Sankt Petrus in Ketten, Astheim

Die katholische Kirche Astheims ist wohl eines der Hauptdenkmäler der Astheimer Geschichte und birgt einen großen Reichtum an Entwicklung und auch Veränderung in sich. Obwohl urkundlich nicht festgestellt, besteht ein Gotteshaus seit dem 13. Jahrhundert.

Die heutige Kirche wird erstmalig im Jahre 1651 erwähnt, als sie, wie so oft in ihrer Geschichte, durch Hochwasser zerstört wurde. Bis am 02. September 1703 der Weihbischof Edmund Geduld von Jungenfeld die Kirche weiht, ist wenig Geschichtliches überliefert. Aber bis heute wird am ersten Sonntag im September der Kirchweihtag (Kerb) in Astheim mit einem Volksfest begangen.


Zum Weihe- und Namenspatron hatte man den heiligen Petrus in Ketten ausgewählt. Der Apostel Petrus war für seinen Glauben im Gefängnis und wurde auf wunderbare Weise befreit (Apg. 12,1-10). Dies ist auf einem Gemälde an der Decke des Kirchenschiffs dargestellt.


Mit dem barocken Hochaltar, einer vergoldeten Monstranz aus dem Jahr 1753 und einem Speisekelch sowie einer wertvollen Dreymann-Orgel aus dem 19. Jahrhundert verfügt die Astheimer Pfarrkirche über seltene Kostbarkeiten von kunsthistorischem Wert.


Nicht zu vergessen sind die Glocken, die die Kirche seit mindestens dem Jahr 1779 beherbergt. Die heutigen Glocken wurden 1953 geweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Ihr Geläut hat das „Te Deum“- oder „Salve Regina“-Motiv.


 

St. Petrus