Jakobus-Pilger unterwegs
Auch in diesem Jahr machten sich wieder einige Jakobus-Pilger unserer Pfarrei auf den Weg Richtung Santiago de Compostella.
Diesmal pilgerten wir von Le Puy en Velay nach Figeac. Auf dem 1. Teilstück der Via Podiensis legten
wir 217 km zu Fuß zurück. Nun sind es nur noch 505 km bis Roncevalles in Spanien und noch 1269
km bis Santiago. Bisher haben wir von Rorschach bis Figeac insgesamt 1050 km zurückgelegt. Neben
einigen Jakobus-Kapellen und Statuen begegnete uns immer wieder der Hl. Rochus von Montpellier.
Viele Quellen und kleine Kapellen waren nach ihm benannt.
Die Überlieferungen über Rochus sind legendär. Demnach verlor er schon früh beide
Eltern, schenkte sein Vermögen den Armen, trat in den Dritten Orden der Franziskaner
ein und begab sich 1317 auf Pilgerfahrt nach Rom; unterwegs half er bei der Pflege von
Pestkranken, dabei zeigte sich seine Gabe, Pestkranke allein durch das Zeichen des Kreuzes
Christi wundersam zu heilen. In Rom heilte wieder viele Menschen, darunter einen Kardinal,
dennoch blieb er arm und ohne Ansehen. Auf der Rückreise wurde er in Piacenza selbst
von der Pest befallen; im Spital ob seiner Armut nicht geduldet, zog er sich in eine Hütte
des nahen Waldes zurück. Da erschien ein Engel zu seiner Pflege, und der Hund eines
benachbarten Edelmanns bracht ihm Brot, bis er genesen heimkehren konnte.
1322 kehrte er dann nach Montpellier zurück, aber Rochus wurde für einen Spion gehalten,
man warf ihn ins Gefängnis. Demütig wie immer verschwieg er seine wahre Identität und
verharrte fünf Jahre, bis zu seinem Tod, im Kerker. Erst dann wurde er an dem kreuzförmigen
Muttermal auf seiner Brust erkannt, das seit seiner Geburt immer größer und schöner
geworden war.(Heiligenlexikon)
Rochus wird wie Jakobus als Pilger mit Pilgerstab, Hut und Muscheln am Gewandt dargestellt, doch
hat er stets einen Hund zu Füßen und sein Gewandt bis über dem Knie hoch gezogen.
Nur noch 1700 km bis Santiago
In diesem Jahr legten die Jakobus-Pilger auf dem Weg von Genf bis zum französischen Ort Le Grand-Lemps (zwischen Le Pin und La Cote St. Andrè) 166 km zurück. Bei strahlendem Sonnenschein, aber auch im strömenden Regen wanderten sie bergauf und bergab dem großen Ziel entgegen. Am Wegesrand begegneten ihnen einige Pilgerstatuen und diesmal sogar einige andere Pilger.
Jakobus-Pilger on Tour
In den Sommerferien 2003 und 2004 waren die Jakobus-Pilger auf großer Tour in der Schweiz. Unser Weg begann in Rorschach am Bodensee und führte uns über St. Gallen, Einsiedeln bis Brunnen am Vierwaldstätter See. Im Jahre 2005 erkundeten wir den heimischen Wegabschnitt von Dittelsheim nach Worms und in diesem Jahr waren wir drei Tage im Pfälzer Wald unterwegs und wanderten von Speyer nach Elmstein.