husch husch -  
das literarisch-kulinarische Ereignis 2008!

Heiß geliebt von Kleinen und Großen, gefürchtet als fauchende Ungeheuer mit glühenden Augen, stampfend und huschend, hart wie Stahl und anschmiegsam, oft schwarz und selten bunt, zum Wohlfühlen und auf-den-Arm-nehmen...?

Der Bahnwärter liebt nicht nur TEE und Adler, auch Stanislaus, Alf und Akif lieben sie, wenn auch etwas anders. Geschichten und Ereignisse in fünf Zügen rund um zweimal husch-husch hielt das kulinarisch-literarische Ereignis 2008 alle swie versprochen.

Das Programm

Texte von Isabella Lauer, Agatha Christie, Joanne K. Rowling, Clive Lamming, Antonio Tabucci Udo Lindenberg, Georg Dascher/Wolfgang Kalberlah, Christian Anders, David Baldacci und aus dem Internet 

Küchenteam im Bahnhofsrestaurant: Das Büchereiteam

 


husch husch Programm: Ursula und Willi Weiers

Background-Musik:
Kraftwerk, Glenn Miller, Bully Buhlan, Udo Lindenberg, Andrew Lloyd Webber und Robbie Wiliams u.a.
mit den Titeln
A-Train, Chatanooga Choo Choo, Sonderzug nach Pankow, Trans Europe Express, aus Starlight Express, aus Cats u.v.m.

Stimmen zum Abend

Husch husch - Eisenbahn, Katzen und und Text-aus-Züge begeistern die Gäste in der Erbacher Kath. Öffentlichen Bücherei
Genüsse für alle Sinne – Das kulinarisch-literarische Ereignis 2008 des Erbacher Bücherei-Teams war wieder unvergesslich

ERBACH. Es war wie gewohnt doppeldeutig: „husch husch Kätzchen ins Körbchen“ oder „husch-husch-husch die Eisenbahn“. Was haben Katzen mit Zügen zu tun? Musicalfreunden fällt da sofort Skimpleshanks, den Eisenbahntramp aus Cats, ein. Dieser gestreifte Kater durfte natürlich nicht fehlen am Samstag beim neunten kulinarisch-literarischen Abend der katholischen öffentlichen Bücherei St. Sophia. Wenigstens der Erwähnung nach. Zum Thema „Husch husch, ins Körbchen“ stimmte Willi Weiers die Gäste des Bücherei-Teams mit Anekdoten der treuen Haustiere und des wohl bekanntesten Katzenliebhabers ein. Die Rede ist von Alf, der bekanntlich die lieben Tierchen wirklich zum Fressen gerne hat.

Husch, husch verschwanden die Kuschel-Mini-Tiger im Körbchen, denn gleich darauf ging es zum ernsteren Teil der Veranstaltung über. Genauer gesagt, erst einmal über die Gleise durch einen rauchverhangenen Tunnel. Dem Vernehmen nach wurde gerade der Zug überfallen und die Passagiere flüchteten in die rettende Bahnhofsgaststätte. Diese entpuppte sich bei genauer Betrachtung als das historische Palais, in dem in vier Gleisabschnitten am Tisch Platz nehmen durfte, wer zuvor ein Billet gelöst hatte. Von nun an drehte sich alles um Züge, die auch auf jedem Tisch in Form einer Holzeisenbahn ein Genuss für das Auge wie zur Befriedigung des Spieltriebs bot.

Fotos von historischen wie hochmodernen Lokomotiven und Eisenbahnen aus aller Welt auf den Tischen, an den Wänden und als Tischsets stimmten auf den kulinarischen wie literarischen Hauptteil des Abends ein. Die Menükarte des TEE-husch-husch für die Strecke Erbach – Welt –Erbach verriet nicht nur die sechszügige Speisefolge, sondern auch einen Überblick über das Mitnahmeangebot der musikalischen und literarischen Reisemöglichkeiten. Auf die „gefüllten Körbchen von Paddington Station“ (Körbchennudeln mit Hähnchenfleisch, Pilzen und Tomaten in einer Dill-Käse-Sauce) folgten das „Fast Food vom Bahnsteig“ (Pommes frites, rot-weiß, Hamburger und Hot Dog) und als zweite Vorspeise eine „Suppe vom Kugellagergemüse aus Kötschenbroda“ (Erbsensuppe mit geräucherten Lachsstreifen auf Creme fraiche Inseln). Was im Bücherraum mit einer Schale Milch seinen Anfang nahm, wurde als vergorener Traubensaft der Marken St. Laurent 2005 und Großer Veltliner „Alte Bergen“ Classic 2006 zu den Gängen gereicht.

