St. Josef in Freimersheim

Die Freimersheimer Pfarrkirche liegt exponiert und weithin sichtbar auf einem kleinen Berg über dem Dorf. Dort wurde die Kirche vermutlich bereits in frühester Zeit auf keltischen Fundamenten erbaut. Noch heute sind Reste einer keltischen Ringmauer erkennbar.

Der älteste Teil der dem heiligen Josef geweihten Kirche ist der Turm, der in seinen ursprünglichsten Teilen vermutlich bis ins 8.- 10. Jahrhundert zurückreicht. Im ausgehenden Mittelalter wurde die Kirche im Stile der Gotik umgebaut: das Gewölbe des Chorraums, in dessen Zentrum heute ein moderner, behauener Altar steht, und die Sakristei stammen aus dieser Zeit. In der Sakristei ist in einem der Gewölbesteine das Jahr des Umbaus vermerkt: 1494.

Das Kirchenschiff ist in der Barockzeit erweitert und noch einmal in den Jahren 1881/1882 verändert worden. In dieser Zeit hat die Pfarrgemeinde auch die wertvolle Barockorgel als gebrauchtes Instrument aus dem aufgelösten Kloster Marienthal (Pfalz) erworben.

In den Wirren der Reformationszeit ist die Kirche zunächst von der reformierten Gemeinde übernommen worden. In der sogenannten Pfälzischen Kirchenteilung von 1705 ist die Freimersheimer Kirche per Losentscheid jedoch wieder der katholischen Gemeinde zugesprochen worden.

Die Kirche wurde in jüngerer Zeit mehrfach renoviert, zuletzt im Jahre 2002. Bei dieser Renovierung wurde versucht, die historische Gestalt behutsam und soweit das noch möglich war, wiederherzustellen.

Besonders wertvolle Einrichtungsgegenstände sind der Taufstein aus dem frühen 17. Jahrhundert, sowie der Opferstock aus derselben Zeit, der „Jesus-Stein“: ein gotischer Gewölbestein über dem Triumphbogen, auf dem in gotischer Schrift der Name „Jesus“ erkennbar ist, aber auch aus neuerer Zeit das wertvolle Gemmenkreuz über dem Altar aus der Kunstwerkstätte des Klosters Maria Laach.

 

Freimersheim

Kirche St.Josef in Freimersheim

Kirche in Freimersheim