Aus unserem Archiv
Stützarbeiten im Dachstuhl abgeschlossen - Wir können wieder in die Peterskirche!
19. Juni 2010
Am 17. Mai, vor nunmehr 5 Wochen, mussten wir die Kirche umgehend schließen, da über dem Kirchengewölbe im 1949 errichteten Dachstuhl über den sogenannten „Mittelfetten" in den horizontal eingebauten Brettern (also nicht den Pfosten) Risse festgestellt wurden. Unverzüglich wurden Gerüstbauer und Zimmerer beauftragt, die entsprechend notwendigen Sicherungsmaßnahmen durchzuführen. Seitdem werden die beschädigten Hölzer alle durch Pfosten und Balken gestützt. Ein Statiker und ein Ingenieur des Diözesanbauamtes begleiten die Arbeiten. In den kommenden Tagen sind die Stützmaßnahmen abgeschlossen, und wir werden am Wochenende 26./27. Juni wieder die Gottesdienste in der Kirche feiern können. Die Gefahr, die von den Schäden im Dachstuhl ausging, ist damit beseitigt. Herzlich danke ich Herrn Architekt Rainer Cebulla vom Diözesanbauamt, Herrn Diplombauingenieur Thomas Bassier, den Mitarbeitern der Fa. Neger (Gerüstbau) und der Fa. Ammann (Holzbau) für ihren unverzüglichen Einsatz und das zügige Arbeiten über dem Gewölbe der Kirche.
Ein herzliches Dankeschön gilt auch Pfarrer Dr. Weinert und der Gemeinde von St. Quintin für ihr sofortiges, unbürokratisches und größtes Entgegenkommen!
In St. Quintin konnten wir die Vorabendmessen und sonntags die Messfeiern um 10:00 Uhr mit der Quintinsgemeinde feiern. Auch ein Konzert, eine Taufe und eine Trauung wurden in die Quintinskirche verlegt. Von den entsprechenden Verantwortlichen waren auch St. Antonius, St. Ignaz, Dom und auch die evang. Christuskirche als Ersatzorte angeboten worden, allen gilt mein herzlicher Dank!
Wir sind froh und erleichtert, dass die „Notoperation" am Dachstuhl ein glückliches Ende gefunden hat und wir wieder in unsere vertraute geistliche Heimat zurückkehren dürfen. Der ein oder andere hat sicherlich „seine" Peterskirche auch wieder neu schätzen gelernt. Vielleicht können wir auch ein wenig nachfühlen, wie bitter es für praktizierende Christen sein kann, wenn man nicht mehr regelmäßig in der eigenen Kirche einen Gottesdienst feiern kann oder wenn Kirchen (z.B. aus wirtschaftlichen Gründen) geschlossen werden müssen (viele z.B. im Bistum Essen).
Leider mussten der Tag des Gebetes (am Herz-Jesu-Fest) und das für den 20. Juni vorgesehene Pfarrfest ausfallen. Da schon in 2 Wochen die großen Ferien beginnen, konzentrieren wir uns bei allen Planungen nun auf das zweite Halbjahr.
Die Dachstuhlarbeiten haben außerplanmäßig erhebliche Kosten verursacht. Wir rechnen mit 70.000,- €, davon zahlt die Hälfte das Bistum, die andere Hälfte müssen wir selbst aufbringen. Aus diesem Grund wollen wir zukünftig an jedem 1. Sonntag im Monat die Kollekte in den Gottesdiensten (incl. Vorabend) zugunsten der Instandhaltungsarbeiten an und in unserer Peterskirche halten. Diese möchte ich Ihnen besonders anempfehlen. Im nächsten Jahr werden wir mit der notwendigen Außenrenovierung beginnen, auch dann kommen erhebliche Kosten auf uns zu. Für jede Spende und Unterstützung sind wir von Herzen dankbar.
In wenigen Tagen hat die Zeit des Exils ein Ende. St. Peter heißt uns herzlich willkommen. Wir freuen uns!
