7 Orte, 2 Wochen - eine unvergessliche Reise - WYD 2011
13 junge Pilger unserer Gemeinde haben sich am 08. August 2011 auf eine Reise begeben, auf eine Reise unter dem Motto "In ihm verwurzelt und auf ihn gegründet, fest im Glauben", auf der Suche, was das denn für einen selbst bedeutet.
Begonnen haben wir unsere Reise in Frankfurt. Um sieben Uhr morgens fuhren wir los, noch einen kleinen Halt in Mainz, um die restlichen Teilnehmer der Gruppe einzusammeln und dann ging es endlich los: Wir brachen auf ins mehr oder weniger Ungewisse. Nach ca. 11 Stunden Fahrt kamen wir dann endlich in Tours/Frankreich an, wurden in die Zimmer verteilt, natürlich männlich und weiblich getrennt und mussten schließlich, nachdem wir alle nach der langen Fahrt geduscht hatten, feststellen, dass die Steckdosen in unseren Zimmern nicht funktionierten.
Die Jugendherberge lag nahe an der Loire. Dort haben wir uns abends zusammen gefunden, um uns schon mal ein bisschen kennen zu lernen. Nach diesem kurzen Abendimpuls sind wir alle nur noch total fertig in unsere, naja, bequemen Betten gefallen.
Am nächsten Morgen wartete ein Gottesdienst in der Kathedrale auf uns. Der Bischof von Tours begrüßte uns kurz, um uns dann gleich wieder zu verabschieden, denn schon ging es weiter nach Lourdes. Nach einer langen Fahrt mit kleinen Umwegen brachte uns unser toller Busfahrer Ugur sicher nach Lourdes: zwar ein bisschen verspätet, aber immerhin waren wir gut angekommen. Nach dem Abendessen haben wir unser Lager, zusammen mit Franzosen und Rumänen, in der Turnhalle aufgeschlagen, um dann an der Lichterprozession nahe der Grotte teilzunehmen. Wir alle, mit Kamera bewaffnet, ließen das Spektakel einfach auf uns wirken. Das war ein unglaubliches Erlebnis: Tausende Lichter, tausende Menschen, die auf Gott vertrauten und für ihre Kranken beteten. Nachdem wir dann alle gegen ca. halb zwei Uhr nachts in unseren Schlafsäcken auf unseren Isomatten lagen, durften wir fünf Stunden schlafen. Um halb sechs standen wir wieder auf, packten unsere sieben Sachen zusammen und gingen frühstücken. Ein weiterer langer Tag wartete auf uns. An diesem Morgen sind wir erst ein bisschen herumgelaufen und haben uns die Grotte angeschaut, die jeden Tag von Tausenden besucht wird, um den Stein zu berühren und um Beistand zu bitten. Um neun Uhr dreißig fand dann ein internationaler Gottesdienst in der unterirdischen Basilika statt. Danach hatten wir Freizeit. Einige von uns haben sich vor der Grotte angestellt, um auch einmal diesen Stein zu berühren. Dabei spürte man, dass durch die millionenfache Berührung dieser Stein schon fast einem Speckstein glich. Nachdem wir unsere Zeit genutzt hatten, um die Stadt ein wenig zu erkunden und uns für die Weiterfahrt durch die Pyrenäen mit Lebensmitteln zu versorgen, ging es auch schon weiter.
Für eine Nacht blieben wir mitten in den Pyrenäen in einer kleinen, aber sehr schönen Jugendherberge. Am nächsten Tag ging es weiter nach Loyola, in die Geburtsstadt des Heilgen Ignatius. Dort schauten wir uns sein Geburtshaus an, feierten in der nebenan gelegenen Kathedrale einen Gottesdienst und genossen die Mittagssonne, bis es endlich weiter ging nach Miranda de Ebro, wo wir von unseren Gastfamilien sehr rührend empfangen wurden. In diesen vier Tagen haben wir viel erlebt. Wir haben einen Berg erklommen, um dort oben zehn Minuten die Aussicht zu genießen und dann anschließend wieder zwei Kilometer runter zu wandern. Außerdem durften wir diese Tage auch noch mit einer Gruppe Franzosen verbringen, die jeden Tag immer eine riesige Stimmung gemacht haben und nie schlecht gelaunt oder müde waren. Diese vier Tage in Miranda de Ebro und in Burgos gehören zu den schönsten Erlebnissen dieser Reise. Man hat einfach so viel Gastfreunschaft und Zusammengehörigkeit erfahren, wie man es sich kaum vorstellen kann.
Schließlich ging es endlich weiter nach Madrid, unser Ziel für die nächste Woche. Als wir dort ankamen, mussten wir erstmal feststellen, dass es sehr warm war, und dass wir schlicht und einfach zu viele Leute für unsere Unterkunft, eine Schulturnhalle, waren. Also haben wir 200 Leute uns einfach auf dem Schulhof verteilt, um dann eine Woche lang draußen zu übernachten. Im großen und ganzen war Madrid eine ganz tolle Erfahrung, bis auf eine Nacht, die wir auf dem Flugplatz zubringen mussten: Trotz unserer Pilgerausweise konnten wir wegen der mangelnden spanischen Organisation die uns zugewiesenen Plätze nicht einnehmen: Somit konnten wir den Papst leider nur auf der riesigen Leinwand statt auf der Bühne sehen. Darüber hinaus musste die Hälfte unserer Gruppe die Nacht in einem falschen Block verbringen. Unser bereits bezahltes Essen wurde von anderen gegessen. Schließlich fing es dann auch noch an zu schütten wie aus Eimern und wir mussten uns mit Mülltüten und Schirmen schützen. Naja, die Nacht haben wir überlebt. Das war einfach eine Erfahrung fürs Leben, die man nicht so schnell wieder vergisst.
Wieder angekommen in unserer Unterkunft, ging es auch schon weiter nach Barcelona. Den letzten Tag unserer Reise hat, so denke ich, jeder genossen und jeder anders genutzt. Manche haben sich einfach nur an den Strand gelegt, andere haben die Stadt erkundet. Abends wartete dann schließlich unsere letzte Busfahrt auf uns, die aber die ganze Nacht dauern sollte. Als wir nach einer eher unruhigen Nacht im Bus in Frankfurt ankamen, kam auch schließlich der Moment des Abschieds. Ein Abschied von einer wundervollen Reise und von vielen Menschen, die man in dieser Zeit sehr ins Herz geschlossen hat, dass man sich wünschte, die Reise würde ewig andauern. Nachdem die letzten Tränen getrocknet waren und man dem Bus mit den restlichen Leuten hinterher gewunken hatte, hieß es: Auf Wiedersehen Weltjugendtag - Hallo Alltag. Und dieser holte uns alle schneller wieder ein als wir das gewollt hätten ....
F.D.






































































