Kirchenmusik - klassisch oder modern
Die Orgel der Christkönigskirche

Die Die Interimsorgel, gefertigt vom Orgelbauer Oberlinger / Windesheim, die an Stelle der alten Orgel ihren Dienst verrichtet.
Die Kirchenorgel ist ihrer Art und Entstehung nach das Musikinstrument der Kirche und der Liturgie schlechthin. Seit jeher gibt die Kirche der Orgel die Aufgabe des Gesangs, anfangs im Wechsel mit der Gemeinde (alternativ). In einer solchen selbständigen liturgischen Funktion tat die Orgel jahrhundertelang ihren Dienst. Zur Begleitung des Gemeindegesangs wurde die große Orgel erst spät etwa seit der Mitte des 17. Jahrhunderts herangezogen.
Über die zur Zeit zu hörende Orgel etwas zu schreiben fällt deshalb schwer, da, was derzeit an Pfeifen und Technik auf der Empore steht, mit Sicherheit nie als einheitliches Ganzes für den Kirchenraum konzipiert war. Vielmehr handelt es sich um das Aneinanderstückeln verschiedener Orgelteile im Laufe der letzten ca. 60 Jahre. Aus verschiedenen Quellen konnte folgendes zusammenge-tragen werden:
Die älteste Niederschrift über eine Bischofsheimer Orgel ist im "Handbuch der Diözese Mainz 1931" erfaßt. Darin heißt es:
Mainz-Bischofsheim ... Orgel: 1828 von Waldhaus gebaut, 10 Register, elektr. Gebläse ...
Aus anderer Literatur kann entnommen werden, daß die Orgel für den großen Kirchenraum zu schwach war und deshalb 1939 durch eine neue Orgel der Orgelbauer Gerhardt, Boppard ersetzt wurde. Diese hatte zwar nicht mehr Register, konnte aber durch völlig andere Mensuren und der Prinzipal 8'Basis den Raum einigermaßen füllen. Mit dieser Ausgangsbasis wurde die Orgel später bis zur heutigen Disposition erweitert.
Unsere alte Orgel
Wir hatten in Bischofsheim heute eine zweimanualige Orgel (1. Manual 10 Register; 2. Manual 7 Register) mit Pedal (6 Register).
Die Technik dieser Orgel wird pneumatische Traktur genannt. Die Steuerung der Register (An und Abschalten von ganzen Registerreihen) sowie die Steuerung der einzelnen Tasten (je Taste wird ein Ventil geöffnet bzw. geschlossen) wird von einzelnen, ursprünglich Bleiröhrchen, in unserem Fall von Kunststoffschläuchen übernommen. Durch Tastendruck strömt der Wind durch den Schlauch zu den Pfeifenventilbälgchen, welche wiederum den Wind für das Erklingen der Pfeife freigeben. Ein großer Nachteil dieser Traktur besteht in der schlechten Ansprache der Pfeifen. Das Erklingen eines Tones bei Tastendruck verzögert sich. Auch der sogenannte Tonansatz der Pfeife ist vom Anschlag ganz unabhängig. Gerade aber der Ansatz ist ein wesentlicher Charakter des Tones.
Diese Trakturart kam erst Ende des 19. Jahrhunderts auf (hauptsächlich wohl um Geld zu sparen). Vorher, wie auch heute wieder, baute man die Orgeln mit einer mechanischen Traktur. Die Verbindung der Tasten mit den Ventilen der Pfeifen (Windlade) wird mit Zugruten (genannt: Abstrakte), das sind dünne Stäbchen mit verschiedenen Winkeln, gesteuert. Der Organist kann hier den Tonansatz wesentlich besser beeinflussen und der Ton erklingt ohne Verzögerung.
