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Die Kohlhaaß-Orgel in Großwinternheim

Orgel Gross-Winternheim s/w

Die Kirche St. Johannes Evangelist in Groß-Winternheim verfügt über eine bedeutende Orgel. Sie wurde im Jahr 1769 vom Mainzer Orgelbaumeister Johannes Kohlhaaß erbaut. Es ist das einzige Instrument dieses Meisters, das sich noch an seinem Ursprungsort befindet. Der prächtige Orgelprospekt bildet mit der Innenarchitektur der Kirche eine gelungene und wohlproportionierte Einheit.

Musikgeschichtlich ist das Instrument im Übergang von der barocken Bauweise zur Klassik anzusiedeln. Es spricht alles dafür, dass sie ursprünglich über die Registrierung verfügte, die aus einem erhaltenden Kostenvoranschlag aus dem Jahr 1852 hervorgeht:

  1. Prinzipal 8'
  2. 2. Großgedackt 8'
  3. Viola da Gamba 8'
  4. Octave 4'
  5. Spitzflöte 4'
  6. Kleingedackt 4'
  7. Superoctav 2'
  8. Flageolett 2'
  9. Quintflöte 3'
  10. Sesquialter 3', Discant soll werden Bordun 16' Diskant
  11. Mixtur 3 fach 1' soll werden 3fach 2'
  12. Crummhorn vox humana soll werden Salicional 8' untere Octav Holz
  13. Floet travers 8'
  14. Leerzug (mitten unter den Zügen unter 6 angegeben )
  15. Subbaß 16'
  16. Octavbaß 8'

Von diesem Konzept mit dieser Registrierung hat sich der heutige Zustand der Orgel deutlich entfernt. Nicht nur befinden sich Mechanik und Pfeifen in einem zum Teil sehr schlechten Zustand, der die Orgel an die Grenze der Bespielbarkeit bringt. Das Instrument musste zudem in den Jahren 1974 bis 1980 bei Renovierungsarbeiten einschneidende Veränderungen über sich ergehen lassen, die ihr den für seine Entstehungsepoche typischen Charakter zu einem großen Teil genommen haben. Zudem weist die seinerzeitige Umarbeitung zum Teil sehr fragwürdige Praktiken auf, von denen der Einbau eines dem Instrument eigentlich fremden, gebrauchten Manuals nur ein Beispiel von vielen ist. Für das Orgelspiel als auf Dauer höchst nachteilig haben sich auch die Veränderungen an der Mechanik erwiesen.

Die Orgel muss jetzt bald fachlich einwandfrei, gründlich und solide renoviert werden, wenn sie der Gemeinde auf Dauer für die Gestaltung der Gottesdienste erhalten bleiben soll. Das Instrument muss wieder seinen ursprünglichen musikalischen Charakter erhalten und eine seiner Registrierung angemessene und sorgfältig verarbeitete Mechanik erhalten.

Die Kirchengemeinde hat einen Orgelausschuss gebildet, der die Renovierung vorantreiben will. Inzwischen werden von mehreren Orgelbauern Voranschläge erarbeitet. Ein erster finanzieller Grundstock ist gebildet, der durch Aktivitäten der Gemeinde und unterstützende Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger vergrößert werden soll. Zugleich bemüht sich die Gemeinde um öffentlichen Zuschüsse und Spenden.

Konto Nr. 593659014

bei der Mainzer Volksbank BLZ 55190000

Auf Wunsch erhalten Sie eine Spendenquittung.

Orgel Gross-Winternheim s/w

Im Jahre 1769 errichtete der Mainzer Orgelbauer Johannes Kohlhaaß die Orgel in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Evangelist in Ingelheim-Groß-Winternheim. Es ist das einzige Instrument aus seiner Werkstatt, das sich noch heute ans einem ursprünglichen Platz befindet. Die Orgel ist auch deshalb von besonderem musikhistorischem Interesse, weil sie in einer eigentümlichen Weise den Übergang von der barocken Bauweise zur frühen Klassik vertritt und Elemente aus beiden Epochen aufweist.

Die Orgel befindet sich aber inzwischen in einem sehr kritischen Zustand, der sich schon an der Grenze der Bespielbarkeit befindet. Sehr gut erhalten ist der Orgelprospekt, der mit der gesamten Architektur der Kirche aus dem 18. Jahrhundert eine gelungene und wohlproportionierte Einheit bildet.

Die Renovierung der Orgel drängt, wenn sie noch zu vertretbaren Kosten gelingen soll. Dazu macht die Kirchengemeinde erhebliche Anstrengungen. Ein beachtlicher finanzieller Grundstock von mehreren zehntausend Euro konnte inzwischen angesammelt werden. Mit Benefizkonzerten und weiteren Aktionen soll dieser Betrag kontinuierlich vergrößert werden.. Natürlich bemühen wir uns um Zuschüsse des Bistums Mainz und des Landes Rheinland-Pfalz. Doch sind wir dringend auch auf private Spenden angewiesen. Darum möchten wir Sie heute bitten.

Wir können Ihnen versichern, dass die Gemeinde, die einen Ausschuss für die Rettung der Kohlhaaß-Orgel gebildet hat, mit sorgfältiger Überlegung und bestmöglichem Sachverstand vorgehen wird. Die Renovierung soll sich so eng wie möglich an dem historisch überlieferten Konzept aus der Zeit ihrer Erbauung orientieren und in einer soliden Weise durchgeführt werden, die auf lange Lebensdauer angelegt ist. Wir haben den Orgelbaufirmen, die wir um ein Angebot gebeten haben, vorgegeben, die Renovierung möglichst in drei Phasen einzuteilen, damit auf der einen Seite unverzüglich notwendige Arbeiten durchgeführt werden und die Bespielbarkeit schnell verbessert wird, und auf der anderen Seite unsere finanziellen Möglichkeiten bedacht sind.

Um so mehr würden wir uns freuen, wenn Sie uns mithelfen, bald ans Werk zu gehen. Wir erwarten in Kürze verbindliche Angebote für die mehrstufige Renovierung. Es wäre wunderschön, wenn wir dann mit einer ersten Bauphase beginnen könnten. Selbstverständlich stehen wir Ihnen jederzeit zu weiteren Informationen zur Verfügung.

Konto Nr. 593659014

bei der Mainzer Volksbank BLZ 55190000

Pfarramt, Faltenstraße 34, 55270 Schwabenheim, Tel. 06130-293, Fax 06130-8651