„Es freut uns, wenn wir als Bahnhofslokal mit einem Vier-Sterne-Restaurant mithalten können“, bedankte sich Weiers für das Lob an die Küche. Auch die Hauptgänge entsprachen nicht nur dem Geschmack der gut 40 Gäste, sondern auch dem Thema: Omelette stand früher nicht nur in Bahnhofsrestaurants auf jeder Speisekarte. Und Recherchen zufolge wird in den Zügen auch heute noch am häufigsten Tafelspitz mit Dillkartoffeln verspeist, der am Samstag als „Hauptgang aus dem TEE“ serviert wurde. Den Abschluss bildeten „Tafelobstvariationen aus dem Sonderzug nach Pankow“ (Apfel und Birne als Strudel, Kompott, Joghurt sowie Sorbet in der Schnapsglasklasse).

Udo Lindenbergs Hommage an Erich Honecker war nur einer von vielen musikalischen Zugbegleitern, die Weiers zusätzlich in Versform zum Besten gab. Beim „Es fährt ein Zug nach Nirgendwo“ von Christian Anders wollte sich die angebetete Maria allerdings nicht zeigen. Textauszüge zwischen den Mahlzeiten entführten die Gäste in die Welt von Agatha Christie mit „16 Uhr 50 ab Paddington“ bis zum Sambaexpress, in den 1949 das Reichelsheimer Lieschen verwandelt wurde. Wer in die Zauberwelt des Harry Potter einsteigen möchte, dem verriet Weiers auch, wo am Erbacher Bahnhof Bahnsteig 9 ¾ der Hogwarts-Express abfährt: „direkt unterm Wasserhäuschen“. Mehr dazu im Online-Kursbuch unter www.KoebErbach.de 


Eisenbahn-Flair als guter Appetitmacher

Literatur und Essen: Büchereiteam der katholischen Kirche trifft diesmal mit Texten und Speisenfolge zum Thema Züge den Geschmack seiner Gäste

Den vollständigen Pressebericht aus dem Odenwälder Echo, Manfred Giebenhain, 17.01.2008, finden Sie bei Echo online [pdf]

Die Planung

 

 

Menü

  • Gefüllte Körbchen von Paddington Station
    (Gefüllte Körbchennudel mit Hähnchenfleisch, Pilzen und Tomaten in einer Dill-Käse-Sauce)
  • Fast Food vom Bahnsteig
    (Pommes rot-weiß, Hamburger, Hot dog)
  • Suppe vom Kugellagergemüse aus Kötschenbroda
    (Erbsensuppe mit geräucherten Lachsstreifen auf Creme fraiche Inseln)
  • Omelette aus dem Bahnhofsrestaurant
    (Omelette gefüllt mit asiatischem Gemüse auf einem Soja-Netz)
  • Hauptgang aus dem TEE
    (Tafelspitz mit Dillkartoffeln)
  • Tafelobstvariantionen aus dem Sonderzug nach Pankow
    (Apfel und Birne als Strudel, Kompott, Joghurt, Sorbet in der Schnapsglasklasse)
  • St. Laurent 2005, trocken; Gr. Veltliner "Alte Bergen" Classic 2006, trocken; "Selters" Wasser

Unsere Kochbücher

  • Cromzik/Krampitz, Frau Antjes Lieblingsrezepte. Dr. Oetker Verlag, Bielefeld 2001, 160 Seiten, mit ca. 80 farbigen Fotografien, Karton, Preis: EUR 15,00
  • Das Gruselkochbuch, von Kößling, Elke; Gebunden, Grauenhaft gute Gerichte und Geschichten. ProSieben Edition 95 S. m. zahlr. Farbabb. 25 cm 528g , in deutscher Sprache. 2001 vgs verlagsges. ISBN 978-3-8025-1464-7 | KNV-Titelnr.: 09773074 15.50 EUR

 Texte und Fragmente

  • Episoden rund um Alf http://www.epguides.de/alf.htm
  • „Ich suche einen Katzenpsychologen in Paderborn“ http://iq.lycos.de/qa
  • „Warum Katzen immer auf den Pfoten landen“ von Isabella Lauer
  • „16 Uhr 50 ab Paddington“ von Agatha Christie
  • „Harry Potter und der Stein der Weisen“ von Joanne K. Rowling
  • „Die berühmten Züge von 1830 bis heute“ von Clive Lamming
  • „In Kathedralen und Palästen hält die Bahn Hof“ aus „Wissen Universal – Bahnhöfe“
  • „Bahnhöfe – ein literarischer Führer“ hrsg. von Lis Künzli, mit „“Indisches Nachtstück“ von Antonio Tabucci
  • „Sonderzug nach Pankow“ von Udo Lindenberg
  • Aus „Die Diva und die Notbremse“, Eisenbahnabenteuer von Maupassant bis Tucholsky, „Der Viadukt“ von Heinrich Schirmbeck
  • Speisepläne der Bahngesellschaften D-A-CH.
  • Welche Bücher kamen nicht zum Zug:
    „Bahnwärter Thiel“ von Gerhart Hauptmann
    „Der Tunnel“ von Friedrich Dürrenmatt
    „253“ von Geoff Ryman
    „Eisenbahngeschichten mit Pfiff“ von Rudolf Hagelstange
    „Bahnhof – geliebt und erforscht“ von Karl Zimmermann