Hier ist ein Filmbeitrag über die Reparaturarbeiten in St. Peter
http://www.bistummainz.de/bistum/aktuell/vidcast/2010/stpeter.html
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22. Mai 2010
St. Peter bleibt aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen
Aus Sicherheitsgründen muss unsere Pfarrkirche St. Peter in Mainz vorübergehend geschlossen bleiben. Bei Voruntersuchungen für die geplante Außensanierung der Kirche wurden am Montag, 17. Mai, Schäden im Nachkriegsdachstuhl der Kirche entdeckt. Um mögliche Gefahren für Besucher und Gottesdienstteilnehmer abzuwenden, wurde die Kirche deshalb noch am gleichen Tag in Rücksprache mit dem Baudezernat des Bistums und dem Generalvikar vorübergehend geschlossen. In Absprache mit dem Ordnungsamt der Stadt wurde auch der Gehweg an der Kirche auf der Großen Bleiche gesperrt.
Es wurde umgehend ein Zimmerer damit beauftragt, den Dachstuhl soweit zu verstärken, dass die akuten Gefahren behoben werden. Diese Maßnahme wird mehrere Wochen dauern. Derzeit kann noch nicht genau vorhergesagt werden, wie lange St. Peter für die Öffentlichkeit gesperrt sein wird. Ich selbst gehe davon aus, dass die Sicherungsarbeiten bis Mitte/Ende Juni andauern werden. In dieser Zeit feiern wir unsere Gemeindegottesdienste in St. Quintin samstags abends um 18:00 Uhr, zudem sonntags um 10:00 Uhr gemeinsam mit der Pfarrgemeinde St. Quintin. Die Werktagsgottesdienste entfallen. Ich verweise auf die Werktagsmessen in der Karmeliterkirche, montags bis freitags um 18:30 Uhr.
Dankbar bin ich den Verantwortlichen der katholischen Innenstadtkirchen für Ihr Entgegenkommen. Denn für ein in der Peterskirche vorgesehenes Konzert am 12. Juni (organisiert vom Haus Burgund) können wir auf die Quintinskirche ausweichen. Und auch die in St. Peter vorgesehenen Trauungen können wir nach St. Antonius, St. Quintin, den Dom oder St. Ignaz verlegen. Für die betroffenen Brautpaare ist das alles mit Umständen verbunden, aber es hatten auch alle Verständnis für die plötzlich eingetretene Situation, die viele erschrocken hat. Die in den nächsten Wochen vorgesehenen Führungen fallen natürlich aus.
Liebe Gottesdienstbesucher,
ich freue mich, wenn Sie am Gemeindegottesdienst auch während der Sicherungsarbeiten in und auf der Peterskirche teilnehmen.
Wie schon erwähnt, findet er statt in den kommenden Wochen in der Quintinskirche samstags abends um 18:00 Uhr und sonntags um 10:00 Uhr mit der Pfarrgemeinde St. Quintin.
Herzlichen Dank an den Pfarrer von St. Quintin, Herrn Dr. Weinert, dass er uns diese Möglichkeit eröffnet hat
Entnehmen Sie bitte den kommenden Pfarrnachrichten sowie der lokalen Presse, wann die Peterskirche wieder betreten werden darf und dementsprechend auch Gottesdienste wieder gefeiert werden können.
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Auszug aus den Nachrichten aus dem Bistum Mainz vom 6. Oktober 2009:
"Er ist uns in ganz besonderer Weise ein Vorbild"
Lehmann segnete neue Grabstätte von Pfarrer Franz Adam Landvogt in Mainz-St.Peter
Mainz. Der Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, hat die renovierte Ruhestätte von Pfarrer Franz Adam Landvogt (1889 bis 1953) in der katholischen Pfarrkirche St. Peter in Mainz gesegnet.
Lehmann segnete die Grabstätte, die von dem Mainzer Künstler Karlheinz Oswald künstlerisch neu gestaltet wurde, am Montag, 5. Oktober, dem Todestag von Pfarrer Landvogt, im Rahmen einer Heiligen Messe.
