Die Klais-Orgel
Empore mit Klais-Orgel
Die historische Orgel wurde 1914 auf der Empore über den Eingangsportalen von der Orgelbauanstalt Klais als ,romantisches Werk' (Opus 528) in pneumatischer Konzeption errichtet. 1973 wurde die pneumatische durch eine elektropneumatische Traktur ersetzt und ein neuer freistehender Spieltisch hinzugefügt.
Die zweimanualige Denkmalorgel hat in ihren 30 Registern (Hauptwerk, Schwellwerk und Pedal, dazu Spielhilfen) ca. 1750 Pfeifen. Die historische Orgel wird als klangvolles Instrument in Offenbach geschätzt und gehört zu den sechs übriggebliebenen Instrumenten der Firma Klais aus jener Zeit.
Aufgrund ihrer stilistischen Geschlossenheit, ihrer Charakteristik und ihres Erhaltungsgrades kommt der Klais-Orgel in St. Marien zu Offenbach/Main eine herausragende Bedeutung zu, da im Bistum Mainz, wie auch im übrigen Rhein-Main-Gebiet, als Folge von Kriegszerstörungen sowie durch Abriss- und Umbaumaßnahmen in der Nachkriegszeit kaum noch Instrumente dieser Art erhalten sind.
Orgelansicht 2001
Sie wurde im Zuge der Kirchensanierung in der Zeit von 1999 - 2001 generalüberholt. Das ehemals zugemauerte Emporenfenster ist wieder freigelegt.
Sie können die Orgel-CD
„Die Historische Klais-Orgel St. Marien Offenbach am Main"
Thomas Gabriel
Hans-Wolfram Hooge Orgel
als Erinnerung gegen eine Spende von 10 € im Pfarrhaus erwerben.
Neues Jahrbuch für das Bistum Mainz 2003
Achim Seip
128 Seiten, 53 Farb- und 5 Schwarzweiß-Abbildungen, mit einem Register der Orgelbauer, Format 17,5 x 24,5 cm, Broschur, € 12,50.
ISSN 1432-3389 / ISBN 3-934450-14-8
Alte und neue Orgeln im Bistum Mainz
Im Bistum Mainz gibt es eine Jahrhunderte alte Tradition qualitätsvollen Orgelbaus. Bedeutende Orgelbauer wie die Gebrüder Stumm, Bernhard Dreymann, Martin Schlimbach, die Familie Schlaad-Engers oder Michael Körfer geben davon beredtes Zeugnis. Einige dieser Orgeln konnten inzwischen denkmalgerecht restauriert werden. In jüngster Zeit kamen mehrere bedeutende Orgelneubauten hinzu, so dass die über 400 Orgeln in den Kirchen und Kapellen der Mainzer Diözese ein breites Spektrum des Orgelbaus dokumentieren. Der vorliegende Band bietet eine repräsentative Auswahl an historischen und neueren Instrumenten und berücksichtigt dabei möglichst viele Orgelbauer sowie die verschiedenen Regionen. ................

Original
