Der Kirchturm von St. Cosmas und Damian in Gau-Algesheim
Mit seinen 63 m Höhe ragt der Kirchturm von weitem bereits sichtbar über die Dächer der kleinen Stadt. Je nachdem von welcher Seite man sich ihm, oder besser sich Gau-Algesheim nähert, bietet er einen Wechsel in seiner Architektur. Wer die Autobahnabfahrt Ingelheim-West/Gau-Algesheim mit dem Auto verlässt und über die Bundesstraße 41 auf ihn zufährt sieht einen breit sich darstellenden massiven Turm. Wer aus Richtung Bingen am Regionalbad „Rheinwelle" vorbei über die Kreisstraße (K 13) auf ihn zufährt erfährt wieder ein ganz anderes Bild. Der Turm bietet sich schlank aufragend dar. Deutlich zeichnen sich seine vier begrenzenden Ecktürmchen ab. Ein interessantes Bild, was sich auch dem Betrachter auf der Langgasse, der Geschäftsstraße der kleinen Stadt bis zum Marktplatz hin fortsetzt. Das gleiche Bild bietet sich dem Wanderer vom Westerberg, dem „Gau-Algesheimer Kopf" aus: Ein breiter massiver Turm hoch aufragend. Wer allerdings über die Straße „Im Herzenacker" stadtwärts auf ihn zukommt sieht wieder den schlanken gotischen Turm in der Achse des mittelalterlichen Chores und des Dachreiters über der Vierung der Kirche. So verschieden stellt er sich nun einmal dar, das markante Wahrzeichen unserer kleinen Stadt und das seit nun mehr 122 Jahren: Der Kirchturm von St. Cosmas und Damian.
In den Jahren 1887 bis 1889 wurde die Gau-Algesheimer Pfarrkirche St. Cosmas und Damian nach Plänen des aus der Kölner Bauschule kommenden Limburger Diözesanbaumeisters und späteren Freiburger Erzbischöflichen Baudirektors Max Meckel erweitert. Hierbei wurden Bauteile der Vorgängerkirchen in den Erweiterungsbau einbezogen. Die Bauachse von Ost nach West um 180 auf Süd nach Nord verlagert. Der Turm bildet jetzt bei der neuen Kirche seitlich stehend den rechten „Kreuzarm", der ehemalige Hauptchor, jetzt „Marienchor", den linken „Kreuzarm".
Pfarrer Peter Koser trat 1869 die Gau-Algesheimer Pfarrstelle an. Schon lange zuvor klagte die Gemeinde über die ihr längst zu klein gewordene und von ihrer Bauweise zu dunkle Kirche. Sie wünschte sich seit vielen Jahren einen würdigen Gottesdienstraum für die stetig anwachsende Gemeinde. Zu dieser Zeit fertigte der damalige Mainzer Dombaumeister Josef Wessicken einen ersten Planentwurf unter Berücksichtigung des mittelalterlichen Doppelchores und des Turms. Pfarrer Koser begann zuerst einmal einen finanziellen Grundstock für einen Neubau zu schaffen. Das war zu dieser Zeit nicht einfach, denn es herrschte der „Kuklturkampf". Eine Zeit in der der Staat, damals das Großherzogtum Hessen-Nassau, zu dem die Provinz Rheinhessen gehörte, und die Katholische Kirche gegeneinander um ihre jeweiligen Rechte rangen. Nicht ganz unschuldig daran waren auch die unglücklichen Folgerungen des I. Vatikanischen Konzils, welches durch den Ausbruch des preußisch-französichen Krieges abrupt beendet werden musste. Trotzdem begann Pfarrer Koser mit viel Energie auf den Bau einer größeren Kirche hinzuarbeiten. 1887 war es dann endlich soweit und das große Werk konnte begonnen werden.
Aus den Tagebuchaufzeichnungen seines Kaplans Jakob May sind hierzu, was den Turm betrifft, einige Anmerkungen aufgegriffen. Er hat den Abbruch der alten Kirche miterlebt und schildert im Einzelnen die verschiedenen Bauabschnitte so auch zum Turm.
