Gerd Berghofer: Die verbrannten Dichter
Ganz still war es im Medienraum während des Vortrags von Gerd Berghofer am Abendgymnasium, den er mit der Rezitation der neun ‚Feuersprüche' begann, mit denen am 10. Mai 1933 die Bücher verbrannt worden waren. Darin wurden 24 Autoren stellvertretend für die vielen anderen namentlich genannt.
„Die Bücherverbrennung 1933 hat Existenzen vernichtet." war seine These, die er anhand sehr verschiedener Lebensläufe verdeutlichte: Erich Kästner, Albert Ehrenstein, Erich Mühsam, Oskar Maria Graf, Armin Theophil Wegner und Else Lasker-Schüler.
Bewegend schilderte Gerd Berghofer deren Schicksale und rezitierte sehr eindrucksvoll aus ganz verschiedenen Werken dieser Autoren, so z.B. „Kennst du das Land, wo die Kanonen blüh'n" von Erich Kästner. Dieser war übrigens als Einziger bei der Verbrennung seiner eigenen Bücher in Berlin anwesend gewesen.
Die Studierenden und Lehrenden vom Abendgymnasium waren so gebannt vom Vortrag, dass sie im Anschluss daran kaum Fragen stellten.
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