In seiner Predigt sagte Lehmann, dass Pfarrer Landvogt in die Reihe der großen Priester des Bistums Mainz gehöre.
Zwar sei Landvogt nicht selig- oder heiliggesprochen, er sei jedoch als vorbildlicher Christ und Priester ein heiligmäßiger Mann gewesen. „Er ist uns in ganz besonderer Weise ein Vorbild", sagte er. Der Kardinal würdigte die Frömmigkeit Landvogts, die mit einer großen Zuwendungsfähigkeit zu den Menschen gepaart gewesen sei. „Er ist im Dienst für andere aufgegangen", sagte er. Landvogt habe die Menschen in den Bombennächten des Zweiten Weltkriegs gesucht, die Ausgebombten besucht, den jungen Männern, die zur Wehrmacht eingezogen wurden, „nächtelang Briefe geschrieben". „Pfarrer Landvogt hat niemanden im Stich gelassen und sich so in die Herzen der Menschen in Mainz hineingeschrieben", betonte Lehmann. Durch die Neugestaltung der Grabstätte werde das Gedächtnis an ihn weiter gepflegt, sagte er. Auch wenn Landvogt nicht selig- oder heiliggesprochen sei: „Dies nimmt nichts von der tiefen Verehrung, die wir ihm schenken. Wir bleiben seiner Heiligkeit am besten auf der Spur, wenn wir den Geist Christi in seinem Leben nachfolgen", hob der Kardinal hervor.
Nachdem an der Grabstätte bereits im Jahr 2003 eine Bronzeplastik von Oswald mit der Büste von Pfarrer Landvogt aufgestellt worden war, hat der Mainzer Künstler nun zwei Buntglasfenster gestaltet. Zudem wurde die noch erhaltene Grabplatte in eine Wand eingelassen. Eine kleine Gedenktafel am Eingang des Raumes informiert über Leben und Botschaft Pfarrer Landvogts, der sich während und nach dem Zweiten Weltkrieg als Mainzer „Trümmerpfarrer" für Arme, Kranke, Obdachlose und für die Jugend eingesetzt hatte. Lehmann erinnerte in seiner Predigt daran, dass Pfarrer Landvogt Menschen beflügelt habe, sein „Werk der Caritas" weiterzuführen. Das Gedenken an Pfarrer Landvogt lebt beispielsweise in dem Mainzer Verein „Pfarrer Landvogt-Hilfe" fort. Der Verein ist Träger einer Teestube für Wohnungslose, einer Kleiderkammer für Wohnungslose sowie der Beratungsstelle „Start-Hilfe", die Menschen ohne feste Wohnung berät und begleitet.
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Einweihung der neu gestalteten Ruhestätte von Pfarrer Landvogt am 05.10.2009
In diesem Jahr wurde auf Veranlassung unseres Verwaltungsrates und in Zusammenarbeit mit dem Diözesanbauamt die Grabstätte von Pfarrer Franz Adam Landvogt (1889 - 1953) renoviert und von Karlheinz Oswald künstlerisch gestaltet.
Nachdem bereits 2003 (zum 50. Todestag von Pfr. Landvogt) die Bronzeplastik mit der Büste von Pfarrer Landvogt aufgestellt worden war, sind nun neben Kreuz, Leuchter und zwei Ständern insbesondere die beiden Buntglasfenster vor den bereits bestehenden Fenstern neu eingesetzt worden (von den Glaswerkstätten Derix aus Taunusstein). Je nach Tageszeit und Helligkeit erscheint der Raum nun in unterschiedlichen Farben und Licht.
Insgesamt ist er sehr schlicht gehalten: die noch erhaltene Grabplatte wurde in eine Wand eingelassen und eine Votivtafel gibt Zeugnis: „Pfarrer Landvogt hat geholfen". Eine kleine Gedenktafel am Eingang des Raumes gibt in aller Kürze den Besuchern Auskunft über Leben und Botschaft des heiligmäßigen Seelsorgers.
