St. Alban in Gabsheim

Die Pfarrkirche in Gabsheim im Kreis Alzey gehört zu den ältesten und schönsten Kirchen Rhein- hessens und ist durch ihre beherrschende Lage über dem Ort ein markanter Punkt für die gesamte Umgebung. Die frühmittelalterliche Kirche in Gabsheim wurde bereits 1164 durch Papst Luzius III. als Besitz der berühmten Abtei St. Alban in Mainz bestätigt.
Sie war, wie die heutige Kirche, dem hl. Alban geweiht. Die heutige Kirche ist eine spätgotische Hallenkirche, der Chor wurde um 1400 erbaut, das Kirchenschiff und der Turm etwa 100 Jahre später.
Im Inneren ist das Mittelschiff mit feinen, wappengeschmückten Netzgewölben der räumliche Höhepunkt. Unter den Wappen befinden sich das der Kämmerer von Worms, genannt Dalberg, die vom Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die Ortsherrschaft innehatten. Aus der gotischen Zeit stammen noch bedeutsame Bildwerke, Taufstein und Kanzel und an der Außenseite des Chors viele interessante Grabplatten der Ritter von Geispitzheim, die hier ihren Stammsitz hatten. (Der Ort hieß Im Mittelalter Geispitzheim.) Ein Besuch in dieser viel zu wenig bekannten Kirche schenkt deshalb dem Kunstfreund manche Überraschungen.

Die Kirche wurde seit ihrer Erbauungszeit, abgesehen vom Einbau einer massiven und den Raumeindruck stark beeinträchtigenden Empore anfangs der 70-er Jahre des vorigen Jahrhunderts kaum in ihrer Bausubstanz verändert. Bemerkendwert aus dieser Zeit sind die drei gotischen Maßwerkfenster des Chors, die 1971 von dem bekannten Glasfensterkünstler Heinrich Hindorf hergestellt wurden. Die Glasbildwerke zeigen Szenen der Heilsgeschichte aus dem Neuen Testament.
Zur Kirche St. Alban wurde von der Pfarrgruppe Saulheim/Gabsheim im Jahr 2011 ein 16-seitiger Kirchenführer herausgegeben, der zum Preis von 2,50€ in der Kirche erhältlich ist.
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