Kantorendienst


Zitat aus Rupert Bergers „Kleines liturgisches Wörterbuch":

 

Fr. Gisela Heinz

„Kantor (lat.), der Vorsänger, einer der notwendigsten Dienste in einem recht gefeierten Gottesdienst, insofern der Gesang zu dessen Struktur gehört. Wie der alte Name psalmista (griechisch noch heute psaltis) zeigt, ist seine erste Aufgabe das Singen der Psalmverse beim responsorischen Psalmensingen, sodann der Vortrag der Soloverse in den daraus entwickelten Formen des Zwischengesanges in Wortgottesdienst und Stundengebet; ferner führt und leitet er den Gesang der Gemeinde. Sein Dienst, der in Rom vor Gregor dem Großen vielfach von Diakonen ausgeübt wurde, ist zu unterscheiden von der Aufgabe der Schola, der die antiphonalen Prozessionsgesänge zukommen im festlichen Gottesdienst; der Kantor ist (schon wegen der wichtigen Funktion der Zwischengesänge) auch im einfachen Gottesdienst notwendig; er ist wichtiger als der Organist. Als im Mittelalter die Schola das Volk vom Responsum ausschloss, wurde der Kantor von einem Vorsänger der Gemeinde zu einem Vorsänger innerhalb der Schola."

Nach dem Konzil redet man nicht mehr von Zwischengesang sondern vom

-Antwortpsalm
-Ruf vor dem Evangelium

Unsere Gemeinde ist in der glücklichen Lage, über eine Kantorin zu verfügen:
Seit 1988 ist Frau Gisela Heinz, Gustavsburg, „im Einsatz". So unterstützt fast jeden Sonntag und dienstags eine Kantorin die Feier des Gottesdienstes.