(Gotteszeit.jpg; 8,47 kB) nachtzeit - zeit für gott

Mit einem sinnenbetonten Gottesdienst zu nächtlicher Stunde versucht die Pfarrgemeinde St. Martin in Bingen Menschen anzusprechen, die auf der Suche nach Gott sind und sich dafür Zeit nehmen wollen. Im Mai 2006 wurde der erste Gottesdienst des neuen Angebots „Nachtzeit – Zeit für Gott“ in der Kapuzinerkirche gefeiert. Weitere „Nachtzeiten“ folgen seither in unregelmäßigen Abständen.

Ursprüngliche Symbole und Riten sollen die besondere Atmosphäre der Nachtzeit-Gottesdienste ausmachen. „Die Menschen sollen spüren, dass unser christlicher Glaube die tiefsten Schichten unseres Lebens berührt und dass sie selbst im Gottesdienst vorkommen“, hofft Pfarrer Gerhard Choquet. So bekommen die Gläubigen zu Beginn des Gottesdienstes z.B. die Gelegenheit, auf kleinen Zettel ihre Gebetsanliegen, Bitten oder Dankesworte vor Gott zu bringen. „Diese Zettel werden den gesamten Gottesdienst über vor Gott stehen und schließlich mit einigen Weihrauchkörnern verbrannt – ‚wie Weihrauch steige mein Gebet zu dir auf’, ist das Wort des Psalmisten, das dahinter steht“, erklärt Choquet. Ein weiterer fester Bestandteil der Gottesdienste ist ein Wasserritual, das zu Beginn des Gottesdienstes an die Taufe erinnert. „Wir glauben, die traditionellen Abläufe des Gottesdienstes mit neuem Leben füllen und den eigentlichen, tiefen Sinn hinter unseren Ritualen wiederentdecken zu können.“

Nachtzeitgottesdienst

Nachtzeitgottesdienst

 

Auch die Musik soll diesen Charakter betonen. Die spärlich beleuchtete Kapuzinerkirche, deren Altar erst vor wenigen Jahren nach der Renovierung geweiht wurde, gibt den Rahmen für die Nachtzeit: In dem halbrunden Gottesraum kann eine gemeinschaftliche Atmosphäre entstehen.
  

 

 

 

 

 

 

Nachtzeitgottesdienst

Nachtzeitgottesdienst

 

Die Gottesdienste werden jeweils an Sonntagen abends um 21.00 Uhr gefeiert. „Wir hoffen, den Gottesdienst allen Menschen zu ermöglichen, die ihren Glauben wiederentdecken oder mit neuem Leben füllen wollen. Vielleicht finden sie zum Ausklang des Wochenendes Zeit, Zeit für sich und Zeit für Gott – eben Nachtzeit.“