Die bischöfliche Visitation

 

Alle vier Jahre findet in jedem Dekanat und in allen Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen eine so genannte „Bischöfliche Visitation" statt. Der Bischof oder ein von ihm beauftragter Vertreter - in der Regel sind das die Weihbischöfe - besucht alle Pfarrgemeinden und spricht mit vielen der haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen. Mit der Visitation ist meist auch die Firmspendung verbunden. Es werden alle kath. Kindergärten, die Alzeyer Marienschule, das Caritas-Zentrum, die Seelsorge an der Rheinhessen-Fach-Klinik und der Justizvollzugsanstalt Rohrbach und die Katholische Jugendzentrale besucht. Dort finden jeweils Gespräche mit den Verantwortlichen statt. Auch eine Begegnung mit katholischen Religionslehrern ist vorgesehen. Geplant ist auch im Rahmen eines Tages der Berufs- und Arbeitswelt der Besuch eines größeren Betriebes im Dekanat.

1983 visitierte Kardinal Volk das Dekanat, 1987 war es Weihbischof Rolly, 1991 Kardinal Lehmann, 1995 wieder Weihbischof Rolly, 2001 die Domkapitulare Giebelmann und Heckwolf in Vertretung von Weihbischof Eisenbach und 2006 Weihbischof Dr. Guballa.  und. Im Auftrag von Kardinal Lehmann wird nun im 2. Halbjahr 2010 Weibischof Dr. Ulrich Neymeyr das Dekanat Alzey/Gau-Bickelheim visitieren und die Firmung spenden.

Visitationen sind der kath. Kirche ein normaler Vorgang. Ziel einer Visitation ist es nicht zuerst, alles und jeden zu kontrollieren und „auf Linie zu bringen", es geht vielmehr um Begegnung und Ermutigung, um Zuhören und voneinander lernen. Die Gespräche dienen der Kontaktpflege und der Verbindung zwischen Bistumsleitung und den Gläubigen in den Gemeinden. Die Visitatoren wollen einen Einblick in die Gemeinden und Einrichtungen bekommen und die lokalen Gegebenheiten und Probleme kennen lernen. Bei den

Besuchen stehen deshalb vorwiegend Gespräche auf dem Programm. So sind persönliche Gespräche mit den hauptberuflichen Mitarbeitern und Gespräche mit den PGR-Vorständen vorgesehen. Oft gibt es auch eine Begegnung mit Ehrenamtlichen und eine Sitzung mit den Räten. Der Weihbischof feiert auch einen Gottesdienst mit der Gemeinde.

Vor der Visitation sind die Gemeinden gebeten, in einem Visitationsbericht ausführlich die Situation ihrer Gemeinden zu beschreiben und ihre Ziele und Herausforderungen zu benennen. Mit dem Bericht will sich der Bischof vorab ein Bild machen. Der Bericht dient so der Vorbereitung des Visitators, ebenso aber auch der Mitarbeiter und Gremien der Gemeinde. Der Visitationsbericht kann eine Gelegenheit zur grundlegenden Reflektion der Pastoral seit dem letzten Bischofsbesuch sein. Deshalb sollen auch möglichst viele Mitarbeiterinnen an der Erstellung beteiligt sein. So wird eher das ganze Spektrum des Gemeindelebens deutlich.

 

Bischöfliche Visitationen seit 1983

Visitation 1983

Büste von Kardinal Volk am Alzeyer Kardinal Volk Haus

 

Kardinal Hermann Volk

 

Visitation 1987 und 1995

Weihbischof Wolfgang Rolly visitierte das Dekanat 1987 und 1995

 

Weihbischof Wolfgang Rolly

 

Visitation 1991

Karl Kardinal Lehmann

 

Kardinal Karl Lehmann

 

Visitation 2001

giebelmann

 

Domkapitular Dietmar Giebelmann

heckwolf

 

Domkapitular Heinz Heckwolf

Visitation 2006

guballa

 

Weihbischof Dr. Werner Guballa

 

Visitation 2010

neymeyr

 

Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr