Michelstadt - Friedensband der Öffentlichkeit präsentiert
"Der Friede ist kein Zustand, der einmal erreicht ist und dann immer bleibt, sondern ein immer währender Prozess, in den sich die Menschen guten Willens begeben. Frieden und Versöhnung gedeihen da, wo man sich gemeinsam auf einen neuen Weg macht." Dieses Zitat übersandte Bundespräsident Horst Köhler den Odenwälder Initiatoren der zwischenzeitlich weltumspannenden Aktion „Ribbon for Peace - Friedensband". Damit faste er in Worte, was in den Jugendlichen die Motivation für ihre Aktion war. Im August 2008 initiieren Messdiener der Katholischen Pfarrei Michelstadt und Pfadfinder des DPSG-Stammes St. Christophorus Höchst die Aktion „Ribbon for Peace". Ziel der Aktion war es, dass Jugendliche in der ganzen Welt animiert werden, sich Gedanken zum Thema Frieden zu macht, diese Gedankten in einem Bild zu Papier zu bringen und den Jugendlichen im Odenwald zusenden. Nach nunmehr zehn Monaten präsentierten die Jungendlichen am Sonntag (21.) das Ergebnis der Öffentlichkeit. Dazu hatten sie zu einem Taizé-Gebet am Samstagabend und einem Dankgottesdienst am Sonntagvormittag mit anschließendem Begegnungsfest eingeladen. Aus Mainz war Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Marcus Konrad am Sonntag angereist und ging in seiner Predigt auf den Weg zum Frieden ein. Ihm war wichtig den Zuhörern zu verdeutlichen, dass Frieden mehr ist als die Abwesenheit von Krieg. Frieden sei nur möglich, wenn unter den Menschen eine Kultur der Toleranz, des Respekts und des gegenseitigen Verständnisses geschaffen werden könne. Die Aktion der Pfadfinder und Messdiener zeigt, dass hier von den Jugendlichen ein Impuls in die Welt gesandt worden sei und andere Jugendliche auf fast allen Kontinenten, aus Europa, Asien, Afrika und Amerika dazu bewegt hat, ihre Gedanken den Odenwälder Jugendlichen in Bildern mitzuteilen. „Auch so könne man die „Neuen Medien" positiv nutzen", so Marcus Konrad, denn die ganze Aktion sei über E-Mail organisiert worden . Der Michelstädter Pfarrer Herrmann Ofenloch zeigte sich sehr begeistert über die Aktion „seiner" Jugendlichen und das nun präsentierte Friedensband mit fast 500 Metern Länge und 1553 Bildern. Die Dekanatsjugendreferentin für das Dekanat Erbach Rita Ohl brachte ihr Erstaunen über die Friedensarbeit der Initiatoren und das erreichte Ergebnis zu Ausdruck. Sie rief öffentlich dazu auf, nach Möglichkeiten zu suchen, die Friedensbilder auch nach Beendigung der Aktion an anderen Orten zu zeigen. Sicherlich war auch das Zusammenführen der Friedenslichter aus Bethlehem und Altenberg mit den Lichtern aus Lourdes und Siluva ein Ereignis für alle Teilnehmer und Gottesdienstbesucher. Die Lichter von Bethlehem, Altenberg und Lourdes wurden von den Messdienern aus Michelstadt und den Pfadfindern aus Höchst selbst abgeholt. Das Licht von Siluva/Litauen wurde von einer befreundeten Gruppe abgeholt. Bei dem sich nach dem Gottesdienst anschließenden Fest der Begegnung zeigte eine spanische Folkloregruppe aus Neustadt und eine Folkloregruppe junger kurdischer Jugendlicher aus Höchst eine farbenprächtige und temperamentvolle Darbietung für die Gäste des Festes. Neben der Abschlussaktion am Sonntag haben die Jugendlichen die Aktion mit einer Eröffnungsveranstaltung am 31. August 2008 in Höchst unter Beteiligung der Schirmherrin MdB Patricia Lipps begonnen. In den folgenden zehn Monaten haben sie sich während eines Gedenkgottesdienstes mit Schirmherr Weihbischof Ulrich Neymeyr mit dem Thema Reichspogromnacht befasst, haben das Friedenslicht aus Bethlehem in Wien abgeholt und waren in Lourdes, um gemeinsam für den Frieden zu beten. Auch vor Ort - im Odenwald - fand die Aktion Anklang und Unterstützung. So wurden die Initiatoren von der Grundschule Seckmauern, den Jugendlichen des Deutsch-Kurdischen Vereins in Höchst und den Messdienern aus Erbach tatkräftig unterstützt.
Aufhängen der Bilder in unserer Kirche St. Sebastian
Während des Abschlußgottesdienstes am 21. Juni 2009
Diözesanseelsorger Markus Konrad hält die Ansprache beim Festgottesdienst
Vier Aktionsteilnehmer bringen Lichter aus Bethlehem, Lourdes, Altenberg und Siluva

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