Geschafft!
Die Bücherei ist umgezogen! Wir sind ab sofort im Haus Hauptstraße 42 (ehem. Palais) zu finden!
Zur Lage
1 = Katholische Pfarrkirche St. Sophia
2 = Das Wäldchen
3 = Hof des Pfarrzentrums („Palaishof")
4 = Remise
5 = Jugendraum im Palais
6 = Saal im Palais
7 = Pfarrhaus
8 = Pfarrsälchen (hier war die Bücherei bisher)
9 = Pfarrzentrum (ehemaliges Palais)
Hier ist die Bücherei jetzt! Eingang in den Hof zwischen Kirche und Pfarrzentrum.
Die Ankündigung
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Kinder, sehr geehrte Damen und Herren,
die Bücherei wird umziehen! Neue Räume erwarten uns.
Wir freuen uns, Sie ab Samstag, 22. März 1997, zu den gewohnten Öffnungszeiten in den neuen Räumen im Pfarrzentrum St. Sophia (im ehemaligen Palais, neben der Kath. Kirche), Hauptstraße 42, begrüßen zu dürfen.
Ein reichhaltiges Angebot zur kostenlosen Ausleihe steht Ihnen zur Ver-fügung. Gerne beraten wir Sie und zeigen Ihnen die „Bücherwelt". Hallo Kinder, auf Euch wartet eine große Kinderbücherei. Kommt und laßt Euch überraschen!
Vor dem Lesevergnügen steht der Schweiß... wir müssen unsere vielen guten Seiten verpacken, transportieren und wieder aufstellen. Das braucht seine Zeit - deshalb ist die Bücherei von Mittwoch, 12.3., bis Mi., 19.3. geschlossen. Nutzen Sie die Gelegenheit und sichern Sie sich vorab Lesestoff für diese Tage. Am Wochenende 1./2. März haben Sie zudem Gelegenheit, die neuen Räume zu besichtigen. Für bereits ausgeliehene Bücher usw. verlängert sich die Rückgabe natürlich bis zum 23.03.97.
Wir hoffen auf Ihr Verständnis für diesen Umzug und freuen uns, Sie ab dem 22. März wieder bei uns begrüßen zu dürfen.
Ihr Bücherei-Team
Vorarbeiten
Angaben für die Planung der Büchereieinrichtung
Aufgestellt: Willi Weiers, KÖB St. Sophia
Stand: 19.07.1996
Pläne:
- Grundriss der Büchereiräume (Maßstab 1:50)
- Wandabwicklungen der Büchereiräume (Maßstab 1: 15), Wände A-F
- Plan des Stockwerks incl. der Büchereiräume (mit Maßangaben)
Weiteres:
"Wegweiser" - Aktivitäten und Angebote in der Pfarrgemeinde St. Sophia
Einzelheiten:
- Windfanggestaltung: Ein Windfang auf dem Podest vor Eingang "E" scheidet nach dem derzeitigen Planungsstand des Kirchenverwaltungsrates (KVR) aus (Freihalten des Podestes für Rollstuhlaufzug/Rampenmündung o.ä, Denkmalschutz). Stattdessen: Die Tür wird mit Abdichtungen versehen, so daß kein Zug aus Türritzen usw. entsteht. Weitere Maßnahmen zum Wetterschutz werden nicht getroffen.
- Fußbodenbeschaffenheit: Es soll Holzparkett verwendet werden (Empfehlung des Diözesanbauamtes)
- Lage der Heizkörper: Die Heizkörper sind im Grundriß der Bücherei eingezeichnet. Sie befinden sich jeweils in den Fensternischen. Ein hoher Heizkörper befindet sich neben der Eingangstür "E".
- Die Deckenhöhe beträgt 3,10 m. Eine optische Verringerung der Deckenhöhe (Dekoration usw.) ist machbar.
- Nach dem derzeitigen Planungsstand des KVR soll die Möglichkeit eines behindertengerechten Zugangs nicht sofort geschaffen werden (z.B. Aufzug am Podest vor Eingang "E"). Möglich sein soll aber auf jeden Fall der rollstuhlgerechte Durchgang von Eingang "E" zu Durchgang "F" zu den hinteren Räumen des Stockwerks. Für Kinderwagenzugang zur Bücherei stehen "Schienen" auf der Eingangstreppe zur Diskussion (ähnlich den Schienen auf Treppen in U-Bahn-Eingängen).
- Möblierung: Eine komplette Neumöblierung ist erforderlich. Die zur Zeit genutzten Büchereimöbel sind grundsätzlich nicht büchereigerecht (einfaches Regalsystem "LUNDIA" mit Höhe von 2 m). Eine Verbuchungstheke/Arbeitsplatz existiert nicht. Für Ablage/Büchereimaterial werden zur Zeit 2 Einbauschränke (je 120 x 280 x 50 cm) verwendet. Lagermöglichkeiten für aussortierte Medien (i.d.R. 5-10 "Bananenkartons"), Material für Aktionen usw. sind erforderlich.