Die „alte" Kirche nahm den Platz zwischen dem heute erhaltenen Teil des „alten" Chores, heute „Marienchor" und dem Turm in Fortführung des heutigen Querhauses ein. Allerdings wurde entgegen dem Wessicken-Plan für den jetzt entstehenden „Neubau" ein Joch des ursprünglichen Doppelchors, der über zwei Ebenen verfügte, die durch Treppen miteinander und dem Kirchenschiff verbunden waren, für das neue, östliche Seitenschiff geopfert. Da wo heute noch der „Marienaltar" steht, ursprünglich Hochaltar der alten Kirche, führt außen ein Tunnel unter dem Chor durch, was die erhebliche Höhe des Altarstandortes erklärt. Eine alte Fotoaufnahme von 1880 und eine Federzeichnung des Kaplans geben eine ungefähre Vorstellung vom Aussehen des mittelalterlichen Kirchbaus, der aus den Jahren 1406 für den Chor bzw. 1539 für das Schiff stammt. Der Turm, wie gesagt, sein steinerner unterer Teil, wurde bereits vor 1000 ursprünglich einmal als Wehrturm erbaut. Seine meterdicken Mauern aus Kalkbruchstein vom Westerberg massiv gemauert und der spätere Anbau eines heute ebenfalls noch erhaltenen Treppentürmchens, jetzt Aufgang zur Orgelempore, weisen darauf hin. Ursprünglich war der Turm als Wehrturm und letzter Zufluchtsort in Kriegszeiten für die Bewohner der Stadt gedacht und nur über eine Leiter zu besteigen. Bei Gefahr konnte die Leiter eingezogen werden.
Blättern wir doch weiter in Kaplan Mays Aufzeichnungen die den Turm betreffen. Kaplan Jakob May, aus Büdesheim stammend, war von 1885 bis 1892 in Gau-Algesheim tätig. Der steinerne Teil des Turms blieb also 1887/89 an seinem alten Platz bestehen.
Am Dienstag, den 11. Januar 1887 begannen die Abbrucharbeiten an den ursprünglich den Kirchplatz umfriedenden Mauern, ursprünglich mittelalterliche Befestigungsmauern rund um die Kirche.
Montag, 14. März 1887
... heute kamen die vollständigen Pläne zur neuen Kirche hier an, sowie die zum Ausbau des Thurmes. Sie sind angefertigt von Herrn Architekt Max Meckel aus Frankfurt/Main, der einst Accessist bei Herrn Dombaumeister Wessicken war. ...
Dienstag, 6. April 1887
Baumeister (Architekt) und Maurermeister sind erschienen die Achse für den Neubau zu ziehen, da Turm und Chor nicht im selben Winkel liegen, so bietet dies einige Schwierigkeit.
Samstag, 30. April 1887
Heute der erste Spatenstich! ... In einer Entfernung von etwa 12 Schritten vom Turm machte Herr Pfarrer Koser den ersten Spatenstich, ihm folgten die übrigen hiesigen Geistlichen ... weitere Repräsentanten des Kirchenvorstands und der Stadt ... zum Schluss der Maurermeister der Kirche, Herr Gerhards und dessen Sohn (richtig: Johann Baptist Gerharz und sein Neffe Johann Josef Gerharz), aus Montabaur (richtig: Arzbach im Westerwald). Johann Josef Gerharz wurde zum Begründer der heutigen Gau-Algesheimer und Bad Kreuznacher Dynastie von Bauunternehmern und -ingenieuren bzw. Architekten.
Mittwoch, 16. Mai 1888
Der Kirchenvorstand beschließt die Orgel (es handelt sich um die Dreymann-Orgel von 1851) nicht auf der hinteren Empore, sondern auf der erneuerten Turmempore nach Fertigstellung der Bauarbeiten aufzustellen.
Donnerstag, 21. Juni 1888
Die Maurer arbeiten teilweise an der Herstellung der (Heilig-Kreuz-)Kapelle im Turm und an der Orgelbühne (Empore auf der heute wieder die Orgel steht).
Donnerstag, 28. Juni 1888
Heute beginnen die Zimmerleute den Turm aufzuschlagen.
