Erstkommunion
Vorbereitung
Zur Vorbereitung auf die Erstkommunion werden Kinder des 3. Schuljahres nach den Sommerferien eingeladen. Sie werden von Eltern, die mit dem Pfarrer die Katechesen durchsprechen in wöchentlichen Gruppenstunden vorbereitet. Zur Vorbereitung zählt weiterhin der regelmäßige Besuch des Gottesdienstes am Sonntag. Zur Vorbereitung der ersten heiligen Kommunion zählen auch Gemeinschaftstage im Haus Andreas.
Die feierliche Erstkommunion findet in der Regel an den beiden Sonntagen nach Ostern statt. Am Weißen Sonntag tragen die Kinder einheitliche Kommuniongewänder.
Weg der Kommunionvorbereitung
Der Weg der Kommunionvorbereitung in unserer Gemeinde hat einen ganz konkreten Namen: FAMILIENKATECHESE. Dieser Name klingt für Sie möglicherweise fremd. Doch es geht in der Familienkatechese um ganz handfeste, konkrete Anliegen. Bei der Kommunion geht es um Gemeinschaft - das bedeutet nämlich dieses lateinische Wort communio auf Deutsch. Weil man sich als einzelner Mensch nur schlecht auf Gemeinschaft vorbereiten kann, trifft Familienkatechese eine klare Option: Das Kommunionkind geht nicht alleine zur Kommunion, sondern die Familie geht mit der Gemeinde zur Kommunion!
Das Entscheidende an diesem Kommunionweg ist, dass Sie als Eltern bei der Vorbereitung Ihres Kindes eine zentrale Bedeutung haben und Sie in der Begleitung Ihres Kindes unterstützt werden. Was Sie als Eltern zu Hause Ihrem Kind vermitteln oder nicht, kann niemand ersetzen. Als Mutter oder Vater mit dem Kind Wege in die Beziehung mit Gott zu suchen und zu gehen, ist Anliegen der Familienkatechese. Denn die Familie - durchaus in dem Sinn der prägenden ersten Menschen - ist die grundlegende Gemeinschaft, in der ein Kind lebt; sie ist die Basis-Gemeinschaft.
Beim Kommunionweg als Familienkatechese treffen sich viele Menschen in verschiedenen Gemeinschaften bzw. Gruppen. Es sind dies:
Die Gemeinschaft der Familie: die Eltern und das Kommunionkind im Familiengespräch.
Die Gemeinschaft der Eltern in der Elterngruppe.
Die Gemeinschaft der Kinder in der Kindergruppe.
Die Gemeinschaft der Begleiter/innen in der Katechetenrunde.
Familienkatechese ist einNetz von Gemeinschaften. Sowohl die Erwachsenen als auch die Kinder setzen sich mit ihrem Leben und ihrem Glauben auseinander. Sie sprechen über sich und ihr Leben. Damit sprechen sie auch über ihren Glauben. Eltern und Kinder, Begleiterinnen und Begleiter entwickeln sich durch ihren gemeinsamen Kommunionweg in ihrem christlichen Leben und Glauben weiter und versuchen, das Geheimnis ihres Lebens tiefer zu verstehen.
Die Elterngruppe
Vater oder Mutter begleiten ihr Kind auf dem Kommunionweg durch das gemeinsame Familiengespräch zu Hause. Indem Sie regelmäßig zu einer Elterngruppe eingeladen sind, haben Sie die Chance, sich mit anderen Eltern auszutauschen, Neues zu erfahren für ihr Leben und ihren Glauben. Die Eltern machen sich gemeinsam neu Gedanken, was es bedeutet, in Beziehung mit Gott zu leben. Gemeinsam überlegen sie, wie sich das auf ihr eigenes Leben und ihr Leben als Familie positiv auswirken kann. Natürlich können Sie hier auch auf Fragen und Zweifel im Blick auf Glauben und Kirche eingehen.
Das Elterngespräch
Der zentrale Kern der Familienkatechese ist das Gespräch zu Hause in der Familie - das Familiengespräch. Durch dieses Gespräch bereiten Sie Ihr Kind wesentlich mit vor auf den Empfang der Kommunion. Wer Jesus war, was seine Botschaft für uns heute ist, was Brot und Wein beim Mahl der Kommunion bedeuten, das soll Ihr Kind auch von Ihnen, den eigenen Eltern, erfahren. Sie können Ihr Kind begleiten zur Begegnung in der Eucharistiefeier.
Als Eltern sind Sie für Ihr Kind die wichtigsten Zeugen und Vermittler der Botschaft Jesu. Sie, die Eltern, nehmen den ersten Platz in der religiösen Erziehung Ihrer Kinder ein. Religiöse Erziehung ist das große Vor-Recht der Eltern, aber auch eine Aufgabe.
Die Kindergruppe
Die Kommunionkinder treffen sich regelmäßig in einer überschaubaren Kindergruppe. Die Kindergruppe ist geprägt vom Charakter des Feierns und Spielens. Die Kinder können dort die Themen, die im Familiengespräch besprochen wurden, vertiefen. Eine Vertiefung kann sinnvollerweise nur dort geschehen, wo zu Hause von Ihnen schon ein Anfang gemacht wurde.
