Die BenediktFreunde in Sachsen-Anhalt
Im Frühjahr bereiteten sich die BenediktFreunde mit Vorträgen über Martin Luther und die Hl. Elisabeth auf die Reise nach Sachsen-Anhalt vor.
Am Donnerstagmorgen des 21. Mai 2009 war es dann endlich soweit, 40 BenediktFreunde starteten in Richtung Osten.
Mit einem geistlichen Impuls und Reisesegen durch den begleitenden Pater Franziskus begann die Reise.
Unser erstes Ziel war die 411 m über der Stadt Eisenach gelegene Wartburg die seit 1999 zum Weltkulturerbe gehört. Die Burg wurde 1067 von Ludwig dem Springer gegründet.
Auf der Wartburg lebte die Hl. Elisabeth, die bereits zwölfjährig mit dem thüringischen Landgrafen Ludwig IV verheiratet wurde. Auch übersetzte hier Martin Luther - getarnt als Junker Jörg - die Bibel ins Deutsche.
Die anschließende Wanderung durch die wildromantische Drachenschlucht war ein abenteuerliches Erlebnis besonderer Art.
Weiter ging es in Richtung der Lutherstadt Eisleben zu unserem Standortziel, dem Cistercienserinnen Kloster St. Marien zu Helfta. Wir waren alle in freundlichen, gut ausgestatteten Gästezimmern des Bildungs- und Exerzitienhauses des Klosters untergebracht.
Am Abend des Himmelfahrttages hatten wir Gelegenheit, in der schön gestalteten Klosterkapelle Gottes-dienst mit Pater Franziskus zu feiern.
Am nächsten Morgen besuchten wir das Benediktinerkloster Huysburg, ein Priorat von St. Matthias in Trier. Die Anlage des heutigen Klosters wurde bereits 790 durch die Franken unter der Herrschaft Karls des Großen zunächst als Militärstation gegründet. 1036-1059 wurde auf dem Huy - einem bewaldeten Höhenrücken nördlich des Harzes - eine Kirche zu Ehren der Mutter Gottes erbaut. Im Jahre 1080 entstand hier unter Abt Ekkehard das erste Kloster.
Nachmittags konnten wir dann die wunderschöne, mittelalterliche Altstadt Quedlinburgs kennen lernen.
Am nächsten Tag, besuchten wir Schloss Neuenburg in Freyburg / Unstrut, der Schwesterburg der Wartburg. Besonders beeindruckend war die mit außergewöhnlicher Bauzier ausgestattete romanische Doppelkapelle.
Der Nachmittag war der Besichtigung des aus spätromanischer gotischer Zeit erbauten Naumburger Doms gewidmet. Hier beeindruckte der älteste Hallenlettner auf deutschem Boden. Westchor und Westlettner gehören zu den bedeutendsten Werken deutscher Frühgotik.
Abgeschlossen wurde der Tag mit einer Verkostung der Weine der Saale-Unstrut Region, dem nördlichsten Weinanbaugebiet Deutschlands - besonders interessant für uns Weinkenner aus Rheinhessen! Dazu wurde ein schmackhaftes rustikales Buffet gereicht.
Am Sonntag hatten wir nach dem Besuch des Gottesdienstes in der Klosterkirche Helfta die Gelegenheit, an einer Führung des Museums des Geburtshauses Martin Luthers teilzunehmen.
Zurückgekehrt nach Kloster Helfta lauschten wir einem lebendigen, äußerst spannenden Vortrag einer Schwester des Konvents über den Wiederaufbau des Klosters, das nach 450 Jahren Auszeit wieder belebt wurde.
Am Montag ging die Fahrt zur Barbarossahöhle, einer Anhydrithöhle (Gipshöhle) im Kyffhäuser bei Rottleben. Anschließend ging es dann weiter zur idyllischen Rosenstadt Sangerhausen, die eine der größten Rosen-sammlungen in dem weltbekannten Rosarium beherbergt. Dort nahmen wir an einer sachkundigen Führung teil, wo auch Fragen über die Rosenpflege beantwortet wurden.
Bei der Rückreise besichtigten wir unter sachkundiger Führung die stadtbildprägende und rein gotische St. Elisabethkirche in Marburg.
Der fröhliche Abschluss der nachhaltig beeindruckenden Reise bildete das gemeinsame Abendessen in einem Kiedricher Restaurant bei einem guten Rheingauer Tropfen in geselliger, froher Runde.
Ein besonderer Dank gilt dem perfekten Organisationsteam der BenediktFreunde.
K. Scherer
