noch eine Weile zu Hause, damit Sie von ihm/ihr Abschied nehmen können.
- Benachrichtigen Sie Pfarrer/Diakon zur Segnung.
- Anruf bei einem Beerdigungsinstitut. Dieses übernimmt alle Formalitäten und die Überführung zum Friedhof.
- Absprache mit Pfarrer/Diakon über den Termin der Beerdigung und des Requiems für den Verstorbenen.
Bestattungsunternehmer in Bad Homburg-Ober-Erlenbach:
Schreinerei Cloos GmbH - Schmaler Weg 2 - Tel.: 06172 - 49 17 01 Fax: 06172 - 45 11 79
Krankenkommunion
Festlich gestaltet ist jede Feier, in der der Leib des Herrn dargereicht wird. Auch wenn Kranke zu Hause die Heilige Kommunion empfangen, und so an dieser Feier teilnehmen, wird der Raum geschmückt: Mit einem weißen Tuch auf dem Tisch, mit Kerzen, einem Kreuz und Blumen. Und stellvertretend für die ganze Gemeinde können Angehörige und Bekannte auch die Heilige Kommunion empfangen und an der Feier teilnehmen. Alle vier Wochen am Herz-Jesu-Freitag werden die kranken, alten Menschen und Gehbehinderten besucht; sie haben die Möglichkeit die Hl. Kommunion zu empfangen.
Hierzu bitte im Pfarrbüro anrufen: 06172-4 16 19
E-Mail: info@st-martin-hg.de
Diakon D. Fries
Krankenkommunion