Die Autoren

  • Clive Lamming  Né en 1938 d’une mère française interprète dans les Forces Françaises Libres à Londres, et d’un père anglais, Clive Lamming est Français et vit en France depuis l’âge de 6 ans. Professeur agrégé hors classe et formateur de professeurs d’enseignement technique et professionnel pour l’Éducation Nationale, formateur d’instructeurs pour le CFA de la Direction du matériel de la SNCF, il a passé, en Sorbonne, un Doctorat en histoire consacré à l’évolution des politiques et des techniques de traction à la SNCF. Il a été chargé d’un rapport sur les Loisirs techniques en France en 1984-85, remis au Ministre de la Jeunesse et des Sports, et il a travaillé de 1993 à 2003 au Musée national des Arts et métiers du CNAM et participé à l’élaboration du nouveau Service éducatif du musée et a contribué à des travaux concernant le département transports du musée. Il est expert pour les questions de patrimoine ferroviaire auprès du Ministère de la Culture. Son ouvrage classique de référence « Les grands trains » vient d’être réédité sous une forme nouvelle chez Larousse et il a publié chez ce même éditeur, un important ouvrage de référence « Le Larousse des trains ».
  • Lis Künzli, geboren 1958, ist freie Herausgeberin und Übersetzerin. Sie hat lange in Zürich und Berlin gearbeitet und lebt heute in Toulouse.
  • Agatha Christie (* 15. September 1890 in Torquay, Grafschaft Devon als Agatha Mary Clarissa Miller; † 12. Januar 1976 in Wallingford) war eine britische Schriftstellerin. Bekannt wurde sie durch eine große Anzahl von Kriminalromanen und Kurzgeschichten, die auch mehrfach mit großem Erfolg verfilmt wurden. Ihre berühmtesten Schöpfungen sind der belgische Detektiv Hercule Poirot und die altjüngferliche Miss Marple. Daneben gibt es aber auch andere Figuren wie Tommy und Tuppence Beresford oder Inspektor Battle. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit unterstützte sie eigenhändig und mit Begeisterung für die Sache ihren zweiten Ehemann, den Archäologen Max Mallowan, auf seinen Ausgrabungen im Nordirak und in Syrien, insbesondere bei der Restaurierung prähistorischer Keramiken und der Fotodokumentation der Funde. Auch trug sie maßgeblich zur Finanzierung dieser Expeditionen bei.
  • Joanne K. Rowling wurde in der südwestenglischen Kleinstadt Yate als Tochter von Anne und Peter Rowling geboren. Ihre Eltern stammten aus London und hatten im März 1965 geheiratet. Peter Rowling arbeitete bei Rolls-Royce, Anne Rowling als Laborassistentin. Die Mittelinitiale „K“ hat Rowling selbst hinzugefügt. Sie steht für „Kathleen“, den Vornamen ihrer Großmutter.
  • Heinrich Schirmbeck (1915 - 2005). In seinem umfangreichen Werk verband er literarische, ethische und naturwissenschaftliche Interessen. Sein 1957 erschienenes Buch „Ärgert dich dein rechtes Auge“ wurde in den USA als bester deutscher Roman seit Thomas Manns „Der Zauberberg“ gefeiert.  In der NS-Zeit aus politischen Gründen nicht zum Studium zugelassen, absolvierte er eine Buchhändlerlehre, arbeitete in der Verlagswerbung und bis 1943 als Feuilletonredakteur der „Frankfurter Zeitung“. 1940 als Soldat eingezogen, desertierte er 1945 und ging in amerikanische Gefangenschaft. Nach Kriegsende war er Feuilletonredakteur und Verlagskaufmann, seit 1952 freier Schriftsteller und Rundfunkautor. 1955-1967 lebte er in Frankfurt am Main, 1967-2005 in Darmstadt.
  •  Lauer, Isabella "Geboren wurde ich als Isabella Lehne in München. Seit ich in der Haas-Klinik zur Welt kam (den Namen kannte ich zumindest schon als Baby) sind 47 Jahre vergangen und München liegt hinter mir. Ich lebe in einer zusammengewürfelten sogenannten Patchwork-Familie gut bürgerlich in einem Häuschen im Grünen. Nach dem Studium bin ich beim Gong-Verlag in München bei der schreibenden Zunft hängen geblieben - für die Tierzeitschriften Ein Herz für Tiere, Geliebte Katze und Partner Hund. Seit ich als Freie arbeite sind noch einige Bücher dazugekommen, z.B. für den Kosmos-Verlag. "
