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Pfarrer Markus Warsberg

 

Liebe Mitchristen unserer drei Pfarreien,
liebe Leserinnen und Lesern,

das Große Gebet war ein gelungener Einstieg in die Fastenzeit dieses Jahres. Herzlichen Dank allen, die mitgewirkt haben und geholfen haben, dass der Tag ein Tag des Gebetes und der Begegnung werden konnte. Die neue Form hatte das Ziel, dass die gesamte Pfarrgruppe sich sozusagen auf den Weg macht. In einer Kirche die Eucharistiefeier, in der nächsten die Anbetung mit Gebetszeiten und Impulsen, in der dritten die Vesper. Gerne wären wir auch in der Zukunft bei diesem Ablauf geblieben, denn er macht deutlich, dass wir als Pfarrgruppe verbunden sind, „Volk Gottes, gemeinsam auf dem Weg“. Die Rückmeldungen allerdings haben zu einigen Veränderungen geführt. Gerade in Ober-Flörsheim bin ich öfter gefragt worden: „Warum haben wir an diesem Sonntag keine Eucharistiefeier?“ Sicher, viele sind an diesem Morgen nach Freimersheim zum Festgottesdienst gefahren. Dennoch soll im nächsten Jahr am Tag des Großen Gebetes in jeder Pfarrei eine festliche Eucharistiefeier sein. Die Anbetungszeit mit Impulsen (die z.T. die Tradition der Betstunden aufgreifen) hat sich bewährt. Die Vesper zum Abschluss soll aber nicht mehr wandern, sondern in der Kirche sein, in der vorher die Anbetung war. Erfreulich viele Gäste sind zur Vesper gekommen. Mit ihnen wollen wir auch im nächsten Jahr den Festtag ausklingen lassen. 2013 fällt das Große Gebet auf den 17. Februar. Ich freue mich darauf.

Mein Geburtstag fiel in diesem Jahr auf den Fastnachtssonntag. Ich war überrascht, wie viele mir gratuliert haben. Das hatte ich nicht erwartet, weil ich eigentlich nur die runden Geburtstage richtig feiere. Und bis zum nächsten runden Geburtstag sind noch zwei Jahre Zeit. Herzlichen Dank für die Freundlichkeit und Verbundenheit. Mir ist es noch nicht recht gelungen, die runden Geburtstage unserer älteren Gemeindemitglieder wahrzunehmen. In jedem Fall aber reicht die Zeit  für ein Gebet.

 Am 29. April feiere ich meine Goldene Kommunion. Wir werden die, die mit mir am 29. April 1962 zum ersten Mal die Eucharistie empfangen haben, einladen, sich an diesen Tag zu erinnern. Gerade bei der Begleitung der Kinder auf ihrem Weg zum Weißen Sonntag denke ich dankbar an das, was mir damals geschenkt wurde und mich ein Leben lang begleitet.

In der Ökumenischen Bibelwoche musste ich meinen Bibelabend an Pfr. Cludius abgeben und hatte an jedem Abend einen anderen Termin. Die Teilnehmenden haben von kleinen Runden, aber intensiven Gesprächen erzählt. Vielleicht können wir im nächsten Jahr mehr draus machen. Auch das Jahr des Glaubens, das der Papst ausgerufen hat, soll ein Impuls sein, den Glauben zu vertiefen und neue Wege zu suchen, den Glauben weiterzugeben. Wenn wir bald alle Räte konstituiert haben, können wir auch in den Gremien mehr und mehr an die inhaltliche arbeit gehen.

 Auch für mich hat eine neue „Amtszeit“ begonnen. Kardinal Lehmann hat mich (wie üblich für vier Jahre) für die Zeit bis zum 29. Februar 2016 zum Leiter der Pfarrgruppe Ecclesia vitalis ernannt.

 Der Tod von Weihbischof Dr. Werner Guballa hat mich tief getroffen. Wir spüren in Mainz und im Bistum, wie tief die Lücke ist, die er hinterlässt. Nach dieser Erfahrung eines Kampfes gegen den Krebs durch acht Monate denke ich auch an unsere Kranken. Gemeinsam beten wir für alle, die mit einer schlimmen Diagnose konfrontiert sind. Und wir freuen uns mit denen, die die Erfahrung von Heilung und Genesung machen dürfen.

Dies alles, Krankheit, Sterben, Tod, Heilung und Auferstehung prägen die kommenden Tage des Pascha, des Vorübergangs des Herrn. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Vorbereitung auf Ostern, eine besinnliche Karwoche, ein jubelndes Osterfest und einen strahlenden Weißen Sonntag mit unseren 12 Erstkommunionkindern und ihren Familien.

 

Ihr Pfarrer