Benefizkonzert zur Renovierung von St. Cosmas und Damian
Pfarrer Henning Priesel freut sich über eine Einnahme von 2.343 Euro beim Benefizkonzert des Landespolizeiorchesters Rheinland-Pfalz, Leitung Erster Polizeihauptkommissar Hans-Georg Conrad.
Er dankte zugleich Diakon Franz Luckas auf dessen Vermittlung dieses Konzert möglich wurde. Franz Luckas beteiligte sich an diesem Spätsonntagnachmittag mit zwei Orgelstücken in St. Cosmas und Damian beim geistlichen Konzert, das trotz erster frühlingshafter Temperaturen für dieses Jahr gut besucht war.
Das ehrwürdige Gotteshaus wurde für die vielen Besucher zu einer Oase in sich ruhender Geborgenheit. Die Seele ganz einfach baumeln lassen und das Abschalten vom Alltag fiel nicht schwer, war zugleich die Einladung zum Lauschen der konzertanten Klänge.
Polizeihauptkommissar Christian Küchenmeister unterlegte den musikalischen Teil mit meditativen Texten. Angefangen, dass man zwar mit Geld ein Haus kaufen, aber kein Zuhause kaufen könne (chinesische Weisheit), sowie weitere Vergleiche in dieser Hinsicht oder die Erfahrungen des Mark Twain mit den bekannten Jungen Tom und Finn sowie die Frage nach dem ständig „unter Strom stehen", was letztlich alle Energie verbrauche, wenn man nicht abschalte, legte Küchenmeister das Wohlbefinden der Seele in die Frage an das eigene Ich. Und brandaktuell ging er auf die Fassungslosigkeit des schrecklichen Geschehens von Winnenden für alle Beteiligten ein, die jungen Polizeibeamten, die als erste vor Ort waren, wie auch die Angehörigen von Täter und Opfer gleichermaßen.
Der inneren Einkehr zur Fasten- und Bußzeit gewidmet hatte das Orchester „O Haupt voll Blut und Wunden" Zum Mitsingen regte der abgedruckte Text an. Mit dem Intermezzo Sinfonico aus der Oper „Cavalleria rusticana" (Mascagni) führte Hans-Georg Conrad mit seinen Musikern die Kirchenbesucher in die gefühlvolle Welt des Innehaltens.
Erbauend und beruhigend danach erklang Donizettis Concertino für Klarinette und Orchester mit dem Solisten Andreas Stocker, um dann wieder vom Saxophonquartett, Leitung Peter Matejcek, durch „Allegro moderato" von G. Jacob aus dem verhaltenen Insichversunkensein herausgeführt zu werden. Telemanns Trompetenkonzert D-Dur mit Markus Privat als virtuoser Solist war geteilt in einen getragenen und einen temperamentvollen Teil.
Es schloss sich wohltuender Orgelklang an. Franz Luckas interpretierte Felix Mendelssohn Bartholdys „Allegro moderato maestroso".
Geschmeidig, weich bis dezent, vermittelte das Holzbläserquintett, Leitung Bernd Schneider, den 2. Satz „Lento" nach dem amerikanischen Streichquartett von Antonin Dvorak.Verhalten begann das Orchester eine Fantasie über „Dona nobis pacem" (Th. Doss). Dabei brillieten die Musikerinnen und Musiker des Polizeiorchesters bis hin zum spürbaren kräftigen Aufschrei des zu stillenden Schmerzes und des erbetenen Friedens. Virtuos und klangstark erwies sich das Blechbläserquintett bei „Sonata fort two Trumpets and Brass (inklusive Posaune). Hans-Georg Conrad hatte die Zusammenstellung des Konzertes offenbar als Wechselspiel der musikalischen Gemütsberührung angesehen.
Der Orgelbeitrag „Diapaso Melody in D" durfte danach als weiches und melodisches Zwischenspiel angesehen werden bevor das Orchester bei der Sinfonischen Bearbeitung ((J. Curnow) über „Lobe den Herren" kräftig aufspielte und jubelnd erhaben das Lob des Allmächtigen pries.
Den Dankesworten von Pfarrer Priesel, der sich mit den Anmerkungen von Küchemeister inhaltlich anfreundete, schloss sich nach lange anhaltendem Beifall „Ein Haus voll Glorie schauet" an, textlich begleitet von Besuchern, die sich faszinieren und für knapp eineinhalb Stunden aus dem Alltag in seelische Schwerelosigkeit entführen ließen.
Es war ein in jeder Hinsicht erbauender Spätnachmittag dank dem Polizeiorchester Rheinland-Pfalz und Diakon Franz Luckas.
Ausschnitte aus dem Benefizkonzert
Concertino für Klarinette und Orchester
Solist: Andreas Stocker
Saxophonquartett: "Allegro moderato" aus dem Saxophonquartett Nr. 1
Holzbläser-Quintett
Landes-Polizeiorchester Rheinland-Pfalz
Die vielen Konzertbesucher





Original






