Daten zur Geschichte der Pfarrei St. Johannes in Fürth

 

  • 773 Karl der Große schenkt die Mark Heppenheim dem Kloster Lorsch.
  • 795 Beschreibung der Grenzen der Mark Heppenheim. Erste urkundliche Erwähnung von Fürth.
  • 1095 Im Lorscher Codex, Urkunde 140, wird erstmals eine Kirche in Fürth erwähnt.
  • 1232 Das Kloster Lorsch, und damit auch Fürth, kommen an das Erzbistum Mainz. Zur Kirche Fürth dürften die Orte Ellenbach, Eulsbach, Schlierbach, Winkel, Glattbach, Kolmbach, Lindenfels, Linnenbach, Erlenbach, Seidenbach, Steinbach, Altlechtern, Ober-Hiltersklingen, Weschnitz, Krumbach, Kröckelbach und Brombach gehört haben. Fahrenbach und Lörzenbach pfarrten vermutlich nach Rimbach.
  • 1369 Zwischen 1369 und 1383 ist Konrad von Battenberg, Priester der Fürther Kirche, verstorben. Seine Grabplatte, die aus einer Vorgängerkirche stammt, ist seit 1754 im alten Hochalter eingebaut.
  • 1461 Das Oberamt Starkenburg wird an die Pfalzgrafschaft verpfändet (Mainzer Stiftsfehde).
  • 1468 Fahrenbach und Lörzenbach gehören zur Pfarrei Rimbach.
  • 1556 Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz führt die Reformation ein, Fürth wird protestantisch (lutherisch). Spätestens um diese Zeit sind Lindenfels und Schlierbach mit den Orten der Talzent von der Pfarrei Fürth gelöst und zu eigenständigen Pfarreien erhoben worden.
  • 1559 Unter Kurfürst Friedrich III. wird Fürth calvinistisch (reformiert).
  • 1576 Kurfürst Ludwig VI. führt wieder das Luthertum ein.
  • 1577 Als Filialen von Fürth werden Krumbach, Brombach, Weschnitz, Altlechtern, Kröckelbach, Steinbach, Ellenbach und Linnenbach genannt.
  • 1583 Die Bevölkerung wird unter Pfalzgraf Johann Kasimir erneut calvinistisch.
  • 1621 Fürth kommt mit dem Oberamt Starkenburg de facto wieder zu Mainz (de jure erst 1650, Bergsträßer Rezess), die Jesuiten rekatholisieren das Oberamt Starkenburg.
  • 1630 bis 1634 wird das Oberamt Starkenburg während der Schwedenzeit wieder calvinistisch.
  • 1650 Reparaturen an der Kirche beheben Schäden des 30jährigen Krieges.
  • 1663 Die Kirchenbücher beginnen. Nach Fürth pfarren die Orte Altlechtern, Brombach, Fahrenbach, Kolmbach, Kröckelbach, Krumbach, Lörzenbach, Steinbach, Weschnitz und Ober-Hiltersklingen.
  • 1711 Der Taufstein, dessen Fuß mit 1671 datiert ist, erhält einen neuen Deckel und eine Johannes-Figur.
  • 1728 Lothar Franz von Schönborn, Erzbischof von Mainz, verleiht Fürth ein neues Marktrecht.
  • 1751 Die Kirche wird abgerissen und neu erbaut. Pfarrer ist zu dieser Zeit Johann Philipp Einig.
  • 1754 Der Hochaltar wird in diesem Jahr errichtet, die Seitenaltäre 1762.
  • 1775 Der Maurer Franz Wegmann aus Heppenheim erhält für die „neü aufgeführte Kirchen Staffel" (Treppe) 155 Gulden.
  • 1803 Fürth kommt an Hessen (Reisdeputationshauptschluss).
  • 1828 Die Pfarrkirche wird an den Decken mit Bord verschalt, überbunden und geweißt, die Altäre, Kanzel, Orgel etc. mit weißer Ölfarbe angestrichen und der Speicher gebordet [= mit Brettern belegt].
  • 1832 Der heutige Friedhof wird angelegt.
