Firmament -  
das literarisch-kulinarische Ereignis 2007!

Das ist das Firmament - an eine der durchsichtigen Sphären des Himmels sind die Sterne angeheftet. "Unter Welt" zeigte uns das, was drunter ist. Die Himmelsphäre zeigt uns den Sternenhimmel, völlig losgelöst fliegen 99 bunte Luftballons an der Himmelsleiter entlang und folgen MIR auf dem StarTrek, denn per aspera ad astra klingt doch gut, nicht wahr? Sternenreiches gibt es zu hören, zu essen und zu trinken. Vielleicht fällt es Ihnen dann wie Sch(n)uppen von den Augen. Himmelstürmendes mit Wort & Biss....

Das Programm

Texte von Barthold Heinrich Brockes, Ephraim Kishon,  Dieter Höss, Hans Sarkowicz, Helena Philippova, Tonke Dragt, Jules Verne, Ludwig Thoma, Gebrüder Grimm  und aus dem Internet 

Die Astronautennahrung: Das Büchereiteam

Firmament Programm: Ursula und Willi Weiers

Background-Musik:
Soundtrack from „Catch me if you can“
Kitty Hoff und Forêt noire “Rauschen”
Ray Foxley “Supersonic Rag” (aus Pianissimo Barpiano)
Chet Baker „Over the rainbow“ (aus Dinner Jazz)
Susheela Raman “Love trap”
Grover Washington jr. „For heaven’s sake“ (aus bar classics 4)
Led Zeppelin “Stairway to heaven”
The Beatles “Lucy in the sky with diamonds”

Stimmen zum Abend

Firmament - die Sterne am Himmel
Kulinarisch-Literarisches in der Erbacher Bücherei St. Sophia

Ein sternenreiches kulinarisch-literarisches Ereignis bot das Team der katholischen öffentlichen Bücherei St. Sophia in Erbach seinen  Gästen, die im ausverkauften historischen Chinese SetPalais Platz nahmen. Nach dem letztjährigen Ereignis "Unter Welt" drehte sich dieses Mal alles um das "Firmament". Da durften natürlich die Sterne nicht fehlen, die in unzähligen Lichtern von der Holzdecke wie auf der langen Tafel für das passende Ambiente sorgten.

Andere liebevolle Details, die nicht immer auf Anhieb in Erscheinung traten, verlangten von den Besuchern etwas Fantasie und die Bereitschaft, Assoziationen herzustellen. Da wurden aus den orangeschimmernden Deckenlampen Planeten und das hauchdünne blaue Tischtuch mutierte zum Asteroidengürtel. Letzteren, den Gürtel, galt es weit zu öffnen, um der „Sternchenflut“ (eine klare Brühe mit Karottensternen, Eistich und Sternchensuppennudeln), „Kommt ein Vogerl geflogen“ (Österreichischer Begriff für Feldsalat, dazu Blätterteigtaschen), zwei Hauptgerichten und der „Wolke 7“, bestehend aus Vermicelles (Maroneneis) mit Meringe (Baiser), Platz zu schaffen. Zum „seltenere Mineralwasser vom Mars“ hatten Weinkenner die Auswahl zwischen einem Acolon Rotwein und Weißburgunder Kabinett. Ursula Weiers hatte das Menu komponiert.

Vorbereitung

Auch literarisch begleiteten nicht nur Sonne, Mond und Sterne die Gäste durch den Abend, wofür Willi Weiers mit einer internationalen Auswahl klassischer, zeitgenössischer und vor allem humorvoller Beiträge sorgte. Ausgestattet mit Urkunden anlässlich der Sternentaufe des 188455 im Sternbild Orion ging es an den Tisch, um „Himmelstürmendes mit Wort und Biss“ zu erfahren. Da durften weder die „Sternbilder der Antike“ noch eine Ode an „Das Firmament“ (von Barthold Heinrich Brockers, 1721) fehlen, zu der die „Götterspeise“ aus Zitrone und Waldmeister mit einem lieben Gruß aus der Küche, dem elfköpfigen Bibliotheksteam, gereicht wurde.