Wert unserer Orgel
Unserer Orgel fehlt ein sogenannter"Prospekt", d. h. ein eigenes Orgelgehäuse, die Pfeifen stehen mehr oder weniger frei auf der Orgelempore. Abgesehen vom optischen Eindruck, lassen auch der akustische und technische Eindruck sehr zu wünschen übrig. Abgesehen von der Verwendung von im Orgelbau ungeeigneten Materialien (Preßspan, Kunststoff etc.) funktioniert das Instrument nur noch teilweise: Töne fehlen oder sprechen nicht an, wegen des pneumatischen Systems ist ein präziser Anschlag unmöglich und damit die Darstellung eines großen Teils der Orgelliteratur. Wegen des teilweise schlechten Pfeifenmaterials (Zink) und wegen grober intonatorischer Mängel sind manche Register unbrauchbar. In einer Aktennotiz vom 09.02.1993 des Kirchenmusikdirektors Thomas Drescher vom Institut für Kirchenmusik im Bistum Mainz (IFK) heißt es:
"... da der Zustand des Instruments schlecht und sein Funktionssystem äußerst störanfällig ist, können weitere Investitionen zu dessen Erhaltung fachlicherseits nicht befürwortet werden. Deshalb sollte sich die Gemeinde ernsthaft Gedanken um eine (neue) Orgel machen."
Eine neue Orgel für unsere Christkönigs-Kirche ?!?!
Seit 1994 befaßt man sich schon mit dem Gedanken einer neuen (eigentlich der ersten) Orgel, die von einem qualifizierten Orgelbauer für unsere Kirche optisch und klanglich als einheitliches Ganzes konzipiert und angefertigt wird. Da sich ein "Orgelprojekt" meist über mehrere Jahre hinzieht, wurde eine Grundsatzentscheidung zur Anschaffung einer Orgel getroffen.
Mit den zuständigen Stellen, wie z. B. dem IFK, dem Bauamt des Bischöflichen Ordinariats Mainz, der bischöflichen und staatlichen Denkmalpflege sowie verschiedenen Orgelbauern wurde bereits Kontakt aufgenommen. Nach einigen Gesprächen besteht nun die einhellige Meinung darüber, daß die neue Orgel am Westfenster, über dem Hauptportal, auf einer neu zu bauenden reinen Orgelempore ihren Platz findet. Da das große Fenster als Lichtquelle erhalten bleiben muß, ergibt sich eine Zweiteilung des Prospekts (Ansicht der Orgel), symmetrisch links und rechts neben dem Westfenster.
Dieser Standort ist mit allen Sachverständigen abgestimmt worden und wird auch als der einzig mögliche Standort betrachtet. Eine "richtige" Orgel läßt die zur Verfügung stehende Höhe auf der jetzigen Orgelempore nicht zu.
Die finanzielle Belastung dieses Projekts für unsere Pfarrgemeinde ist sehr hoch (ca. 200.000,00 bis 250.000,00 €). Sobald ein gewisser Grundstock an Eigenkapital da ist, wird wahrscheinlich eine vorläufige kleine Orgel im Altarraum aufgestellt. Diese wird bei Anschaffung der endgültigen Orgel von der Orgelbauwerkstatt wieder zurückgenommen.
Organisatorisch und finanziell haben wir uns mit diesem Orgelprojekt eine große Aufgabe vorgenommen.
Die Orgel hat im Gottesdienst verschiedene Aufgaben zu erfüllen: die feierliche Ein und Ausleitung, die Vorbereitung und Führung des Gemeindegesangs, die Begleitung des Chorgesangs, das instrumentale Spiel während Opfergang und Kommunion. Für diese Aufgaben ist ein bestimmtes Minimum an Registern notwendig. Wobei man den Wert einer Orgel nicht allein an der Registeranzahl ausmachen sollte. Hier gilt der Leitsatz: Lieber eine gute Orgel mit 25 Registern, als eine minderwertige mit 50 Registern. Mit 25 Registern, verteilt auf mindestens zwei Manuale und Pedal, läßt sich die ältere und neuere Orgelmusik gut darstellen und sollte daher auch für uns eine Richtzahl sein, da es beim Orgelspiel auf mehr als auf die bloße Begleitung des Gemeindegesangs ankommt.
Bitte unterstützen Sie uns finanziell bei unserem Orgelprojekt. Ihre Spende ist steuerlich voll abzugsfähig. Selbstverständlich stellt Ihnen das Pfarrbüro auf Wunsch gerne eine entsprechende Spendenbescheinigung aus.
Hier ist die Nummer unseres Orgelkontos:
- Volksbank Mainspitze e.G.
- BLZ: 508 629 03
- Konto 25 19 100
Für weitere Auskünfte, technische Details oder Fragen steht Stefan Finkenauer unter stefan.finkenauer
t-online.de jedem Interessierten gerne zur Verfügung.
