Klinikseelsorgerin Stefanie Erbs

Guten Tag, darf ich mich vorstellen?
Nein, ich gebe Ihnen hier gar nicht die Gelegenheit, zuzustimmen oder abzulehnen. Genau so wie es oft in meinem neuen Arbeitsbereich passiert: Ich arbeite als katholische Klinikseelsorgerin in der Kreisklinik, dem Pflegeheim und zukünftig auch im gerade eröffneten Zentrum für seelische Gesundheit in Groß-Umstadt.
Es gehört zum Klinikalltag dazu, dass ich an Türen klopfe und nicht weiß, ob ich über einen kurzen Vorstellungssatz „Guten Tag, mein Name ist Stefanie Erbs, ich komme von der katholischen Klinikseelsorge" hinaus komme.
Aber hier, auf dieser Homepage, habe ich die Möglichkeit, noch etwas mehr von mir zu erzählen!
Ich bin in Alzey und Alzey-Weinheim aufgewachsen, einer hübschen Weingegend in Rheinhessen mit Winzerfest inklusive. Nach dem Abitur habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr als Jesuit European Volunteer (JEV) in Brüssel gemacht, wo das Leben in einer Kommunität mit geistlicher Begleitung in mir den Wunsch geweckt hat, Theologie zu studieren. Dazu ging ich an die Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt und nach Granada (Spanien), schloss 2007 mit dem Diplom ab und wurde dann in den Pastoralkurs im Bistum Mainz aufgenommen. Dies ist die praktische Ausbildungszeit zum Pastoralreferenten in Schule, Krankenhaus und Gemeinde. Vor kurzem wurde ich zusammen mit meinen beiden Kolleginnen von Karl Kardinal Lehmann in einem feierlichen Gottesdienst zur Pastoralreferentin gesendet. Einen Artikel dazu finden Sie in unserer Bistumszeitung Glaube und Leben bzw. im Internet unter
Ganz konkret beginnt dieser neue Lebensabschnitt mit einem Stellenwechsel: Seit August arbeite ich in Groß-Umstadt als Klinikseelsorgerin. Schon in einem Praktikum während meines Studiums konnte ich mir vorstellen, in diesem Bereich der Seelsorge einmal zu arbeiten, weil für mich der Kontakt zu heilsuchenden Menschen wie in Klinik und Pflegeheim wichtig und wertvoll ist. Außerdem gehört dazu aber auch die Seelsorge für alle Klinikangestellten und ein guter Draht zu allen Kreisen mit ehrenamtlichen
Mitarbeitern. Denn eines ist klar: Allein kann ich nicht eine ganze Klinik „beseelsorgen" und möchte dies auch gar nicht. Ich bin froh, dass es viele Menschen gibt, die ihre Zeit für andere einsetzen, ob im Gottesdiensthelferkreis, als Grüne Dame oder im Hospizverein.
Demnächst wird noch ein Umzug anstehen: Das Pflegeheim wird ins Zentrum von Groß-Umstadt ziehen. Dann werden sich wohl auch Gottesdienst- und Besuchszeiten in der Klinik ändern. Und ich werde gut ein Fahrrad gebrauchen können, um schnell von der Klinik zum Pflegeheim und wieder zurück kommen zu können!
So freue ich mich auf eine gute und wertschätzende Zusammenarbeit und hoffe auf Kontakte zu Ihnen in den Gemeinden.
Stefanie Erbs
Pastoralreferentin, Klinikseelsorgerin in der Kreisklinik Groß-Umstadt