Zitate aus den Diskussionen des Fachtags
Grundsätzlich durchdringt der Glaube die gesamte Kindertageseinrichtung: in der Pädagogik und im Management.
(Prof. Ralf Haderlein)
Kinder haben ein Recht auf Religion und bringen existentielle Fragen in den Kindergarten mit. Diese Fragen müssen wir zulassen und Gesprächspartner sein. Kinder haben ein Urvertrauen, vor allem den Müttern gegenüber. Kindgerecht lernen können sie, dass auch ein Vertrauen in Gott ihr Leben trägt.
(Kurt-Helmut Eimuth)
Ich denke, wir müssen bei frühkindlicher Religionspädagogik darauf achten, dass institutionelles Marketing der Kirchen und pädagogische Bildungsziele für unsere Jüngsten auseinander gehalten werden. Nicht nur der eigenen Glaubwürdigkeit zuliebe. Sondern auch, um die anstehenden Herausforderungen angehen zu können, bei denen in der Tat eine Menge Nächstenliebe und Selbstliebe gebraucht wird - und wie könnten Christen daran verzweifeln, wenn sie die Gottesliebe dabei im Gepäck haben?
(Christa Dommel)
Die Kirchen haben einen Auftrag in der Welt zu handeln. Es ist ihr diakonischer Auftrag in die Gesellschaft hinein zu wirken, ohne Ansehen der Person. Fragen danach, warum die Kirche Kindergartenplätze für Muslime anbietet, haben sich damit von selbst erledigt.
(Kurt-Helmut Eimuth)
Der aus der Wirtschaft stammende Kundenbegriff im Sinne von Bedürfnissen und Bedürfnisbefriedigung greift zu kurz, denn es geht nicht nur um den Verkauf einer Ware „Leistung Kindertageseinrichtung", sondern um die intensive Gestaltung einer gelingenden Beziehung aus dem Glauben heraus, damit Kinder Vertrauen in ihr Le-ben finden können.
(Prof. Ralf Haderlein)
Die Hemmungen, mit Eltern über die religiöse Entwicklung ihrer Kinder zu sprechen, liegt vermutlich in der eigenen Unsicherheit und in der mangelnden Reflexion über die eigene Religiosität begründet. (Matthias Kleis)