Wie arbeiten wir?

Maßstab unseres Handelns ist das Evangelium. Dies zeigt sich in der Zuwendung zu den Mitmenschen und in der Hinwendung zu Gott, insbesondere im Beten und in der Mitfeier des Kirchenjahres. Kinder können in der Art und Weise, wie die Erzieherinnen ihnen begegnen, spüren, dass Gott jeden Menschen liebt und annimmt.

Weil jeder Mensch nach dem Bild Gottes geschaffen ist, ist die Würde des Menschen unantastbar. Davon geht unser pädagogisches Handeln aus. Deshalb begegnen wir jedem Menschen mit Würde und nehmen ihn in seiner Persönlichkeit an. Wir hören zu, lassen ausreden, können andere Meinungen stehen lassen, Anderssein akzeptieren. Dies ist uns wichtig in den Beziehungen,

  • der Kinder untereinander,
  • der Erwachsenen zu den Kindern,
  • der Kinder zu den Erwachsenen,
  • der Erwachsenen untereinander.

Wir begleiten die Kinder in der Entwicklung des Selbstvertrauens, Selbstwertgefühls und ihrer Selbstständigkeit.
Kinder dürfen ihre Gefühle leben; sie werden in Entscheidungen eingebunden. Im Kindergarten gibt es Freiräume und Grenzen. Die Kinder dürfen in den Gegebenheiten des Kindergartenalltags ihr Leben frei und offen gestalten, ohne sich und andere zu gefährden oder zu verletzen.

Beobachtung ist ein Grundstein unserer pädagogischen Arbeit, sie ist eine der wichtigsten Aufgaben der Erzieherin. Wir reflektieren unsere Beobachtungen und leiten daraus unser Handeln ab. Wir helfen, regen an und unterstützen da, wo es nötig ist, das Kind zu fördern. Wir halten uns da zurück, wo wir erkennen, dass das Kind eigene Wege findet.

Die Arbeit im Kindergartenalltag ruht auf zwei Säulen:

  • der gruppenübergreifenden Projektarbeit und
  • der Zeit in der Gruppe.

Das Beobachten Einzelner und der Gruppe sowie die Freude am Tun und die Vielfalt der Interessen, Neigungen, Stärken und Schwächen der Kinder ist das Fundament unserer gruppenübergreifenden Projekte . Es gibt vielerlei Projektformen. Abgesehen von den "festen Projekten" gibt es keine festgelegten Tage. Der Zeitablauf wird ständig aktualisiert. Die Zeit für Projekte geht am Vormittag bis 11 Uhr, anschließend beginnt die Zeit in der Gruppe.

Die Zeit der Gruppe ist dien zweite Säule unserer pädagogischen Konzeption. Sie stärkt die Beheimatung in der eigenen Gruppe. Das Gemeinschaftsgefühl und die Gruppenzugehörigkeit wird gefördert. Die Atmosphäre in der Einrichtung ändert sich. Es wird ruhiger. Die Zeit der Gruppe ist zwischen 11 Uhr und 12 Uhr. Die Gestaltung liegt in der Verantwortung der Erzieherinnen der einzelnen Gruppen und ist variabel.

Kinder, die länger als 12.30 Uhr in der Einrichtung bleiben, nehmen zwischen 12.30 Uhr und 13.30 Uhr entweder ein warmes Mittagessen, das vom Kindergarten zubereitet wird, oder ein „Lunch" ein, das von zuhause mitgebracht wird. 

Als familienergänzende Einrichtung legen wir großen Wert auf die Zusammenarbeit mit den Eltern. Ein vertrauenvolles Verhältnis zwischen Eltern und Erzieherinnen ist eine notwendige Voraussetzung, um die gemeinsame Erziehungsaufgabe zu erfüllen.

  • In Elterngesprächen überlegen und reflektieren wir gemeinsam, welche Unterstützung wir dem Kind anbieten können.
  • Elternabende, die über unsere Arbeit informieren oder verschiedene Themen aufgreifen, sind Bestandteil unserer Arbeit.
  • Wir freuen uns, wenn Eltern ihre Fähigkeiten im Kindergarten und für die Kinder einbringen.