„Bücher in der Schule statt Flaschen auf der Müllhalde"
Familien- und Wortgottesdienste: Pfarrgemeine optimiert Kinder und Jugendarbeit - Enge Zusammenarbeit in der Pfarrgruppe.
Reichelsheim - Dorn-Assenheim (hh.) Welche Zukunft hat Chano von der Müllkippe in Kalkutta? Was heißt es, in den Slums von Nairobi aufzuwachsen? Die Kinder in der Pfarrkirche St. Maria Magdalena antworten kreativ und nachdenklich auf die gestellten Fragen. Anlass war der Familiengottesdienst, den eine Gruppe engagierter Frauen unter der Regie von Daniela Michalak organsierte. Seit Ende 2011 hat sie mit ihrem Team ein neues Konzept aus Wort- und Familiengottesdiensten für Kinder und Jugendliche entwickelt. Das besondere dabei: Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit innerhalb der Pfarrgruppe mit Wickstadt und ist das erste größere dieser Art.
Im Rahmen der Fastenaktion des Kinderhilfswerks Misereor lenkten die kleinen Akteure im Dialog mit ihren Betreuern den Blick auf die Elendsviertel der Welt. „Hier seht ihr eine Mauer", zeigt Karin Würz auf eine aus Kartons gebaute Wand. Die Mauer trenne nicht nur, sie sei auch ein Zeichen der Hoffnung und des Mutes. Die obersten Steine sind beschriftet, man erkennt die Begriffe Armut, Leben auf der Straße, Bildung und Gemeinschaft. In ihrer Reihenfolge zeigen sie den Weg in eine bessere Zukunft. Großformatige Fotos werden angebracht, sie erzählen vom Leben in den Armenvierteln.
„Die Kinder haben kein Dach über dem Kopf", sagt ein Kommunionkind, ein anderes bemerkt: „Manche müssen für sich selbst sorgen, sammeln Flaschen auf der Müllhalde." „Ich würde das zum Thema Armut hängen" kommt die prompte Anregung. Die Kinder vor dem Altar erkennen schnell, Schule und Ausbildung sind nicht selbstverständlich, viele ihrer Altersgenossen sind Waisen. Sie wissen, aber auch: Man kann helfen.Zu den Fürbitten bringen sie Symbole wie eine Schultasche oder sauberes Wasser zur Mauer, Stein um Stein wird eingerissen. Die Botschaft: Mauern sind überwindbar.
Die Idee der Gottesdienste für Schulkinder wurde im letzten Jahr geboren. Damals bemängelte das Bistum Mainz Defizite bei jugendgerechten Gottesdiensten. Es gibt ein Angebot für Kita-Kinder, zudem integriert das Gruppenstundenteam um Yvonne Scoggins und Sibylle Seeger-Weitz auch den nicht konfessionell gebundenen Nachwuchs. Daniela Michalak und Christine Hobler griffen das Gottesdienstthema auf, gemeinsam mit Karin Würz und Lioba Ess-Leim begannen sie, weitere helfende Hände zu werben.
Seit Januar finden nun monatlich Wortgottesdienste statt. Die Kinder treffen sich parallel zur Sonntagsmesse im Pfarrheim, diskutieren die Lesung oder das Evangelium. „Wir arbeiten die Themen kindgerecht auf", sagt Michalak, zu den Fürbitten kommen wir dann in die Kirche. „Mit 25 Kindern ein solches Thema zu besprechen, kann manchmal allerdings dauern", schmunzelt Karin Würz, „einmal musste der wartende Pfarrer uns sogar die Messdiener vorbeischicken."
Anschaulich die Lernmethoden, Beispiele aus der realen Welt werden herangezogen. Einmal ging es um den blinden Zachäus, die Kinder ertasteten in einer Tasche verstaute Gegenstände. Fasching und Fastenzeit zeigen die Unterschiedlichkeit der Themen. Zum Palmsonntag wurden Palmwedel gebastelt, am Karfreitag findet ein Kinderkreuzweg statt.
Die Zahl der engagierten Mütter wächst stetig, unterschiedliche Teams bereiten daher die einzelnen Themen vor. Michalak und Daniela Reichenbächer koordinieren die Termine im Pfarrgemeinderat, die Mütter verteilen regelmäßig Flyer im Religionsunterricht. Ideen holt man sich zudem von Silke Kettermann aus Assenheim.