Die Begleitung
Keine Gemeinschaft der Familienkatechese ist auf sich selbst gestellt, sondern jede Gruppe wird begleitet. Mit seinen Erfahrungen ist somit niemand sich selbst überlassen. Als Eltern begleiten Sie Ihr Kind und in der Elterngruppe werden Sie selbst begleitet.
Diese Begleitung ist keine Einbahnstraße, sondern ein wechselseitiger Prozess. Als Eltern werden Sie auch durch Ihr Kind begleitet: Dessen Ansichten, Fragen und Einsichten eröffnen Ihnen oftmals einen neuen Blick für Ihren eigenen Glaubens- und Lebensweg.
Grundgedanke dieser Begleitung ist: Wir helfen einander, unseren Glauben besser zu verstehen, und überlegen gemeinsam, wie wir ihn leben können. Die Begleiter einer Gruppe sind wichtig, um Impulse zu geben, Gespräche anzuregen und zu moderieren. Die Katecheten der Kindergruppen treffen sich ebenfalls regelmäßig.
Warum das Ganze?
Kommunionkatechese will Eltern und Kindern einen Zugang zur Kommunion eröffnen. Kommunion meint sowohl die Gemeinschaft mit Jesus Christus im Mahl der Eucharistiefeier als auch Gemeinschaft mit der Gemeinde. Die Intensivierung der Kommunion und der Kommunikation in der Familie durch den Weg der Familienkatechese betrifft also nicht etwas Zweitrangiges oder Beliebiges, sondern sie trifft ins Zentrum des religiösen Lebens. Die zwischenmenschliche Erfahrung ist gleichsam die Voraussetzung dafür, Jesus und seine Botschaft vom Reich Gottes verstehen zu können. Daher sind Sie, die Eltern, als aktive Wegbegleiter Ihres Kindes durch niemanden zu ersetzen.
Der Kommunionweg ermöglicht Ihnen die Erfahrung: Gemeinde lebt auch von mir. Die Gespräche bei den Elterntreffen können ein Anfang sein, dass Gemeinschaft entsteht. So wächst nicht nur der persönliche Glaube, die individuelle Sicht des Lebens, sondern es wächst auch die Gemeinschaft im christlichen Glauben. Wenn Sie und Ihre Kinder sich in den Gruppen treffen, dann entsteht Gemeinschaft unter Christen. Die Familien wachsen stärker als bisher zusammen zur Gemeinschaft der Gemeinde. Deshalb ist es auch sinnvoll und wünschenswert, wenn viele Gruppen über die Feier des Erstkommuniontages hinaus weiterbestehen.
Aufbruch zum Neuen das ich noch nicht verstehen kann.
Sich hineinziehen lassen in das Geheimnis Gottes.
Gott entgegenzweifeln.
Gott entgegenhoffen.
Gott und dem Leben trauen.
Konkrete Erwartungen
Die Kinder treffen sich einmal in der Woche an einem Nachmittag
Die Eltern sind einmal im Monat zu einem Elterngespräch eingeladen
Wir benötigen die Mithilfe der Eltern beim Anfahren zu den Kommunionstunden
Die Kinder sollen sich bei Versäumnissen bei der Katechetin entschuldigen
Die Kinder sollen den Kurs in allen Teilen mitmachen, dazu gehören: wöchentliche Kommunionstunden - Mitfeier der sonntäglichen Gottesdienste - Teilnahme an den Treffen aller Gruppen - Teilnahme an den Gemeinschaftstagen im Haus Andreas - Teilnahme an den religiösen Feiern und Proben
Während der Vorbereitungszeit wäre es gut, möglichst keine Wochenendexkursionen und Ferienmaßnahmen (außer in den Herbst- und Weihnachtsferien) durchzuführen.
Mit Beginn des neuen Jahres sind die Kinder zu den sonntäglichen Gottesdiensten eingeladen und übernehmen dort bestimmte Aufgaben.
Außerdem wird ihnen nach dem Gottesdienst der Kirchenraum und seine Umgebung, die Liturgischen Bücher und Gewänder und der Ablauf der Heiligen Messe erklärt.
Die Kommunionkerze wird von den Kindern gestaltet
Besitz eines Gotteslobes (Gesangbuch): ist im Pfarrbüro erhältlich
Am Weißen Sonntag tragen die Kommunionkinder einheitliche Gewänder; dadurch soll eine Veräußerlichung des ganzen Geschehens und eine "Modenschau" verhindert werden; außerdem gibt es in unserer Gemeinde Familien, die sich ein teures Kommunionkleid nicht leisten können.
Die Kosten
Materialkosten 10.00 Euro
Aufenthalt im Haus Andreas 20.00 Euro
Ausleih- und Reinigungsgebühr des Kommuniongewandes 15.00 Euro
Kommunionkerze und Zierwachs 10.00 Euro
Die Mehrkosten, die entstehen werden durch die Pfarrei und Zuschüsse gedeckt!
Den Gesamtbetrag von 55.00 Euro können Sie im Laufe der Zeit zu den Bürostunden im Pfarrbüro begleichen.