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Ruanda Vorstellung

Schulpartnerschaft mit Ruanda

Bundesminister Dirk Niebel besuchte Gonsenheimer Martinusschule

Mainz. Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Dirk Niebel (FDP), hat gemeinsam mit dem ruandischen Bildungsminister Dr. Mathias Harebamungu am Freitagabend, 9. September, die Martinus-Grundschule des Bistums Mainz in Gonsenheim besucht. Die Minister informierten sich über die neue Schulpartnerschaft mit einer Schule in Ruanda. Dabei wurde auch eine Spende über 11.000 Euro überreicht.

Bundesminister Niebel besucht die Martinusschule

Bundesminister Niebel besucht die Martinusschule und spricht mit der Schulleiterin, Elisabeth Schmidt, sowie Schülerinnen und Schülern der vierten Klassen.

 

Schülerinnen und Schüler der Grundschule in Gonsenheim hatten mit einem Sponsorenlauf das Geld bei Familien, Freunden und Unterstützern gesammelt. "Als wir den Benefizlauf gemacht haben, kam das Erdbeben in Japan und wir haben überlegt, wer das Geld bekommen soll. Dann haben wir mit einer Musikgruppe noch weitere Spenden gesammelt und konnten so beiden Ländern helfen", erklärt die 9-jährige Selina im Gespräch mit Minister Niebel. Dieser lobte die Schülerinnen und Schüler für ihren großen Einsatz. Er erzählte von seinem Besuch in Ruanda, als ihn ein kleiner Junge angesprochen hatte mit der Bitte, eine Schule in Deutschland als Partnerschule auszusuchen. Zusammen mit dem rheinland-pfälzischen Innenministerium fiel dann die Wahl auf die Bistumsschule in Gonsenheim.

Die Freude über die neue Partnerschaft war auch bei Straton Ntihinyuzwa zu sehen, dem Leiter der Partnerschule Musanze in der Hauptstadt Kigali des ostafrikanischen Landes, dem die Schulleiterin der Martinusschule, Elisabeth Schmidt, die Spende über 11.000 Euro überreichte - zusammen mit zwei Baum-Bildern, die Schülerinnen und Schüler der Grundschule gemalt hatten.

Damit wiesen die Kinder auch auf die beiden Projekte „One Tree per Child" sowie ein Wasserversorgungsprojekt hin, die mit dem Geld unterstützt werden sollen. Ziel ist es, dass jeder ruandische Schüler einen Baum pflanzen könne, dem er einen Namen gibt und zukünftig versorgt. So solle der zunehmenden Entwaldung Ruandas entgegengewirkt werden und ein nachhaltiges Zeichen des Umweltschutzes als Investition in die Zukunft des Landes und der Kinder Ruandas gesetzt werden.

Generalvikar Giebelmann: "Dem heiligen Martin nacheifern"

"Als Schulträger freuen wir uns, dass die Schülerinnen und Schüler dem Vorbild des Namensgebers, dem Vorbild des Heiligen Martin, nacheifern und sich für andere einsetzen", erklärte der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, in seiner Begrüßung. Der Besuch der Delegation wurde mit deutschen und afrikanischen Liedern musikalisch umrahmt vom Schulchor und der Musik-AG der Gonsenheimer Martinusschule.

Minister Niebel führte eine Delegation an, die auch aus weiteren Gästen aus Ruanda, darunter die ruandische Botschafterin und acht Schulleiter, sowie Vertretern des rheinland-pfälzischen Innenministeriums und des Partnerschaftsvereins bestand. Rheinland-Pfalz und Ruanda unterhalten seit fast 30 Jahren eine Partnerschaft. Sie wird von der Landesregierung koordiniert und fördert unter anderem Schul- und Hochschulpartnerschaften sowie Sportprojekte.

 

Brief aus Ruanda