Dienstag, 3. Juli 1888
Heute traf durch Herrn Bürgermeister mündlich die Kreisamtliche Genehmigung zum Ausbau des Turmes und zur Aufnahme der zu diesem Zwecke notwendigen und vom Stadtrate bereits genehmigten Summe von 30000 Mark ein. (Die Kirchtürme mussten damals noch von der weltlichen Gemeinde unterhalten werden.)
Mittwoch, 4. Juli 1888
Heute morgen hat man damit begonnen, den alten Kirchturm, soweit dies zu seinem weiteren Ausbau notwendig, niederzulegen. ... Der Turmhelm wird abgenommen, die nach der Kirche zu liegende Mauer abgetragen. Diese Wand war zum Teil ganz schwarz von einem Brand her (wahrscheinlich 1631 beim Einmarsch der Schweden durch Kanonenbeschuss der Stadt entstand ein Brand). An der Turmseite zur Schule hin zeigte sich nun ein etwa drei Meter langer Riss. Die Fundamente des Turmes mussten geprüft werden und man fand, dass sie auf gewachsenem Boden stehen. Der Gedanke, den gesamten Turm niederzulegen, wurde erwogen, aber wieder verworfen, (Ein Riss ist bis heute an der Nordseite zu sehen.) Das Holzwerk des Turmes wurde versteigert und erbrachte 340 Mark.
Sonntag, 22. Juli 1888
Die Glocken sind vom Turm herabgenommen worden, teils weil der Ausbau des Turmes dies notwendig machte, teils weil man von dem Druck des Geläutes eine nachhaltige Wirkung auf die freistehenden Mauern, namentlich die zersprungene, befürchtete ... Der Baumeister (Max Meckel) kam, um den Turm genau zu untersuchen und die Zimmerleute zu rascherem Arbeiten anzuhalten. Sie haben den Dachreiter zum Teil aufgeschlagen. Die Dachdecker wollen nämlich mit der Arbeit beginnen, ebenso die Spengler.
Samstag, 28. Juli 1888
Als ich gerade im Begriffe stand, in den Beichtstuhl zu gehen, erfahre ich, dass ein Zimmermannsgeselle aus Ober-Ingelheim vom Gebälk gefallen sei. Ich eilte hinüber und fand ihn in der Bude liegen, die sich die Zimmerleute in der östlichsten Ecke am Eingang aufgeschlagen hatten; Herr Dr. Mayer untersuchte ihn bereits und konnte keine bedeutende Verletzung feststellen. Das Gebälk von dem derselbe herabfiel ist 13 Meter hoch. (Es kann sich dabei wie auch bei den nachfolgenden Zitaten nur um den Turm handeln.)
Donnerstag, 2. August 1888
Die Dachdecker klopfen munter darauf los; leider Gottes zum Leidwesen der ganzen Nachbarschaft schon morgens um ½ 4 Uhr ... Das ganze Geläute hier wird eben durch das Rathausglöckchen besorgt. Ein armseliger Notbehelf!
Noch eine wichtige Tatsache ist hier nachzutragen; dieser Tage kamen vom Kreisamt Bingen die Baupläne zurück, nachdem sie seit dem 23. April 1887 dort gelegen hatten!
Mittwoch, 15. August 1888
Bischof Paulus Leopold Haffner von Mainz besucht anlässlich einer Firmreise nach Ockenheim die Baustelle und war hocherfreut über den raschen Fortgang des schönen Werkes und sprach seine vollste Zufriedenheit aus mit den bis jetzt fertiggestellten Arbeiten. Die Zahl der Besucher, die die Baustelle besichtigen wurde immer größer. Die Zimmerleute sind mit ihrer Arbeit (am Turm) fertig.
Donnerstag, 6. September 1888
Die Einwölbung der Kirche beginnt mit dem Aufstellen der Holzbögen. Für das Gewölbe wurden ca. 60000 Tuffsteine zum Preis von 25 Mark pro 1000 Stück aus Koblenz geliefert. Lieferant ein Herr Müller.
Freitag, 21. September 1888
Es weht eine Fahne vom Turm herab, zum Zeichen, dass die Maurerarbeiten am Turm fertig sind. ... Die Zimmerleute kommen nur langsam voran. Die Firma Struth möchte das Aufschlagen des Turmes auf das kommende Jahr verschieben. Der Baumeister (Architekt Max Meckel) setzt den 9. November als Termin fest.
