Katholische Kirchenmusikkapelle Fürth
Die Anfänge der KKM Fürth
Die Gründung der KKM geht auf das Jahr 1919 zurück.
Sie ist aus dem kath. Jünglingsverein, der im Jahr 1912 von Pfr. Hinkel und Kpl. Sahm ins Leben gerufen wurde, hervorgegangen. Zuerst war es eine lose Verbindung von Musikern aus Fürth und Umgebung, die kath. Feierlichkeiten musikalisch umrahmten. Die voraus gegangenen Proben wurden privat abwechselnd bei den einzelnen Musikern abgehalten. Die ersten Noten wurden von Hand geschrieben, es wurde auch teils auswendig oder nach Gehör geblasen!
Diese Verbindung wurde von Jahr zu Jahr fester und so wurde im Jahr 1919 von Kpl. Winkler die KKM Fürth gegründet. Dadurch sollte die musikalische Umrahmung bei Prozessionen, Erstkommunion, Firmung usw. intensiviert werden. Die Musiker verpflichteten sich, gleichzeitig keiner anderen Kapelle anzugehören.
Der erste Kapellmeister war Bernhard Stalf. Er war der Vater von unserem verstorbenen Ehrendirigenten Georg Stalf. Die erste Besetzung der Kapelle bestand aus 2 Trompeten, 1 Flügelhorn, 2 Es-Hörnern, 1 Tenorhorn, 1 Posaune, 1 Tuba. Bis zum Jahr 1925 erhöhte sich die Zahl der aktiven Spieler auf 11 Mann und die Kapelle entwickelte sich bis zu den Kriegsjahren kontinuierlich weiter.
Während des Krieges war das öffentliche Auftreten konfessioneller Gruppen verboten.
Nach Kriegsende fanden die aus der Gefangenschaft Heimkehrenden trostlose Lebensbedingungen vor. Auch im Vereinsleben herrschte Ratlosigkeit. Sämtliche Musikinstrumente waren während des Krieges abhanden gekommen oder beschlagnahmt worden. Zudem war von der Besatzungsmacht bis 1949 die Gründung jeglicher Gruppen verboten worden.
Erst geraume Zeit später erwachte wieder das Interesse an musikalischer Betätigung.
Im Jahr 1948 schlossen sich die kath. Bläserchöre der Diözese Mainz im Diözesanverband, unter Leitung des Mainzer Domorganisten Heino Schneider, zusammen. Der Verband hatte sich die Aufgabe gestellt, kirchliche und in beschränktem Umfang auch weltliche Bläsermusik zu pflegen.
Die KKM Fürth ist dem Verband im Jahr 1956 beigetreten. Die nunmehr von dort ausgehenden Anregungen und Notenmaterial weckten auch bei uns Interesse und Hoffnung auf einen Neuanfang. Erst im Jahr 1962, nach Einzug des Kaplans N.M. Christgen gab es eine wirkliche Erneuerung unserer KKM. Er übernahm die Leitung und setzte in der Geschichte der KKM einen neuen Meilenstein. Dank seiner Musikbegeisterung gelang es ihm in kurzer Zeit, die bis dahin zerstreuten Kräfte zu sammeln. Seine sachkundige Leitung bewirkte eine beachtliche Leistungssteigerung und führte zu einer neuen musikalischen Gemeinschaft. Neue Mitglieder kamen hinzu, es wurden weitere Instrumente angeschafft. Nach zweijähriger Tätigkeit in Fürth wurde Kpl. Christgen nach Wald Michelbach versetzt.
Ab dem Jahr 1964 übernahm dann Georg Stalf die musikalische Leitung der Kapelle.
Im Jahre 1969 konnten wir unser 50jähriges Bestehen feiern.
Zahlen und Daten
Gründung 1919 (erste Besetzung: 2 Trompeten, 1 Flügelhorn, 2 Es-Hörnern, 1 Tenorhorn, 1 Posaune, 1 Tuba
Bis 1925 11 aktive Musiker
Leitspruch, Motto Zum Lobe und zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen
1967 Gründung einer Jugendkapelle.
Die Ausbildung der Jugendlichen wurde vom damals schon 80jährigen Adam Stalf durchgeführt. Er war der Bruder von Bernhard Stalf.
Geistliche Betreuer
1919 – 1920 Kaplan Dr. Friedrich Winkler (Gründer)
1920 – 1924 Kaplan Eduard Müller (Notenschreiber)
1924 . 1934 Pfarrer Josef Hinkel
1934 – 1964 Pfarrer Josef Burkard
1964 -1981 Pfarrer Emil Ohlig
1981 – 1992 Pfarrer Roman Frauenholz
1994 – 1997 Kaplan Markus Kölzer (heute der Vorsitzender des Diözesanverbandes)
1998 – 2001 Kaplan Siegfried Karl
Dirigenten
1919 – 1949 Bernhard Stalf
1949 – 1962 Georg Stalf (zeitweise auch Adam Stalf)
1962 – 1964 Kaplan N.M. Christgen
1964 – 1991 Georg Stalf, Josef Kraus
1991 2004 Benedikt Schütz, Josef Kraus
Seit 2004 Benedikt Schütz, Peter Meurer
Mitgliederzahlen (Stand 2008)
Aktive Musiker(innen) 68
Fördernde Mitglieder 80
Ehrenmitglieder 7
Jugendliche in Ausbildung 90
Internet-Homepage www.kkm-fuerth.de
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