Im halbjährlichen Rhythmus sollen die Familiengottesdienste geplant werden, dazu wünschte sich das Team um Michalak auch eine Bläsergruppe. Maren und Jessica Guckelsberger, Jonathan Lemler und Yannick Petri kamen bei ihrer Premiere mit Trompete Gitarre und Klarinette bereits gut an, Leiter Benjamin Jung könnte sich aber den einen oder anderen Instrumentalisten noch gut in der Gruppe vorstellen.

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Aus der Not eine Tugend gemacht
Pfarrgemeinde organisiert erstmals Kinderfasching im Pfarrheim
Reichelsheim - Dorn-Assenheim (hh.) "Dann nehmen wir dies eben selbst in die Hand", sagte sich das Betreuerteam von Kindergottesdienst und Gruppenstunde, als feststand, dass der traditionelle Kinderfasching der Ortsvereine ausfiel. Bunt und unterhaltsam für Jung und Alt sollte das Angebot sein, zudem war mit Patricia Lescensky schnell eine Expertin für die Kinderanimation gefunden. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Rund rund 150 angehende und erprobte Narren trafen sich zur ersten Faschingsparty der Pfarrei St. Maria Magdalena.
Im peppig geschmückten Pfarrheim tummelten sich Cowboys, Prinzessinnen und Star Wars Figuren. Brezeln und Würstchen gingen über den Tresen, das leckere Kuchenbuffet und duftender Kaffee luden neben Pfarrer Markus Stabel auch Eltern, Omas und Opas zu ein paar vergnüglichen Stunden ein.
Langeweile war an diesem Nachmittag ein Fremdwort. Tanzparty, Polonaise, Bonbonkanonen oder ein Candyaffe animierten die begeisterten Jung-Fastnachter zum Mitmachen. Spannung herrschte, als die Gewinner des Spielerätsels bekannt gegeben wurden. Im Raum waren Wörter in farbigen Buchstaben versteckt, die auf ein bekanntes Faschingslied hinwiesen.
Niemand ging leer aus. Zumindest einen Trostpreis sollten die Jungen und Mädchen erhalten, die nun dem Höhepunkt entgegenfieberten. Eine große Kuhpinata hing über ihren Köpfen an der Decke und liess es Konfetti und Süßigkeiten regnen. Mit bonbongefüllten Hosentaschen und Täschchen traten die Kleinen nebst Begleitung nicht nur zufrieden den Heimweg an, sie waren sich auch sicher, im kommenden Jahr wieder dabei zu sein.

Pfarrgemeinde bietet Gruppenstunden an
Reichelsheim - Dorn-Assenheim (hh.) Rund um das Thema Ostern mit bunten Eiern, Eierbechern und Osterhasen drehte sich die Gruppenstunde der fünf- bis achtjährigen Kinder aus der Gemeinde St. Maria Magdalena. Fünfzehn Jungen und Mädchen waren ins Pfarrheim gekommen, griffen voller Elan zu Farben und Pinsel und verwandelten so 80 weiße Eier im Hand umdrehen in bunte Kunstwerke. „Wir pinseln einfach Muster darauf und lassen die Farben ineinander laufen", erklären die kleinen Künstler, während nebenan Punkte auf die Eier gekleckst werden, ja mit Strich und Kringel sogar winzige Landschaften entstehen. „Damit die Eier am Frühstückstisch auch gut schmecken", so ein Mädchen, „bemalen wir unsere selbst gegossenen Eierbecher noch mit österlichen Motiven". Andere bastelten Osterhasen aus Tonpapier.
Karin Würz erklärte anhand von Bildbetrachtungen die Ostergeschichte anhand der verschiedenen Kreuzwegstationen. Zum Schluss gab es noch eine Überraschung im Pfarrgarten. Der Osterhase hatte vorgearbeitet und kleine Schokohasen versteckt, die die Kinder genüsslich suchten.
Alle zwei Wochen, jeweils Freitag von 16 - 17.30 Uhr treffen sich die Kleinen, um gemeinsam zu basteln und Spaß zu haben. Clara Bommersheim, Michelle Faulstich und Davina Münch planen und bereiten mit Karin Würz und Yvonne Scoggins die Gruppenstunden vor. Bei gutem Wetter wird im Garten Fußball gespielt oder eines der vielen Teamspiele ausprobiert.
Die nächste Gruppenstunde ist am Freitag, 29. April wieder im Pfarrheim zum Thema Muttertag.
Gruppenstunde für Kinder
ab 6 Jahren
findet im 14-tägigen Wechsel im Pfarrheim statt.
Angeboten werden Spiel -und Bastelspaß unter verschiedenen Themen der Jahreszeit entsprechend.
DIE TERMINE FINDEN SIE IN UNSEREM PFARRBRIEF!