Die Organisten

Seit 1986 ist Stefan Finkenauer Organist in der Gemeinde. Von 1990 bis 1993 absolvierte er im Institut für Kirchenmusik in Mainz seine C-Ausbildung, die ihn als Organist und Chorleiter qualifizierte. Seit 1988 steht ihm Alexandra Wagner als Organistin zur Seite. Sie ist im Besonderen an der musikalischen Planung der Hochfeste im Kirchenjahr beteiligt. Eine möglichst festliche Gestaltung der Weihnachts-und Ostergottesdienste und anderer herausragender kirchlicher Feste ist ihr Anliegen.
Die Kantorin

Hallo! Vielleicht hast Du mich schon einmal sonntags im Gottesdienst singen gehört und Dich gefragt, wer ich wohl bin.
Ich heisse Birgitt Stumpf-Schmidt . Zur Zeit versehe ich leider ganz alleine das schöne Amt des Kantorendiestes in unserer Pfarrgemeinde.Meine Mitstreiterin Manuela Hennig ist durch ihr Studium leider nicht mehr in Bischofsheim wohnhaft. Ich würde mich gerade deshalb sehr freuen, wenn ich durch einen Sänger oder eine Sängerin ( oder mehrere) Unterstützung erfahren würde. Seit nun 10 Jahren gestalte ich als Kantorin den Gemeindegottesdienst ( hauptsächlich sonntags) mit. Für mich ein Amt ,das mir viel Freude macht und mein Leben als Christin bereichert. Viele denken sicher mit einem mulmigen Gefühl daran, vor der Gemeinde zu stehen und zu singen. Durch zu Beginn gemeinsames oder abwechselndes Singen könnte aber eine Sicherheit entstehen, so dass es später auch möglich sein wird ,alleine vor die Gemeinde zu treten. Nur Mut , ich würde mich über Unterstützung sehr freuen.
- Ansprechpartner: Birgitt Stumpf-Schmidt, Tel. 43291´m oder melde Dich im Pfarrbüro.
Der Christkönig-Chor

Christkönig-Chor und Ev. Posaunenchor gemeinsam beim Kerwe-Gottesdienst In Bischofsheim ist es schon seit vielen Jahren Tradition, daß eine Gruppe für die gesangliche Mitgestaltung des Gottesdienstes da ist.
Früher waren es teilweise bis zu 60 Kinder in der Schola, die jeden Sonntag und an Feiertagen die Liturgie mittrugen. Leider wurden es immer weniger Kinder und Jugendliche mit Interesse am Gesang, so daß man im Herbst 1993 versuchte, auch erwachsene Sängerinnen und Sänger für den Kirchengesang zu begeistern.
Anfangs wurden gemeinsam mit den Kindern meist ein oder zweistimmige Gesänge geprobt. Recht bald wurden es immer mehr Gemeindemitglieder, die Lust hatten, sich in dieser Form bei der Gestaltung des Gottesdienstes zu beteiligen. So entstand im Januar 1994 der Christkönig-Chor. Über 25 Sängerinnen und Sänger jeder Altersgruppe treffen sich montags um 18.30 Uhr im Pfarrsaal der ChristkönigsKirche. Im Vordergrund steht für diesen Chor nicht die Einstudierung von Konzertstücken und der Auftritt vor "großem" Publikum, sondern der Spaß am Singen und die Feier der Gottesdienste gemeinsam mit der Gemeinde. Dazu gehören z. B. mehrstimmige Lieder aus unserem "Gotteslob", gemeinsam oder im Wechsel mit der Gemeinde gesungen, feierliche Gestaltung der liturgischen Gesänge im Gottesdienst (z. B. Kyrie, Gloria, Agnus Dei, Psalmen), Choralgesang aber auch Lieder aus dem Bereich "Neues geistliches Lied". In den letzten beiden Jahren wurde schon einiges geschafft, aber es gibt für uns noch jede Menge Literatur zu entdecken.
Neue Sängerinnen und Sänger (!) sind uns herzlich willkommen. Es ist nicht erforderlich, Chorerfahrungen mitzubringen, sondern einfach ein bißchen Mut und Lust am Singen. Es gibt bestimmt noch Leute, die noch gar nicht wissen, daß sie singen können.
Das Foto zeigt den Chor beim gemeinsamen Musizieren mit dem Evangelischen Posaunenchor beim Kerwegottesdienst.
- Chorleiter und Kontaktperson ist Stefan Finkenauer