Informationen zur Pfarrei St. Laurentius


Informationen zur Pfarrei

Früher war Ebersheim ein selbständiger Ort. 1969 wurde Ebersheim als Vorort in die Stadt Mainz eingemeindet.

Die Pfarrgemeinde St.Laurentius Mainz-Ebersheim gehört zum Dekanat Mainz Stadt und bildet seit 2006 zusammen mit der Pfarrei St.Pankratius Mainz-Hechtsheim einen Pfarreienverbund.

Heute zählt die Pfarrgemeinde ca 2650 katholische Christen.

Die Kirche und der Pfarrpatron:
Wenn man nach Mainz-Ebersheim kommt, steht jeweils am Ortseingang ein Stein, der das Ortswappen von Ebersheim trägt. Es zeigt einen stilisierten Feuerrost, der auf den hl. Laurentius und sein Martyrium verweist. Seit 1575 führt die Gemeinde dieses Wappen.

Laurentius ist auch der Patron der katholischen Pfarrkirche und in der Kirche selbst mehrfach dargestellt. Der älteste Teil der Kirche ist das 1724-1729 erbaute Mittelschiff, 1768 wurde der Kirchturm errichtet. Der Turm ist mit seiner Höhe von 42 m und einer großen Uhr nach allen 4 Seiten von weither sichtbar. Im Jahre 1908 wurde die Kirche erweitert, wobei das Kirchenschiff verlängert und die Seitenschiffe sowie ein neuer Chor angebaut wurden.

Beim Betreten des Kirchenschiffes fällt der Blick vor allem auf den 12 m hohen barocken Hochalter. Er stammt aus der Zeit um 1670, stand früher in der Kirche St. Quintin in Mainz und kam 1793 nach Ebersheim. In der Mitte des Altaraufbaues ist ein großes Ölbild, welches das Martyrium des hl. Laurentius auf dem Feuerrost darstellt. Oben im Altar ist ein Bild mit Jesus am Kreuz und Maria von Magdala. Den Hochaltar schmücken aus Holz geschnitzte Figuren: oben links Maria als Königin der Martyrer, rechts der Lieblings jünger Johannes, unten links Johannes der Täufer, rechts Rochus, Schutzpatron vor der Pest.

Die zwei Seitenaltäre der Kirche stammen aus der Mitte des 18.Jh. Auf der linken Seite steht ein Marienaltar mit einer aus Holz geschnitzten barocken Madonna mit Kind, links die Figur des hl. Nepomuk, rechts der hl. Aloysius. Oben im Altar ist ein Bild, auf dem Maria dem hl. Dominikus den Rosenkranz überreicht, wie in einer alten Legende über die Herkunft des Rosenkranzes erzählt wird. Auf der rechten Seite der Kirche steht ein Nikolausaltar mit einer großen Figur des Bischofs von Myra. Links auf dem Altar steht die hl. Katharina, rechts die hl. Margarethe. Oben im Altar ist noch das Bild der hl. Barbara.

Im Kirchenschiff gibt es noch weitere bemerkenswerte Figuren, die aus der Mitte des 18. Jh. stammen: vom links an der Kanzel der hl. Laurentius, gegenüber vor dem Taufstein Johannes der Täufer. Im Kirchenschiff vom links ist Maria mit dem Jesuskind, hinten der Apostel Petrus, gegenüber auf der rechten Seite der Apostel Bartholomäus, in der Mitte Antonius der Einsiedler. Diese und wohl auch andere Figuren stammen aus einer früheren Kapelle im "Töngeshof' in Ebersheim. Dieser ehemalige Gutshof war ehemals im Besitz des Antoniterklosters in Alzey. Von daher kam der Name Antoniushof, der im Laufe der Zeit zu "Töngeshof' abgeschliffen wurde.

1925 wurde die Kirche ausgemalt und an der Decke drei Szenen aus dem Leben des hl. Laurentius dargestellt. Das vordere Bild zeigt den Abschied des Laurentius von Papst Sixtus I., der um seines Glaubens willen verhaftet und in Ketten abgeführt wird. Das mittlere Bild zeigt Laurentius vor dem römischen Statthalter, der die Auslieferung der Schätze der Kirche von Laurentius verlangt hatte. Laurentius, der als Diakon für die Armenpflege zu ständig war und die dazu notwendigen Güter verwaltete, hatte deshalb alle Armen der Stadt zusammengerufen und zeigte sie dem Statthalter als die wahren Schätze der Kirche. Auf diesem Bild ist auch der damalige Ebersheimer Pfarrer Anton Singer mit seinem Kaplan dargestellt. Das hintere Deckengemälde zeigt die Verurteilung des Laurentius zum Tod, da er den Götzen nicht opfern wollte. Auf dem Fries um die Decke der Kirche sind in 15 Bildern die Gegensätze des freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranzes dargestellt.

Die beiden Fenster rechts und links hinten in der Kirche sind 1903 für die Kirche gestiftet worden. Die übrigen Kirchenfenster sind von 1966, in
die jeweils ein Bild aus den alten Fenstern von 1903 eingefügt wurde. Die Orgel in der Kirche stammt von dem Orgelbauer Joseph Anton Onimus aus der 2.Hälfte des 18. Jahrhunderts, wurde aber im Laufe der Zeit mehrmals umgebaut.

Weitere Gebäude der Pfarrei:

Pfarrhaus:

 Neben der Kirche steht das 1894 erbaute Pfarrhaus, in dem sich heute die Wohnung des Pfarrers sowie das Pfarrbüro mit den Arbeitszimmern der Pfarrsekretärin und des Gemeindereferenten befinden.

Jugendheim:

 Links neben dem Pfarrhaus befindet sich das ehemalige "Jugendheim". Das (eigentlich abbruchreife) Gebäude wird heute von der sog. "Teestube" - einem Jugendtreff genutzt sowie als Lagerraum für das Zeltlagermaterial.

Pfarrzentrum:

In der Straße Am Großgewann befinden sich das Pfarrzentrum mit der Pfarrbücherei, dem Welt-Laden sowie Jugendräumen und ein großer
Pfarrsaal. Verbunden mit dem Pfarrzentrum ist der Kindergarten.