Los amigos

Unser Foto zeigt den Haupteingang des „Hospital del Niño“ in Lima.
Ein paar wirklich gute Freunde aus Viernheim und Lampertheim haben die Patienten des peruanischen Kinderkrankenhauses „Hospital del Niño" in Lima gefunden. Engagierte Jugendliche der Kirchengemeinde St. Marien in Viernheim und Schüler des Lessing-Gymnasiums in Lampertheim bemühen sich, die Situation der kleinen Patienten im Krankenhaus zu verbessern. Die Direktorin des Krankenhauses in Lima ist die Cousine der „Los amigos"-Projektleiterin, Ida Garaycochea. Probleme und Nöte des Krankenhauses kennt sie aus erster Hand.
Als ältestes und größtes staatliches Kinderkrankenhaus Perus umfasst das „Hospital del Niño" etwa 600 Betten, über 250 Ärzte arbeiten dort. Das Aufgabenfeld umfasst neben der Versorgung der Kranken auch die medizinische Lehre und Forschung. Da hauptsächlich Patienten ohne Krankenversicherung in das Krankenhaus kommen, müssen diese sämtliche Leistungen und Medikamente selbst finanzieren. Oft ist dies den Familien aber nicht möglich, und aus Angst werden viele Kinder erst spät oder gar nicht in das Krankenhaus gebracht.
Die Gruppe „Los amigos" unterstützt seit 2002 das Krankenhaus finanziell und durch Sachspenden. Sie basteln Grußkarten, Lichterketten, backen Kuchen und Waffeln und verkaufen all das auf Gemeindefesten, Schulveranstaltungen und Basaren. Die Spenden gehen direkt und ohne Abzüge an das Krankenhaus. Fotos, Filme und Briefe stellen eine regelmäßige Rückmeldung über die Verwendung der Spenden her.
Das Engagement der „Amigos" geht aber noch weiter: In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und der Stadtbücherei Viernheim gestaltete die Gruppe im September 2007 einen Kulturabend mit Lesungen aus südamerikanischer Literatur, präsentierte moderne peruanische bildende Kunst und informierte mit einer Fotoschau über das faszinierende Land Peru. Auch eine peruanische Musikgruppe wurde für diesen Abend engagiert. Ziel jeder einzelnen Veranstaltung ist es, Menschen mit der peruanischen Lebenswirklichkeit vertraut zu machen und dadurch für Nöte anderer zu sensibilisieren.

Durch das Engagement der „Los amigos“ konnte dem kleinen Juan geholfen werden.
Viel konnte schon geholfen werden: Es gibt im Krankenhaus statt der schweren Wolldecken leichte Fleece-Decken in den Krankenbettchen. Auch die Zimmer wurden renoviert - der Putz bröckelt nun nicht mehr von den Wänden. Mittlerweile konnten beispielsweise eine Messlatte, Wärmebettchen, Ohrenspiegel und Selbstbeatmungsgeräte angeschafft werden. Durch Spendengelder werden auch Weiterbildungen der Ärzte und des Pflegepersonals finanziert. Oft erhalten auch einzelne Kinder gezielt Unterstützung, zum Beispiel durch den Kauf von Medikamenten, der Finanzierung von Operationen oder auch der Sonderanfertigung eines Schnullers für ein Kind mit deformiertem Kiefer. Viele Kinder hätten ohne die Hilfe von „Los amigos" nicht überleben können.
Über aktuelle Aktionen der „Los amigos" informiert der Internet-Auftritt der „Amigos" unter www.los-amigos-projekt.de.