Etwas heiterer, dafür schlagkräftig, folgte die Antwort auf „Wie kommt man eigentlich zu den Sternen?“, die Weiers in der „Mission Apollo“ von Ephraim Kishon suchte. In der Rolle des zornigen Sprösslings Amir, der sich partout als Astronaut verkleiden wollte, brachte der Vorleser ein Weinglas zu Fall. Für die Scherben wurde spontan ein Meteoriteneinschlag verantwortlich gemacht. Noch vor dem Hauptgericht servierte Weiers bissige Kurzgeschichten von Dieter Höss über entführte Flugzeuge und abgestürzte Starfighter sowie schicksalsschwere Weissagungen der chinesischen Sternzeichen und aus landesüblichen Jahreshoroskopen, die je nach Inhalt den Abend über die Runde am Tisch machten.

Das Fleisch von „Fliegern“ bestand zum einen aus toskanischem Putenbraten

Asteroidengedeck

in aromatischer Verhüllung mit Nudelnestern und Tomaten- Zucchini-Soße. In der zum Papierflieger gefalteten Speisekarte hieß das Gericht kurz „Von den Azteken geschätzt“, die eine Vorliebe für Truthühner hatten. Der zweite Hauptgang, auch „sphärischer Orgelteller“ (gefüllte Putenbrüstchen mit Reis und Gemüse) genannt, war dem zweihundertjährigen Drehorgelbau von Waldkirch im Schwarzwald gewidmet.

Zwischendurch ging es literarisch weiter mit Jules Vernes Reise „Von der Erde zum Mond“, zwei Engelsgeschichten und einer Leseprobe aus dem SF-Roman „Turmhoch und meilenweit“ von der mehrfach ausgezeichneten niederländischen Jugendbuchautorin Tonke Dragt. Was mit einem „blauen Engel“ als Aperitif angefangen hatte, endete mit einem Kaffee im Original Starbucks-Coffee-Becher, zu dem ein Metaxa mit sieben Sternen gereicht wurde. Rundum satt und zufrieden, empfahl es sich, die anfangs gereichte Astronautennahrung nicht auch noch vor Ort zu verköstigen, sondern für schlechte Zeiten aufzubewahren.

Glas mit Flieger

Passend zum Abend wie zum derzeitigen politischen Geschehen, schickte der liebe Gott zum Abschluss den vom Schlag getroffenen Dienstmann Nr. 172 zurück auf die Erde. Doch der „Der Münchner im Himmel“ alias Alois Hingerl (von Ludwig Thoma) zog das Hofbräuhaus seinem Auftrag vor, der bayerischen Regierung die göttlichen Ratschläge zu überbringen. Bekanntlich wartet diese daher bis heute vergeblich auf die göttlichen Eingebungen. Für Weiers kein Drama: Immer noch besser, als „dass uns der Himmel auf den Kopf fallen würde“, eben das einzige, was ein kleines widerspenstiges gallisches Dorf wirklich fürchtet.
            


Himmelsstürmend mit Wort und Biss
Kultur: Beim kulinarisch-literarischen Abend der Bücherei St. Sophia ist das Firmament Thema

ERBACH. Himmlisches und Köstliches servierte am Samstag das elfköpfige Team der katholischen öffentlichen Bücherei St. Sophia seinen Gästen im historischen Palais in Erbach. Bei dem zur Tradition gewordenen kulinarisch-literarischen Empfang zum Jahresbeginn drehte sich dieses Mal alles um das Firmament. Da durften natürlich die Sterne nicht fehlen, die in unzähligen Lichtern von der Holzdecke wie auf der langen Tafel für das passende Ambiente sorgten. ....

Den vollständigen Pressebericht aus dem Odenwälder Echo, Manfred Giebenhain, 23.01.2007, finden Sie bei Echo online [pdf]

Die Planung

Die Gerichte

  • Start
    • Blauer Engel (Blue Curacao, Gin, Sekt)
    • Vom Stern Cinnamon (Zimtstern)
    • Götterspeise (Zitrone und Waldmeister)
    • Sternchen-Flut (Klare Brühe Karottenstern, Eistich und Sternchensuppennudeln)
    • Kommt ein Vogerl geflogen (Blätterteigtaschen an Feldsalat mit Ei und Schinkencroutons)