  • 1843 Umorganisation der Pfarrsprengel; die Katholiken von Grasellenbach, Hammelbach, Litzelbach, Scharbach und Wahlen werden Fürth zugeteilt (bis 1924).
  • 1857 Auch aus Ober-Osten und Unter-Osten (1859) pfarren die katholischen Einwohner nach Fürth.
  • 1866 Abriss des alten und Bau des neuen Turmes.
  • 1867    Vier neue Glocken werden in Frankenthal gegossen und am 24. November von Pfarrer Schmitt geweiht.
  • 1867 Im Chor werden zwei gemalte Fenster eingebaut. Die Kirche wird im Inneren restauriert. Am 25. Oktober erfolgt die feierliche Konsekration durch Bischof Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler.
  • 1881 Die Kirchengemeinde erwirbt von der politischen Gemeinde das so genannte Küsterhaus.
  • 1887 Bau des jetzigen Pfarrhauses.
  • 1909 Pfarrer Hinkel stellt anlässlich der Primiz von Peter Dörsam aus Fahrenbach Überlegungen zu einer Erweiterung bzw. einem Neubau der Kirche an.
  • 1914 Die Kirche in Hammelbach wird am 2. Februar benediziert und 1925 wird Hammelbach selbständige Pfarrei. Filialen werden Grasellenbach, Litzelbach, Ober-Scharbach, Unter-Scharbach, Wahlen und Weschnitz.
  • 1917 Drei Glocken der Fürther Kirche müssen zu Kriegszwecken abgeliefert werden.
  • 1925 Vier neue Glocken werden geweiht.
  • 1936 Die Sakristei links des alten Chors wird erbaut, die Kirche erhält eine Heizung.
  • 1937 Eine neue Orgel wird eingebaut, die bisherigen Blasebälge werden von einem Elektromotor abgelöst.
  • 1941 Ablieferung von vier Glocken aus Fürth zu Kriegszwecken.
  • 1948 bis 1950 wird das Jugendheim erbaut.
  • 1952 Fünf neue Glocken werden bei der Fa. Hamm in Frankenthal gegossen und am 22. Juni von Domkapitular Johannes Fink geweiht.
  • 1952 Die Dachdeckung des Turmes wird erneuert, der Hahn neu vergoldet, die Kirche neu verputzt. Die neu erbaute Kirche in Krumbach wird am 17. Oktober von Bischof Albert Stohr konsekriert.
  • 1957 Der im Pfarrgarten erbaute Kindergarten, eine aus Rüsselsheim hierher versetzte Holzkonstruktion, wird eingeweiht. 1989 bis 1991 wird er durch einen Neubau ersetzt.
  • 1960 Beginn der Erweiterungsarbeiten an der Fürther Kirche. Am 17. Dezember ist Richtfest.
  • 1961 Am Fest Maria Lichtmess vollzieht der aus Fürth stammende Domkapitular Johannes Fink die Grundsteinlegung im Anbau. Im Juli wird der neue Hochaltar errichtet. Der erste Gottesdienst im Anbau wird am 13. August gefeiert.
  • 1962 Die neue Orgel wird geweiht.
  • 1963 Das Altarbild, ein überlebensgroßes Mosaikkreuz, wird geweiht. Im September 1964 wird der Kreuzweg angebracht und am 14. März 1965 geweiht.
  • 1964 Krumbach wird selbständige Pfarrei. Filialen sind Kröckelbach, Brombach und Weschnitz.
  • 1965 Die Arbeiten am neuen Haupteingang und am Kirchenvorplatz werden beendet.
  • 1978 Das Pfarrhaus und der Kindergarten sollen abgerissen werden. An deren Stelle soll ein neues Pfarrzentrum entstehen. Der Plan wird nicht durchgeführt.
  • 1997 Gebälk und Schieferdeckung am Turmhelm, Glockenstuhl und -läuteanlage, Schallläden und Uhrzifferblätter werden erneuert.
  • 1998 Rückbau der Barockkirche, Einbau einer neuen Heizung.
  • 2001 Der Bodenbelag in beiden Kirchenräumen wird erneuert und die Chorette wird eingebaut.
  • 2002 Mit dem Ende der Putz- und Malerarbeiten wird die Renovierung der Kirche abgeschlossen.