
Die Maria-Hilf-Kirche zu Aschbach
Die Bergkirche Maria-Hilf ist sicher das Wahrzeichen Aschbachs. Am Hang des Meisenbergs gelegen, ist sie weithin sichtbar und prägt das Erscheinungsbild der Ortschaft.
Erbaut wurde die Kirche in einer denkbar schwierigen Zeit. Erste Planungen durch Pfarrer Gärtner begannen bereits in den Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Ein regelmäßiger Gottesdienst wurde damals unter reger Teilnahme der Aschbacher Bevölkerung im Schulsaal abgehalten.
Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise von 1929 machten die Realisierung des Vorhabens, ein eigenes Gotteshaus zu errichten, nicht eben einfacher. Bis es schließlich zum Bau der Kirche kam, hatten darüber hinaus die Nationalsozialisten die Macht ergriffen - unter anderem mit der Auswirkung, dass Sammelaktionen für Mittel zum Bau der Kirche eingestellt werden mussten. Doch selbst in dieser schwierigen Zeit gelang es, den Bau der Maria-Hilf-Kirche zu Aschbach fertigzustellen. Die Konsekration fand am 3. November 1935 statt.
Bis 1938 war die Kirche - sozusagen - mit dem Nötigsten ausgestattet. Der Zweite Weltkrieg und die unmittelbare Nachkriegszeit allerdings unterbrachen zunächst alle weiteren Bemühungen um eine Verschönerung des Gotteshauses. Erst in den späten Fünfziger Jahren sah man sich in der Lage, ein ordentliches Geläut anzuschaffen. Die vier Glocken der Maria-Hilf-Kirche wurden am 20. September 1959 geweiht.
Weitere wichtige Arbeiten fanden 1976 und 1977 statt. Die Fassade etwa wurde nun verputzt und erhielt ihr heutiges Aussehen mit der beschriebenen Fernwirkung. Der Innenraum wurde schlichter, der Hochaltar durch einen zum Kirchenschiff orientierten Sandsteinaltar ersetzt, den Chorraum dominiert ein großes Sandsteinkreuz.
Die jüngste Errungenschaft der Pfarrgemeinde ist die neue Kirchenorgel, die die alte elektrische Orgel ersetzte und 2003 installiert wurde.