  • Völlig losgelöst
    • Von den Azteken geschätzt (Toscanischer Putenbraten in aromatischer Verhüllung mit Nudelnestern und Tomaten-Zucchini-Soße )
    • Sphärischer „Orgelteller 2001“ (Gefüllte Putenbrüstchen mit Reis und Gemüse)

  • Auf Wolke 7
    • Vermicelles auf Meringen (Maronenmus, Vanilleeis und Baiser)
    • 7 Sterne Μεταξάς
    • Selter(n)es Mineralwasser - Jüngst auf dem Mars gefunden
      Für Bacchanten: Acolon Rotwein und Weißburgunder Kabinett

Unsere Kochbücher

Knorr's Brigitte's Das elektrische Kochen

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

Texte und Fragmente

  •  „Die Anwendung des Mondkalenders im täglichen Leben“
  • Sterntaufe www.sternpate.de
  • „Das Firmament“ von Barthold Heinrich Brockes
  • Sternbilder der Antike
  • „Mission Apollo“ von Ephraim Kishon aus „Kein Öl Moses“
  • „Wer einmal in den Fettnapf tritt“ von Dieter Höss
  • Jahreshoroskope und Chinesische Sternzeichen
  • „Engel sind auch nur Menschen“ von Hans Sarkowicz aus mobil 12/06
  • „Ein Engel wars“ von Helena Philippova
  • „Turmhoch und meilenweit“ von Tonke Dragt
  • „Sphäre“ Erläuterung aus WIKIPEDIA
  • „Von der Erde zum Mond“ von Jules Verne
  • „Der Münchner im Himmel“ von Ludwig Thoma
  • „Die Sterntaler“ aus der Märchensammlung der Gebrüder Grimm, Gesamtausgabe