- Raumnutzung: Die Büchereiräume liegen im Erdgeschoß des Gebäudes. Eine Mehrfachnutzung der Büchereiräume für Besprechungen, Sitzungen soll möglich sein.
Weitere Räume sind- ein Saal mit ca. 60 Sitzplätzen,
- eine Küche,
- eine Garderobe,
- Toiletten angrenzend an die Büchereiräume (eine davon behindertengerecht),
- ein Gruppenraum ca. 15 qm,
- ein Gruppenraum ca. 28 qm angrenzend an die Büchereiräume für Krabbelgruppen ggf. Kinderwortgottesdienst und allgemeine Gruppenarbeit. Kann im Einzelfall von der KÖB mitgenutzt werden (Ausstellungen, Aktionen, Tag der offenen Tür o.ä.).
- Alle Räume werden von einem durchgehenden Flur verbunden.
- Raumbeschreibung: Die Räume befinden sich in einem Gebäude aus der 1. Hälfte des 19. Jhd., ehemals erbaut als gräfliches Palais (Wohnhaus). Zwischenzeitliche Nutzung als Arztpraxis und Wohnung. Die Räume haben dem Stil des Hauses entsprechend einen großzügigen Charakter. Alle Wände sind mit einer Täfelung (80 cm ab Fußboden) versehen, deren oberer Rand mit einem ca. 4 cm breiten Sims abschließt.
Der gesamte Büchereiraum bestand ursprünglich aus drei Räumen, geteilt durch eine Wand mit Doppeltür (Tür "B") sowie einer geschlossenen Wand. Die geschlossene Wand wurde herausgenommen. Dort befinden sich jetzt noch zwei Holzträger zur Deckenabstützung, die direkt unter der Decke (75 cm ab Decke) von weiteren Streben ergänzt werden.
Alle Durchgänge vom/zum Büchereiraum sollen weiterhin nutzbar bleiben. Das Fenster eines Raumes führt auf die gut frequentierte Hauptstraße (Fensterbrett auf Straßenseite ca. 180 cm über Straßenniveau.) - Besondere Anforderungen aus der Büchereiarbeit:
- Zur Medienpräsentation werden regelmäßig themenbezogene Zusammenstellungen aus dem Medienbestand auf z.Zt. besonderen Tischen bereitgestellt. Diese Art der Präsentation wird sehr gut angenommen und muß auch in den neuen Räumen möglich sein.
- Ein besonderes Augenmerk ist auf die Variabilität des Mobiliars zu richten. Einfache Möglichkeiten zur Umgestaltung, speziell im Innenbereich der Räume, sollen gegeben sein.
- Für verschiedenste Aktionen ist es vorteilhaft, wenn der Innenbereich der Räume ohne großen Aufwand leergeräumt werden kann (Lesungen, Vorträge, Nacht in der Bücherei usw.) Diese Flexibilität besteht in den derzeitigen Räumen.
- Zur Zeit wird die Dekoration des Büchereiraumes intensiv betrieben (Bilder, Plakate, Mobile, Blumen, dekorierte Aktionstische). Der Charakter des derzeitigen Büchereiraums strahlt "Wohnlichkeit/Gemütlichkeit" aus und hebt sich dadurch deutlich von "rein funktionalen" Büchereiausstattungen ab.
- Der Verbuchungsbereich soll auch für einen PC-Einsatz geeignet sein.
- Zeitschriftenauslage soll möglich sein.
- Für eine optimale, aber flexible, Raumnutzung sind auch der Einsatz von Regalstirnseiten mit Lochwandpaneelen, fahrbaren Regalen, Bücherwagen, Stellwänden zu berücksichtigen.
Planungsdaten
Bevölkerungszahlen:
Erbach:
- 12.810 Einwohner
Pfarrgemeinde St. Sophia:
- 3.100 Katholiken
Weitere Büchereien am Ort:
Stadtbücherei:
- ca. 16.000 Medien
- 11 Öffnungsstunden
- 1 hauptamtl. Kraft/1 ehrenamtl. Kraft
Ev. Gemeindebücherei:
- ca. 2.500 Medien
- 3,5 Öffnungsstunden
- 1 ehrenamtl. Kraft
Schülerbücherei der
Haupt- und Realschule:
- ca. 800 Medien
- 2 Öffnungsstunden
- 1 ehrenamtl. Kraft
- Kooperation mit KÖB
Beschreibung KÖB St. Sophia:
Stand 01.06.95 / Stand 30.06.96
Medien: 2338 / 2558
Öffnungszeiten: 5,5 Stunden/Woche / 5,5 Stunden/Woche
Ehrenamtl. Mitarbeiter: 9 / 9
Geplante Bestandsgröße: 5000 Medien
Vorletzte Bestandsdurchsicht: 1992/93
Letzte Bestandsdurchsicht: 1996
Entwicklung Leser, Ausleihen, Bestand:
| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 30.06.1996 | ||
| Leser | 95 | 118 | 217 | 284 | 385 | 450 | |
| Medien | 1482 | 1643 | 1878 | 2201 | 2441 | 2558 | |
| Ausleihen | 1170 | 2514 | 5768 | 8502 | 11037 | 4978 |
Besondere Abteilungen: Literatur in portugiesischer Sprache, Videos
Aktivitäten:
4-6 Buchausstellungen jährlich,
gemeinsame Aktivitäten mit anderen Gruppen der Pfarrei (Kinder/
Jugend, Kinderbibeltag, KLJB, Kreuzbund)
Nacht in der Bücherei
Vorlesestunde, Bastelrunden
Vorträge in Zusammenarbeit mit dem Kath. Bildungswerk
Tag der offenen Tür
Beteiligung an städtischen Veranstaltungen
Veranstaltungen zu lokalen Ereignissen
Eine Übersicht über das Gemeindeleben enthält das beigefügte Heft "Wegweiser" der Kath. Pfarrgemeinde St. Sophia. (wird nachgeliefert)
Die Aktivitäten der Bücherei sind aktuell im Internet/WWW zu finden.