  • David Baldacci wurde 1960 in Virginia geboren und wuchs in Richmond auf. Sein Vater war Mechaniker und später Vorarbeiter bei einer Spedition, seine Mutter Sekretärin bei einer Telefongesellschaft. Baldacci studierte Politikwissenschaft an der Virginia Commonwealth University und Jura an der University of Virginia. Er arbeitete nach dem Studium neun Jahre als Strafverteidiger und Wirtschaftsjurist in Washington, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Nebenbei schrieb er Kurzgeschichten und Drehbücher. Sein erstes verkauftes Manuskript war „Absolute Power“. Es verhalf ihm zu Weltruhm und brachte ihm zwei Millionen Dollar allein für die Buchrechte ein. David Baldaccis Romane wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt und in mehr als 80 Ländern der Welt verkauft. Die weltweite Gesamtauflage seiner Romane liegt bei über 27 Millionen Exemplaren. Baldacci schreibt nicht nur Thriller, sondern auch Drehbücher für das Fernsehen. David Baldacci ist seit 1990 verheiratet und lebt mit seiner Frau Michelle, seiner Tochter Spencer und seinem Sohn Collin in Alexandria, Virginia.
  • Susanne Kippenberger, 1957 als jüngste der vier Schwestern in Dortmund geboren, arbeitet als Redakteurin beim Berliner Tagesspiegel.
  • Antonio Tabucchi (* 23. September 1943 in Vecchiano bei Pisa) ist ein italienischer Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Übersetzer. Tabucchi studierte Geisteswissenschaften in Paris und Pisa. An der Universität Genua wurde er Professor für die portugiesische Sprache und Literatur. Sein Werk Erklärt Pereira (Sostiene Pereira), das in der Zeit der Salazar-Diktatur spielt, machte ihn bekannt und gilt bis heute als seine wichtigste Arbeit. Es wurde 1995 von Roberto Faenza mit Marcello Mastroianni in der Hauptrolle verfilmt. Tabucchi hat 1994 den Premio Campiello und 1998 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur gewonnen.
  • Udo Lindenberg (* 17. Mai 1946 in Gronau (Westfalen) Bereits mit 12 Jahren erhält der 1946 im westfälischen Gronau geborene Sohn eines Klempnermeisters beim norddeutschen Jazz Jamboree einen Preis als bester Dixie Drummer. Nach einer abgebrochenen Kellnerlehre und einem Jazzkurs am Duisburger Konservatorium geht Udo zum ersten Mal mit einer zusammengewürfelten Band auf Tour. Die führt den 17-Jährigen u.a. nach Libyen - als er nach einem Jahr zurück kommt, ist er vom Whiskey ziemlich groggy. Die Mutter und ein Nervenarzt pflegen ihn wieder gesund. Seinen ersten größeren Erfolg feiert Udo Lindenberg 1973 mit seiner dritten Platte "Alles klar auf der Andrea Doria". Danach geht es Schlag auf Schlag. Im Anschluss an die erste Deutschland-Tour mit dem neu gegründeten Panikorchester wird 1974 "Rudi Ratlos" zur Single und "Ball Pompös" zur LP des Jahres gewählt.

Stichworte

Miss Marple „16:50 ab Paddington“, Sonderzug nach Pankow (Udo Lindenberg“, Schellekattl, Huschke von Hanstein, Hans Dieter Hüsch, Zug der Zeit/Zeit der Züge, Baldacci „Advent“, Henriette Bimmelbahn, Zugbegleiter, Zugvögel, zügig, Schachzug, Harry Potter Gleis 9 ¾, 253-Voyeurismus, Trans Europe Express (aus Nürnberg; TEE von Kraftwerk, Trans-Sib-Eisenbahn, Glacierexpress, Orientexpress, Starlight Express, Schoko Zigarren, USA Doppelzüge, Kinder vom Bahnhof Zoo, Bahnsteig 13 von Eva Ibotson, U-Bahn-Kontrollöre, Bahnwärter Thiel (Gerhart Hauptmann), Zugüberfall Wilder Westen, Jim Knopf und Lukas (Marionette)