Ver-rückte Zeiten - Weihnachten beginnt erst im Advent

 

Ja, wir leben in ver-rückten Zeiten:

  • Osterhasen vor Fastnacht und Nikoläuse im Spätsommer;
  • Adventskranz und Weihnachtsbaum "brennen" gleichzeitig;
  • alte Bräuche geraten zunehmend in Vergessenheit;
  • nicht mehr Kerzen erhellen den Advent - Lichterbatterien tauchen ganze Straßenzüge in gleißendes Licht;
  • der "Nikolaus" muss sich gegen immer zahlreichere "Weihnachtsmann-konkurrenz" wehren;
  • und ... und ...

 

Mit der Plakataktion „Ver-rückte Zeit – Weihnachten beginnt erst im Advent“ wollen das Katholische Dekanat Bingen, die Lokale Agenda 21 Bingen und BUZ Stadtmarketing Bingen einen kleinen Beitrag leisten, den Advent als die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten, das Geburtsfest des Jesus von Nazareth, neu zu „entdecken“. 


Seit einigen Jahren laufen mit zunehmendem Erfolg bereits in verschiedenen Städten Aktionen, die dieses Thema aufgreifen und gemeinsam mit dem Handel dem Kunden ein Einkaufsgefühl bieten, das seinem jahreszeitlichen Empfinden entspricht. 2007 schließt sich auch Bingen der Initiative an. Dabei hoffen die Initiatoren, dass die Aktion von möglichst vielen Geschäften mitgetragen und von positiven Reaktionen aus der Bevölkerung unterstützt wird.

Geschäfte und (kirchliche) Einrichtungen, die das Plakat aushängen, gehen eine freiwillige Selbstverpflichtung ein, auf eine allzu vorzeitige „weihnachtliche Werbung“ zu verzichten: weihnachtliche Musik, (Schaufenster-)Dekoration und Beleuchtung sollen möglichst zeitnah zum  1. Advent beginnen bzw. eingeschaltet werden.

Dabei sind die Initiatoren so realistisch zu wissen, dass notwendige Vorarbeiten nicht „über Nacht“ geleistet werden können. Die Beteiligten betonen ausdrücklich, dass mit dem freiwilligen Verzicht auf vorzeitige weihnachtliche Werbung kein Verzicht auf ein „weihnachtliches“ Warenangebot verbunden ist. Viele Geschäfte sind auf ein langes Weihnachtsgeschäft angewiesen, andere bieten Waren zur persönlichen (Bastel-) Vorbereitung für die Gestaltung der Adventszeit an; Kunden nutzen das frühzeitige Warenangebot, um dann im Advent einige Stunden der Muße und Stille genießen zu können.

Die Veranstalter hoffen, dass sich möglichst viele Geschäfte und Einrichtungen an der Plakataktion beteiligen, um so ein deutliches Zeichen zu setzen, dass Weihnachten erst im Advent beginnt. Nicht nur unsere Kinder haben ein Recht auf ein nachhaltiges Leben in und mit den Jahres- und Festzeiten, die dem Leben Halt, Orientierung und Struktur gaben. 

Ver-rückte Zeiten

 

Ein Kooperationsprojekt im Rahmen des Nachhaltigen Kirchenjahres von:

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