St. Urban in Gau-Heppenheim

Die eigentliche Pfarrkirche der Pfarrgemeinde Gau-Heppenheim / Framersheim ist die Gau- Heppenheimer St. Urbanskirche, die in ihren
ältesten Teilen bis ins 8. Jahrhundert zurück reicht. In einer Urkunde des Klosters Lorsch wird im Jahre 790 in Gau-Heppenheim eine Kirche
erwähnt. Es kann davon ausgegangen werden, das zumindest Teile der mehrfach umgebauten und erweiterten Kirche aus dieser Zeit stammen.

Bereits im 13. Jahrhundert ist Gau-Heppenheim eine eigenständige Pfarrei. Besonders schön ist der gotische Chor mit seinem wunderschönen
Gewölbe. Das Kirchenschiff ist in der Barockzeit angebaut und nach einem Brand im 17. Jahrhundert verändert worden.

In den Wirren der Reformationszeit ist die Kirche zunächst von der reformierten Gemeinde übernommen worden.
In der sogenannten Pfälzischen Kirchenteilung von 1705 ist sie per Losentscheid wieder der katholischen Gemeinde zugesprochen worden.

Da jedoch nur wenige Katholiken in Gau-Heppenheim wohnten, konnten sie die Kirche kaum unterhalten.

So präsentiert sie sich noch heute auch von ihrer Einrichtung weitgehend unverändert im Zustand des 18. Jahrhunderts. Ein Kuriosum ist der wertvolle frühbarocke Orgelprospekt: die Orgelpfeifen mußten im 1. Weltkrieg abgegeben werden und sind zur Waffenproduktion eingeschmolzen worden.

Die Gemeinde hat deshalb der Optik wegen Prospektpfeifen aus Papier in den Orgelprospekt gestellt.

Sieben Schmerzen Mariens in Framersheim

Die Filialkirche in Framersheim, in der heute der regelmäßige Sonntagsgottesdienst stattfindet, ist erst 1903/1904 erbaut worden. Die alte Framersheimer St. Martinskirche, die in der Reformationszeit zunächst von den Lutheraner übernommen, später von beiden Konfessionen gemeinsam genutzt wurde, war schließlich so baufällig, dass nur ein Abriß in Frage kam.

Beide Konfessionen beschlossen, sich je eine eigene neue Kirche zu bauen. Die katholische Kirche steht unter dem Patronat „Sieben Schmerzen Mariens“, das künstlerisch in dem sehr schönen Buntglasfenster des Chorraumes aufgenommen ist.

Als Nebenpatron hat die katholische Gemeinde den heiligen Martin von der alten Kirche gleichsam mitgenommen. Seine Lebensgeschichte ist in den Schnitzwerken des neugotischen Hochaltares abgebildet. Ein besonderes Kleinod ist die barocke Mutter-Gottes-Statue, die ebenfalls noch aus der alten Kirche stammt.

 

Kirche in Gau-Heppenheim

Kirche in Gau-Heppenheim

 

 

 

 

Sieben Schmerzen Mariens mit Mariengrotte
 
 

 Sieben Schmerzen Mariens

 mit Mariengrotte

 

 (100-0026_IMG.JPG; 16 kB)