Samstag, 13. Oktober 1888
Heute sind die Dachdecker am Kirchendach fertig geworden. ... Die Zimmerleute haben ihre Arbeit am Aufschlagen des Turmes eingestellt, nachdem sich sie bis zum dritten Kreuzgebälk emporgearbeitet hatten; ferner sind die Gewölbe fertig gestellt; die Öffnung an der Nordseite, die zum Zwecke bequemer Zufuhr offen gehalten worden war, ist zugemauert worden; ein Grabdenkmal, äußerlich sichtbar, ist eingemauert worden. (Gemeint ist das Grabmal der Elisabeth von Babenhausen an der Ostseite der Kirche!) Gau-Algesheimer Zimmerleute fügen den alten Glockstuhl wieder zusammen und stellen ihn neben das Portal (?), um die Glocken wieder aufhängen zu können für das seit Wochen vermisste Geläut.
Donnerstag, 15. November 1888
Heute morgen stürzte der Maurer Franz Hellmeister von hier von dem zweiten Gerüst des Turmes etwa 40 Fuß hoch herab. Glücklicher weise waren die Verletzungen, die er namentlich am Kopf davontrug, nicht sehr bedeutend, sodass er noch selbst nach Hause gehen konnte.
Wegen der günstigen Witterung konnte in diesem Jahr länger weitergebaut werden. ... Die Zimmerleute sind bis zum sechsten Kreuzgebälk gekommen, dann mussten sie die Arbeiten einstellen. Es fehlt nur noch der eigentliche Turmabschluss. Das es Ende Dezember recht mildes Wetter gab, konnten die Zimmerleute wieder beginnen und am 21. Dezember eine Fahne auf die Spitze des Turmes stecken. Das von Schlosser Zubrod gefertigte Turmkreuz konnte nach Neujahr an seinen Platz gebracht werden. Der Längsbalken misst 4 Meter, der Querbalken 2,30 Meter. Der Hahn misst vom Schnabel bis zum Schweif 1,17 Meter.
Mitte Februar 1889
Die Zimmerleute (am Turm) sind abgezogen, nachdem ihre Arbeiten fertig gestellt waren.
Ende Juni 1889
Die Arbeiten am Äußeren der Kirche gehen ihrem Ende entgegen. Im Innern stehen noch viele Arbeiten an. Herr Baumeister Meckel (Diözesanbaumeister) hält es für wünschenswert, dass man die Einweihungsfeierlichkeiten verschiebt. (Geplant war der 18. August 1889!)
17. Juni 1889
Der Tag der Weihe ist festgelegt. Es herrscht fieberhafte Tätigkeit zur Fertigstellung. ... An einem Tag wurde eine fotografische Aufnahme gemacht, dabei waren 16 verschiedene Handwerker vertreten. (Diese Fotoaufnahme ist nicht mehr vorhanden!?) In der Stadt beginnen die Vorbereitungen für den Tag der Weihe. Auch die (neuen) Glocken sind inzwischen (bei Johann Georg Pfeifer in Kaiserslautern) gegossen.
Sonnrtag, 4. August 1889
Feierliches Benedizieren der neuen Glocken durch Dekan Thaler aus Sauer-Schwabenheim (wie es damals noch hieß) unter großer Beteiligung der Bevölkerung und vielen Gästen. Die neu gegründete Kirchenmusik spielt erstmals öffentlich und begleitet das „Großer Gott wir loben dich ..." „aus tausend Kehlen freudig gesungen". Die Glockenprüfung fiel zur großen Zufriedenheit aus. (Interessant zu dieser Zeit ist, dass der Glockengießer evangelischer Konfession war und den Auftrag für den Guß der neuen Glocken einer kath. Kirche erhielt.
17./18. August 1889
Feierliche Weihe der Kirche durch den Mainzer Bischof Paulus Leopold Haffner verbunden mit einem großen Fest.
