Weihbischof em. Pfarrer Dr. Franziskus Eisenbach 40 Jahre Priester

 

Franziskus Eisenbach

Franziskus Eisenbach

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30. Juli 2007 - Franziskus Eisenbach, Pfarrer von Hl. Kreuz, Bad Wimpfen und Leiter des Klosters Bad Wimpfen, feiert den 40. Jahrestag seiner Priesterweihe. Der Geistliche wurde am 1. Mai 1943 in Groß-Strehlitz/Oberschlesien geboren. Mit seiner 1944 verwitweten Mutter und zwei Brüdern lebte er bis 1951 in Stuttgart und in der Steiermark. 1951 heiratete seine Mutter nach Neckarsteinach, wo Eisenbach unter schließlich sieben Geschwistern Kindheit und Jugend verbrachte. Nach dem Abitur in Heidelberg und dem Studium der Philosophie und Theologie in Mainz - davon zwei Semester am Institut Catholique in Paris - wurde er am 30. Juli 1967 durch Bischof Hermann Volk zum Priester geweiht. Von 1968 bis 1971 war Eisenbach Kaplan in Bad Nauheim. In den Jahren der „Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland" in Würzburg, der Eisenbach als gewählter Synodale angehörte, war er Sekretär von Bischof Volk, der 1973 zum Kardinal ernannt wurde.

 

Von 1975 - 1980 zum Weiterstudium in Freiburg, hat Eisenbach unter Leitung des damaligen Professors für Dogmatik und Ökumenische Theologie und heutigen Bischofs von Mainz, Kardinal Lehmann, das Doktorat der Theologie erworben. Seine Dissertation behandelte ein Grenzgebiet von Liturgie und Dogmatik und erschien unter dem Titel "Die Gegenwart Christi im Gottesdienst: Systematische Studien zur Liturgiekonstitution des II. Vatikanischen Konzils" 1982 im Buchhandel. Im Oktober 1980 wurde Eisenbach mit der Leitung des Exerzitienhauses der Diözese Mainz in Dieburg und mit der Leitung der Diözesanstelle "Berufe der Kirche" in Mainz beauftragt. Über das Bistum Mainz hinaus wurde Franziskus Eisenbach durch zahlreiche Vorträge und Exerzitien bekannt. Bis 1989 war er Sprecher der von ihm mit neuem Leben erfüllten Arbeitsgemeinschaft deutscher Diözesan-Exerzitien-Sekretariate (ADDES).

Papst Johannes Paul II. ernannte Eisenbach am 17. März 1988 zum Titularbischof von Sigo (ehemaliger Bischofssitz in Numidien, heute Algerien) und Weihbischof von Mainz. Am 24. April wurde er zum Bischof geweiht. Als Bischofsvikar war er bis 1993 Dezernent für die Jugendseelsorge und von 1993 bis 2002 Leiter des "Instituts zur geistlichen Begleitung der hauptberuflich in der Seelsorge Tätigen". 2002 wurde Eisenbach nach einer Kampagne gegen ihn als Weihbischof emeritiert.

Seit Dezember 2002 ist er Pfarrer von Bad Wimpfen, Heilig Kreuz. Daneben beauftragte ihn Kardinal Lehmann, im Kloster Bad Wimpfen ein geistliches Zentrum aufzubauen. Nach dem Weggang der Mönche, die nach fast 60 Jahren das frühere Ritterstift aufgeben mussten, leitet Eisenbach seit 2006 im Auftrag von Abt Heereman OSB, Heidelberg, das Kloster, das vor allem Exerzitien und religiöser Bildung dient. Mit ganzer Energie kämpft Eisenbach für den Erhalt des Klosters: „Die über tausend Jahre alte Stiftskirche und das Kloster sollen Orte des Gotteslobs und der Besinnung bleiben." Während die Benediktiner noch einen neuen Träger suchen, haben die Malteser für ihre Bezirksgeschäftsstelle und eine Jugendhilfeeinrichtung, die im Herbst ihre Tore öffnet, die Dekanei und die Kustodie des Klosters gemietet. Eisenbach, der dem Malteserorden angehört freut sich über diese Verbindung: „Der Dienst an den Bedürftigen gehört hierher, denn ein religiöses Zentrum soll gleichzeitig Gotteslob, Verkündigung und Caritas verwirklichen." Der „Verein der Freunde und Förderer des Ritterstiftes St. Peter zu Bad Wimpfen" mit Direktor Hans Hambücher, Heilbronn, an der Spitze, unterstützt die Neuorientierung des Klosters. Die Mitglieder haben in den letzten Jahren umfangreiche bauliche Verbesserungen finanziert, damit der Tagungsbetrieb florieren kann. Eisenbach hat anlässlich seines Jubiläums dazu eingeladen, den Spendentopf für die nächsten Bauabschnitte zu füllen.

 

Weiterführende Links:

Bilder des Priesterjubiläums