Ablauf der Renovierung der Alten Kirche Bingen-Dietersheim
Sehr lange Zeit ging den Mitgliedern des Verwaltungrates Bingen-Dietersheim die Renovierung des ältesten Gebäudes von Dietersheim und der Umgebung im Kopf herum. Aber für die Gesamtrenovierung der Kirche fehlte schlichtweg das Geld.
So wurden, noch unter Pfarrer Eberhard Otto, 1998 die Innenrenovierung und die Dachreparatur geplant. Diese Arbeiten wurden im Jahr 2000 ausgeführt.
Schon damals war es das hartnäckige Anliegen von Diakon Toni Heinz, den Kircheneingang und die Aufstellung des Altares in ihrer ursprünglichen Form vorzunehmen. Allerdings fehlten hierzu die Mittel. Da der Außenputz in den folgenden Jahren immer mehr abbröckelte und dadurch bedingt auch wieder Verputzschäden im Innenraum der Kirche auftraten, fasste 2004 der Verwaltungsrat, unter Pfarrer Dr. Michael Figura, den Entschluss, Bischöfliches Ordinariat, Landesdenkmalpflege, kirchliche Denkmalpflege und die Stadt Bingen für den Erhalt der Alten Kirche zu gewinnen. Nach vielen, langwierigen und auch schwierigen Verhandlungen, Besichtigungen und Einzelgesprächen mit vielen Gremien, Abteilungen und Einzelpersonen kam schließlich doch ein für die Pfarrgemeinde tragfähiges Ergebnis heraus.
So wurde im Jahr 2005 als erstes vom Gartenamt der Stadt Bingen auf der Nordseite der Einfriedungsmauer ein Eingang geschaffen und ein breites verzinktes Tor eingebaut. Dieser Eingang war und ist für die weiteren Arbeiten an der Kirche und die späteren Pflegearbeiten um die Kirche erforderlich. Dann wurden ebenfalls durch das Gartenamt die Verlängerung des Weges zu dem neuen Eingang und die Gestaltung des Eingangsbereichs vorgenommen. Eine neue Außenleuchte musste montiert werden. Die Kosten für diese Arbeiten (ca. 15.000 Euro) wurden von der Stadt Bingen, Abteilung Gartenamt, übernommen.
Durch den kostenlosen Einsatz von Christoph Haas wurde die Mauer an der Westseite herausgeschnitten und der alte Eingang wieder hergestellt. Dank kostenloser Mithilfe von Walter Haas und Alfred Zimmerschitt wurden die Türen in ihrer alten Form wieder hergerichtet und an den alten Stellen wieder eingebaut.
Elektroleitungen mussten verlegt und Innenbeleuchtungen montiert werden. Diese Arbeiten wurden ebenfalls kostenlos durch die Herren Manfred Lenhard, Gerald und Tobias Tonollo sowie Toni und Johannes Heinz vorgenommen.
Die alten Kirchenbänke mussten fachtechnisch behandelt und gestrichen, der Boden in der Kirche mehrfach gereinigt, die Kiesbettfüllung um die Kirche erneuert werden, und vieles, vieles mehr musste getan werden. Diese Arbeiten wurden ebenfalls kostenlos durch die Herren Matthias Altenhofen, Friedel Jäger, Albert Jöckel, Georg und Jörg Jung sowie Alfred Zimmerschitt vorgenommen. Die Ministranten erledigten zum Teil die Befüllung des Kiesbettes.
Die Organisation der einzelnen Arbeiten sowie der Arbeitseinsätze musste vorgenommen, die Verhandlungen mit Geldgebern, Behörden, Firmen und Gartenamt mussten geführt werden. Leider belaufen sich die Kosten für alle nicht kostenlos ausführbaren und daher zu vergebenden Arbeiten, wie neuer Verputz, Änderung des Altars und der Stele, einschließlich der Pietà, Ausbesserungen der Türen usw. noch auf insgesamt ca. 70.000 Euro. Die Zuschüsse durch das Bischöfliche Ordinariat Mainz, die Landesdenkmalpflege in Mainz, die Spenden der Sparkasse Rhein-Nahe, der Mainzer Volksbank und kleinere Einzelspenden betragen ungefähr 45.000 Euro. Der Rest muss von der Pfarrgemeinde Dietersheim übernommen werden. Weitere Kosten entstehen noch für die Restaurierung des Retabels und der Herstellung des Unterbaus mit Priestersitz.
Aber ich glaube, mit Recht sagen zu können: die Arbeit und die Kosten haben sich gelohnt, und unser kleines, schmuckes Kirchlein ist wieder ein Kleinod geworden.
Albert Jöckel
Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats













