Trauerbegleitung in der Wetterau
In der Trauer nicht allein

Selbsthilfegruppen für Trauernde in der Wetterau

Vor einiger Zeit haben Sie einen Menschen verloren, der in Ihrem Leben eine unübersehbar wichtige Rolle spielte. Vielleicht ist Ihr Partner / Ihre Partnerin oder eines Ihrer Kinder gestorben. Ohne diesen Menschen können Sie sich ihre weitere Lebensgestaltung kaum vorstellen. Hoffentlich finden Sie in Ihrer Familie, bei Ihren Freunden und Arbeitskollegen die Unterstützung, die Sie in Ihrer Trauer benötigen.

Trotzdem wird es Ihnen schwer genug fallen, mit diesem Verlust zu leben. Vielleicht suchen Sie über die Ihnen bekannten Menschen hinaus einen Kreis von gleichfalls Trauernden, in dem Sie offen über Fragen sprechen können, die sonst niemand zu verstehen scheint. Vielleicht kennen Sie jemanden, dem dieses Schicksal widerfahren ist, und möchten sie oder ihn auf unsere Angebote aufmerksam machen.

Seit 1994 besteht für trauernde Eltern und seit 1995 für Menschen nach einem Partnerverlust durch Tod die Möglichkeit, in begleiteten Selbsthilfegruppen gleichfalls von Trauer betroffene Menschen zu treffen. Hierzu werden Tagesveranstaltungen jeweils an Samstagen im Kloster Ilbenstadt oder im Kloster Engelthal bei Altenstadt angeboten.

Dabei besteht Gelegenheit, anderen Trauernden zu begegnen, den eigenen Weg der Trauer unabhängig von den Erwartungen der Umwelt anzuschauen, von den Erfahrungen anderer zu lernen und letztlich den eigenen Trauerweg zu gestalten.

Die katholische Kirche in der Wetterau und das evangelische Dekanat Wetterau bieten in Kooperation verschiedene Veranstaltungen für trauernde Menschen an. Dabei wurde das in der Vergangenheit bewährte Konzept der Trauerbegleitung den geänderten Bedingungen angepasst.

Die begleiteten Selbsthilfegruppen für Trauernde finden zwar in Trägerschaft der katholischen und evangelischen Kirche statt, sind aber für alle von Trauer betroffenen Menschen unabhängig von ihrer religiösen oder weltanschaulichen Einstellung offen.

Diese Angebote für Trauernde werden sei 1993 regelmäßig aufgelegt und sind kostenfrei. Es gehört zum Konzept, dass diese begleiteten Selbsthilfegruppen nach den Treffen in die Selbständigkeit entlassen werden und sich wie andere Selbsthilfegruppen auch selbst organisieren können.

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Das Labyrinth

Labyrinth der tanzende Jakob

© G. Candolini,
Die Faszination
der Labyrinthe,
Kösel-Verlag, München 2004

Eines der ältesten Zeichen der Menschheit ist das Labyrinth. Schon vor ca. 3.200 Jahren bis heute haben es Menschen in allen Kulturen gebraucht. Labyrinthe gibt es in unterschiedlichen Größen und Materialien.

Anders als ein Irrgarten führt ein Labyrinth immer zu einer Mitte. Trotzdem, wer ein Labyrinth geht, fühlt sich eingeschlossen, wird festgelegt, stellt sich die Frage nach dem Sinn. Im Labyrinth gibt es keine letzte Kontrollierbarkeit. Damit ist das Labyrinth immer schon zu einer Frage nach dem Tod und dem Leben geworden.

Für immer mehr Gruppen von Trauernden ist deshalb dieses alte Zeichen zu einem Symbol für die verschlungenen Lebenswege geworden, die Menschen in Trauer nach dem Tod eines lieben Menschen gehen müssen.

Literaturhinweis:
Candolini, Gernot, Die Faszination der Labyrinthe, Kösel-Verlag, München 2004