Die Autoren

  • Ludwig Thoma (* 21. Januar 1867 in Oberammergau; † 26. August 1921 in Rottach am Tegernsee) war ein deutscher Schriftsteller, der durch seine ebenso realistischen wie satirischen Schilderungen des bayerischen Alltags und der politischen Geschehnisse seiner Zeit populär wurde.
  • Tonke Dragt wurde 1930 in Batavia (dem heutigen Djakarta) in Indonesien geboren. Dort verbrachte sie den größten Teil ihrer Kindheit. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie mit ihren Angehörigen in einem japanischen Gefangenenlager interniert; es war die Zeit zwischen ihrem zwölften und fünfzehnten Lebensjahr.
    Nach dem Krieg kam Tonke Dragt nach Holland. Sie machte ihr Abitur, besuchte anschließend die Akademie der Bildenden Künste in Den Haag und war als Zeichenlehrerin an verschiedenen Schulen tätig. Sie lebt als freie Schriftstellerin in Den Haag.
    1995 erhielt sie den Jugendbuchpreis Buxtehuder Bullen für „Turmhoch und meilenweit“.
    Im Jahre 2004 wurde Tonke Dragt für Ihren Roman "Der Brief für den König" mit dem 'Griffel der Griffels' 1955 - 2004 ausgezeichnet. Mit diesem Sonderpreis des Silbernen Griffels, dem holländischen Staatspreis für Literatur, wird das beste Jugendbuch der letzten 50 Jahre ausgezeichnet.
  • Dieter Höss (* 1935 in Immenstadt - Allgäu) ist ein deutscher Textautor, Maler und Graphiker und lebt heute in Köln-Junkersdorf. Er arbeitete u. a. für den Simplicissimus und für Funk und Fernsehen.
  • Jules Gabriel Verne (* 8. Februar 1828 in Nantes; † 24. März 1905 in Amiens) war ein französischer Schriftsteller.
    1865 De la Terre à la Lune (= von der Erde zum Mond);
    In Anlehnung an sein Buch De la Terre à la Lune wurden die Raumkapsel Apollo 11 und später der erste Space Shuttle Raumtransporter 'Columbia' genannt. (Ironischerweise war in De la Terre à la Lune 'Columbia' nicht der Name des Mondgeschosses, sondern der Name der Riesenkanone die das Geschoss zum Mond schleuderte, dieses wiederum war eine Anlehnung an die Columbia Schlachtschiffkanonen des Amerikanischen Bürgerkrieges)
  • Barthold Heinrich Brockes (auch: Bertold Hinrich Brockes) (* 22. September 1680 in Hamburg, † 16. Januar 1747 in Hamburg) war ein bedeutender deutscher Schriftsteller des Barock und der frühen Aufklärung und ein hamburgischer Patrizier.
    Sein Hauptwerk ist die naturlyrische Gedichtsammlung Irdisches Vergnügen in Gott, in der die Natur in ihrer Schönheit und Nützlichkeit als Mittler zwischen Mensch und Gott reflektiert wird.
  •  Jakob Ludwig Karl Grimm wurde am 4.1.1785 in Hanau geboren, sein Bruder Wilhelm Karl Grimm am 24.2.1786 am gleichen Ort. Der Vater war Jurist. Die Kinder lebten die ersten Jahre ihrer Jugend in Steinau und sie besuchten das Lyzeum im Kassel. Seit 1829 bzw. 1839 waren sie Professoren in Kassel. Aufgrund ihrer Teilnahme am Protest der "Göttinger Sieben" wurden sie des Landes verwiesen. Seit etwa 1840 lebten beide in Berlin. Jakob Grimm starb am 20.9.1863 in Berlin, sein Bruder am 16.12.1859 am gleichen Ort.
  • Hans Sarkowicz, geboren 1955, studierte in Frankfurt Germanistik und Geschichte. Er ist Autor einer Erich-Kästner-Biografie, mehrerer Bücher über Rechtsradikalismus in Deutschland und kulturhistorische Themen. Seit 1995 leitet er den Programmbereich Kultur und Hörspiel beim Hessischen Rundfunk.
  • Name Ephraim Kishon
    Geburtsname Ferenc Hoffmann
    Geburtstag 23. August 1924
    Geburtsort Budapest (Ungarn)
    Todestag 29. Januar 2005
    Todesort Appenzell (Schweiz)
    1. Ehefrau Eva (Chawa) Klamer
    2. Ehefrau Sara Lipovitz (gestorben im Frühjahr 2002)
    Hochzeit: 1959
    3. Ehefrau Lisa Witasek
    Hochzeit: Frühjahr 2003
    Kinder Rafael (Rafi) (geb.:1957)
    Amir (geb.:1964)
    Werk über 50 Bücher in 37 Sprachen
    Weltauflage: mehr als 43 Mio.
    Deutschland: mehr als 32 Mio.
    9 Filme und 2 TV-Serien
    10 Theaterstücke und 25 Einakter

 Ätherisches

Firmament, oben, Sternschnuppen, Komet, Äther, Sternenhimmel, Orion, Kampfstern Galaktika.Armageddon, Startrek, Raumschiff Enterprise, Sterntaler, Raumfahrttouristen, Ulf Merbold, Thomas Reiter, Dobbertin und Jentschke (DDR-Raumfahrer), Goodbye Lenin, Hl. 3 Könige, Sterndeuter, Inka/Atzteken, Maria mit dem Sternenkranz, Europafahne, Ikarus und Dädalus, Morgenstern-Waffe, Planeten, Pluto-WaltDisney, Jupter-Kohleöfen, Venus-Fliegenfalle, Saturn-U-Elektronik, Neptun-Meeresgott, Peterchens Mondfahrt, Himmelstürmer-Dokumenta, Sternenhimmel-gedichte, Wurfstern, Stars&Stripes-Zeitung, Himmelpforten, Himmel auf Erden, Wie im Himmel, Himmelreich-Weinlage (Herxheim und Mosel) auch Operette, Asterisk, Per aspera da astra, Stars und Sternchen, Sterneköche, Sternehotels, Passwortunterdrückung, Stern-Illustrierte, Issac Stern-SchindlersListe, Sternenstadt in Russland, Ein Münchner im Himmel, Himmelfahrtskommando, Himmel und Hölle (Hüpfspiel, Essen, Faltspiel), Ich seh den Sternenhimmel (Nena), Völlig losgelöst (Major Tom), Über den Wolken, 99 Luftballons, Orion, Led Zeppelin-Stairway to heaven, Stars&Stripes-Marsch, Per aspera da astra,
Puppchen du bist mein Augenstern, Starlight Express