Der Bauherr der Kirche, Pfarrer Peter Koser wirkte noch ein Jahr in Gau-Algesheim. Seine Gesundheit war durch den Kirchbau stark angegriffen. Der Gau-Algesheimer Arzt Dr. Mayer bescheinigte ihm einen sehr hartnäckigen Rachen- und Kehlkopfkatarrh, dessen Heilung eine vollständige Enthaltung jeglicher beruflicher Tätigkeit und eine längerer Kur unbedingt notwendig macht. Der Minister des Innern bewilligte eine einmalige Zuwendung von 300 Mark, nachdem er vorher eine Aufbesserung des Gehalts von jährlich 1200 Mark abgelehnt hatte. Pfarrer Koser ging für sechs Wochen nach Bad Ems in Kur. Gestärkt konnte er seinen Dienst wieder aufnehmen, nachdem er das Jahr der Fertigstellung der Kirche und die Kirchweihe fast ohne Urlaub überstanden hatte. Kurz darauf wurde er nach Darmstadt versetzt. Bald nach seinem Weggang wurde er jedoch schwer krank sodass ihm im Juni 1891 das Beten des Previers erlassen wurde. Am 13. September 1891 starb Pfarrer Peter Koser. Seinem Wunsch entsprechend wurde er im Mittelgang „seiner" Kirche vor den Stufen zum Aufgang in den Hauptchor in Anwesenheit des Mainzer Bischofs Paulus Leopold Haffner beigesetzt. Sein Grab befindet sich heute neben dem Herz-Jesu-Altar. Anlässlich der Kirchenrenovierung 1965/66 wurde er umgebettet. Die Grabplatte litt unter den Schuhen der Kirchenbesucher.
1964
wurde der Turm wie das Kirchendach mit Kunstschiefer eingedeckt. Die Auftraggeber erhofften sich damals von dem neuen Material eine längere Haltbarkeit gegenüber dem Naturschiefer. Dies erwies sich in den letzten Jahren als nicht gegeben. Das gesamte Kirchendach musste 2006/2007 in mehreren Bauabschnitten mit Naturschiefer neu eingedeckt werden. Aus Kostengründen, da auch eine Innenrenovierung dringend anstand, musste der Turm zurücktreten. Inzwischen löst sich jedoch der Kunstschiefer vom Turmdach und die Nässe kann ungehindert an verschiedenen Stellen bis in das Gebälk eindringen. Es kommt zu Fäulnis und damit Schäden an den tragenden Balken. Kunstschiefer ist leicht und dem starken Wind durch eine größere Angriffsfläche hilflos ausgeliefert. Einige Platten sind bereits heruntergefallen und die sich lösenden Schindeln stellen eine Gefahr für die Passanten und Gottesdienstbesucher dar. Deshalb steht dringend eine Dachrenovierung am Turm mittels neuer Eindeckung mit Naturschiefer an. Dank unseres Kirchbauvereins und seiner rührigen Vorsitzenden Frau Marion Lehmann konnte mit diversen Aktivitäten wie zuletzt dem Aufwiegen unseres ebenso rührigen Pfarrers Henning Priesel ein Grundbetrag angesammelt werden, der aber bei weitem die Kosten für eine entsprechende Reparatur und Neueindeckung noch nicht decken kann. Allein die Gerüstkosten liegen bei 200000 EUR. Wir hoffen sehr, dass uns auch das Bistum bei der Kostendeckung für die Turmsanierung unterstützten kann. Ein entsprechender Antrag ist gestellt. Den Bärenanteil muss jedoch die Gemeinde aufbringen. Mit großem Einsatz hat der Kirchbauverein bereits bei der Neueindeckung des Kirchendachs samt der Chorhäupter, des Dachreiters über der Vierung und zuletzt bei der Innenrenovierung einen hohen Beitrag geleistet. Wir können nicht genug dankbar für die Aktivitäten des Vereins wie des Pfarrers und die Spendenbereitschaft vieler Menschen und Institutionen sein.
Wir hoffen das Werk 2013 beginnen zu dürfen.
- Spendenkonten:
Mainzer Volksbank, Konto 485 703 136, BLZ 551 900 00
Sparkasse Rhein-Nahe, Konto 101 192 95, BLZ 560 501 80
Manfred Wantzen
28. 11.2011
Quellenangabe:
Karl Heinz Helm und Chjristofer Hermann: "Pfarrer Peter Koser und die Zeit des Kulturkampfes" - Beiträge zur Geschichte des Gau-Algesheimer Raumes, Heft 5/1983

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