Rückblick
Mit der Industrialisierung im 20. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung in Offenbach stark an. Im Osten der Stadt entstand ein großes Neubaugebiet. Die kath. Kirchengemeinde wuchs und damit die Notwendigkeit, neben St. Paul (1826), eine zweite Kirche für die Gläubigen zu bauen.
1896 wurde die erste Notkirche gebaut. An der Stelle der heutigen Kirche.
1905 entstand in der Krafftstrasse 19 der Bau des Marienheimes, das Schwesternheim der "Schwestern von der göttlichen Vorsehung". Hier bezog der vorhandene Kindergarten St. Marien sein Domizil.
1908 Rektor an der Notkirche,
1910 - 1938 Erbauer und Pfarrer der Marienkirche: Bernhard Grein
Um Platz für einen Kirchen-Neubau zu schaffen, muss die alte Notkirche abgerissen werden. Ein provisorischer Gottesraum, der spätere Gemeinde- und Mariensaal, wird neu geschaffen.
1911 Einweihung der 2. Notkirche, der jetzige Gemeinde- und Mariensaal, in der Krafftstrasse 21.
1911 erfolgte die Grundsteinlegung für die jetzige neubarocke Marienkirche mit dem Pfarr- und Küsterhaus.

Die Marienkirche wurde als dreischiffiges Gebäude errichtet und trägt den Titel
"Unsere liebe Frau vom hl. Rosenkranz".
Sie ist die einzige neubarocke Kirche der Stadt Offenbach,
erbaut in Stahlbetonbauweise unter der Leitung von Dombaumeister Prof. Ludwig Becker, Architekt A. Falkowski und Pfarrer Bernhard Grein zwischen 1911 - 1913
1913 Konsegration der Marienkirche durch Bischof Kirstein
1938 - 1966, in politisch schwieriger NS-Zeit, lenkte Pfarrer Nicolaus Schumacher die Geschicke der Gemeinde.
1966 - 1988 wirkte Pfarrer Alois Kreft. Es ist eine Zeit der Umschichtung der Alters- und Bevölkerungsstruktur in der Offenbacher Innenstadt.
Durch den Bau der S-Bahn-Trasse, die unterirdisch die Bieberer Straße entlangführt, wurden erhebliche Gebäudeschäden an der Marienkirche verursacht.
1999 erhält der Glockenturm zwei zusätzliche Bassglocken.
Seit 2001, nach einer zweijährigen Grundsanierung, erstrahlt die Marienkirche in neuem Glanz. Ein Schmuckstück für Offenbach. Kardinal Lehmann weiht den Voraltar und steht der Eucharistiefeier zur Widereröffnung vor.
2005 wird das Geläute erneut mit einer Klangkrone um zwei Glocken erweitert.
2006 schultert die Gemeinde den Bau eines naturnahen Spielplatzes im Innenhof.
2008 folgte der Kita-Umbau mit neuestem wissenschaftlichen Innenraumkonzept zur Förderung von Kreativität, Kommunikation und kindlicher Bildung.
2007 steht weiter für eine Zeit des Wandels und der Neuorientierung. Die Bau- Verkehrs- und Bevölkerungsstruktur hat sich deutlich verändert. St. Marien zählt heute zu den typischen Großstadtgemeinden. Der Anteil der deutschsprachigen Gemeindemitglieder nimmt ab. Verbunden mit einer hohen Fluktuation wächst der Anteil der fremdländischen Bevölkerung.
Auf Pfarreiebene sind 25 % der Bevölkerung, nämlich etwa 3.725 Menschen, Mitglieder der katholischen Kirche. Davon 55 % deutschsprachig. Am stärksten sind in unsrer Pfarrgemeinde die Italiener vertreten, gefolgt von den Kroaten, Polen, Spaniern und Portugiesen. Der nichtchristliche Gesamtbevölkerungsanteil liegt bei über 50 %.



