Chagall-Fenster

 

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Nach Abschluss der Wiederherstellung der im Krieg schwer zerstörten Kirche Mitte der siebziger Jahre gelang es dem damaligen Pfarrer Klaus Mayer, Marc Chagall für die Gestaltung eines Fensters in Glasmalerei zu gewinnen.

Bald nach dem Einbau in der Apsis 1978 folgten zwei weitere Fenster und bis 1985, kurz vor Chagalls Tod, noch weitere sechs. Ostchor und Querschiff bildeten damit das einzige ikonographische Glaskunstwerk des weltberühmten Malers in Deutschland.

Der langjährige Mitarbeiter und Freund Chagalls, der Seniorchef des Glasateliers Simon in Reims, Charles Marq, setzte das Werk der Fenstergestaltung in der ganzen Kirche fort und schuf bis 2000 die achtzehn Fenster des Langhauses und Westchors, die keine Imitation des Meisters darstellen, sondern individuell aber in Harmonie mit den schon vorhandenen ihre eigene Sprache sprechen.

Noch heute erläutert Monsignore Mayer mehrmals im Monat in ausführlichen Meditationen Chagalls biblische Botschaft: die drei in leuchtendem Blau gehaltenen Fenster mit der Vision des jüdischen Künstlers vom Gott der Väter Abraham, Isaac, Jakob und Moses und die Heilsgeschichte des Volkes Israel bis zur Kreuzigung Jesu und dem ewigen Sabbat. Die drei seitlichen Chorfenster illustrieren ausgewählte Psalmen, die drei abstrakt gehaltenen des Querschiffes schaffen eine Vorhalle aus Licht, deren Farbenspiel auf die Bilder im Chor einstimmen.

Marc Chagall

Mit 177 Quadratmetern Buntglas hat Marc Chagall der Stephanskirche sein größtes Werk der Glasmalerei hinterlassen, das jeden Tag von vielen Besuchern aus aller Welt bewundert wird.

 

 

 

 

 

Meditationen:
von Monsignore Klaus Mayer,
90 bis 120 Minuten,
Termine hier

Erläuterungen der Fenster:
Jeden Sonntag nach der 11-Uhr-Messe
(20-30 Minuten)

Führungen:
Für Schulklassen und andere Gruppen
nach Vereinbarung (30-60 Minuten,
evtl. mit Besichtigung des Kreuzgangs)

Anfragen:
über das Pfarrbüro   Tel. 06131 - 23 16 40
oder per Mail pfarrbuero@st-stephan-mainz.de