Pressemitteilung
Katholische Öffentliche Bücherei Erbach:
Gräfliches Palais zum Gemeindezentrum umgebaut
Großes ehrenamtliches Engagement
Erbach. Einen gelungenen Schritt auf dem Weg zu einer noch aktiveren Gemeinde nannte Bischofsvikar Martin Luley die Sanierung des ehemaligen Gräflichen Palais in Erbach/Odenwald und den Umbau zum Gemeindezentrum. Bei der Segnung der Räume am Samstag, 1. März, dankte er, auch im Namen von Bischof Dr. Karl Lehmann, allen, die an den - noch nicht abgeschlossenen - Baumaßnahmen beteiligt waren. Besonderen Dank stattete er Franz Graf Erbach zu Erbach und dessen Familie ab, die schon frühzeitig den Katholiken in der protestantisch geprägten Stadt Raum gewährt haben, "als anderswo noch Zäune errichtet wurden".
Apostolischer Protonotar Luley, als Bischofsvikar u.a. mit der Diasporahilfe im Bistum beauftragt, gab zu verstehen, daß die Bistumsleitung in Mainz die weiteren Sorgen der Erbacher kennt. Ihnen steht eine Generalsanierung des benachbarten 150 Jahre alten Gotteshauses bevor, die vielleicht mit einer kleinen Erweiterung verbunden werden könne, sofern die Zahl der Gottesdienstbesucher nicht drastisch zurückgehe, erklärte Luley. Der frühere Generalvikar des Bistums, der in dieser Funktion öfter in Erbach geweilt hatte, erinnerte daran, daß die Diözesanleitung bei der Bezuschussung solcher Maßnahmen nur das Geld verteilen könne, das sie von den Gläubigen durch Kirchensteuer und Spenden bekomme.
Rund DM 410 000,- werden die gesamten Baukosten beim Ausbau des Gemeindezentrums betragen, wenn die Maßnahme einmal vollendet ist, wozu noch die Sanierung des oberen Stockwerks und des Treppenhauses gehört. DM 320 000,- beträgt der Zuschuß des Bistums. Der Eigenbetrag der Kirchengemeinde verringert sich durch Eigenleistung, Spenden und einen städtischen Zuschuß von DM 18 000,- auf DM 59 000,-. Bei der Einweihung haben Pfarrer Heinz Kußmann und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Benno Graßl den Architekten Joachim Hellmann, die Handwerker und Dipl. Ing. Günther Jankowiak vom Diözesanbauamt in Mainz gelobt, besonders aber den ehrenamtlichen Helfern für ihre Geduld bei den Eigenleistungen gedankt.
Hauptnutznießer der neuen Räume ist die Katholische Öffentliche Bücherei, die in den nächsten Wochen mit einem größeren Platzangebot ihre Arbeit verstärken will. Mit einer Ausstellung zum Tag der offenen Tür hat sie auf ihre 75jährige Geschichte verwiesen. Im vergangenen Jahr gab es aus dem Bestand von 2681 Büchern und anderen Medien mehr als 10.000 Ausleihen. Unter den 500 Lesern sind in den vergangenen Monaten 70 neu gewonnen worden. Zur besonders aktiven Öffentlichkeitsarbeit der Einrichtung gehört auch, daß die Erbacher Katholische Öffentliche Bücherei als erste im Bistum Mainz im Internet zu finden war. Neun Damen und Herren leisteten hier im vergangenen Jahr 1500 Stunden ehrenamtlichen Dienst.
Beim Gottesdienst nach der Einweihungsfeier sprach Bischofsvikar Luley von den lebendigen Steinen, mit denen Gemeinde gebaut werde, wobei Christus allerdings der Eckstein sein müsse. Er mahnte, den Sinn der Fastenzeit als Zeit der Umkehr neu zu erkennen
Mainzer Bistumsnachrichten, 05.03.1997