Es ist uns eine große Freude, dass unser Bischof, Karl Kardinal Lehmann, am 5. Oktober (Todestag von Pfr. Landvogt) in der Heiligen Messe um 18:00 Uhr die Grabstätte von Pfarrer Landvogt in St. Peter segnen wird. Dazu laden wir Sie herzlich ein.
In der Pfarrer-Landvogt-Hilfe und im ökumenischen wöchentlichen Mittagstisch für Bedürftige in den Pfarreien der Mainzer Innenstadt lebt das Wirken von Pfr. Landvogt, sein caritativer Einsatz, fort. Zwei Arbeiten von Schülerinnen der 8. bzw. 11. Klasse des Rabanus-Maurus-Gymnasiums, die sich mit dem Leben von Pfr. Landvogt ausführlich beschäftigten, gehören zu den 20 rheinlandpfälzischen Landessiegern im diesjährigen Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten zum Thema: „Helden: verehrt - verkannt - vergessen". Anliegen des Pfarrgemeinderates wie auch des Seelsorgerates der Mainzer Innenstadt ist es, die Botschaft des Lebenszeugnisses von Pfr. Landvogt gegenwärtig und lebendig zu halten.
Tag des Gebets in St. Peter am 19. Juni 2009

09:00 Wortgottesdienst zur Aussetzung des Allerheiligsten,
Segnung der Batzekuchen, stilles Gebet
09:30 Bibelgespräch in der Kirche
11:00 Besuch der Kindergartenkinder mit Gebet und Gesang
12:00 AtemPause zum Tag des Gebetes mit Musik und Texten
15:00 Gebetsstunde der Senioren
16:00 Gebetsstunde gestalten von der Frauengemeinschaft
17:00 Gebetsstunde des KKV
18:00 Eucharistiefeier (mit Teilnahme des Kirchenchores) mit eucharistischem Segen
anschl. Umtrunk im Pfarrgarten
ab 9 Uhr werden vor der Kirche Batzenkuchen angeboten
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Kirchweihjubiläum am 7. Mai 2006
Am 7. Mai 2006 beging die Pfarrei St. Peter - St. Emmeran in Mainz in einem feierlichen Pontifikalamt mit dem Bischof von Mainz, Karl Kardinal Lehmann, und in Anwesenheit des Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz sowie weiteren politischen Repräsentanten des Landes und der Stadt Mainz das Weihejubiläum der Kirche.
Zur überaus wechselvollen Geschichte dieses bedeutenden Sakralbaus im mittelrheinischen Raum ist auch eine Festschrift erschienen:
Die Herrlichkeit dieses Hauses - St. Peter in Mainz 1756 bis 2006.
Einblicke in 250 Jahre Geschichte der ehemaligen Stifts- und späteren Pfarrkirche sowie der Pfarrei St. Peter, im Auftrag der Pfarrei St. Peter / St. Emmeran herausgegeben von Thomas Berger, Mainz 2006. ISBN-10: 3-00-018623-9 / ISBN-13: 978-3-00-018623-3

Der Band beschreibt die wechselvolle Geschichte der stadtbildprägenden Rokokokirche. Eingebettet in Stifts- und Stadtgeschichte erschließt sich unterstützt durch zahlreiche und zeitgenössische Bilddokumente, eine lebendige Sicht des Bauwerks und der mit ihm verbundenen Menschen über 250 Jahre. In acht Kapiteln werden Stiftsgeschichte und Baukonzept, die Jahre unter französischer Besatzung und als Garnisonskirche nachgezeichnet, der Pfarrgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert folgen Wiederherstellung und Pfarrgeschichte nach dem 2. Weltkrieg. Einige kirchenmusikalische Notizen schließen den Bogen der geschichtlichen Betrachtung.
Das Buch ist erhältlich im Pfarramt St. Peter zum Preis von € 15,--.
Auf Wunsch versenden wir das Buch auch gerne gegen Erstattung der Porto- und Verpackungskosten in Höhe von EUR 5,-
Bei Interesse schreiben Sie bitte eine Mail an pfarramtsankt-peter-mainz.de

