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Missionbenediktiner

 

Das Kloster Jakobsberg ist ein abhängiges Haus der Erzabtei St.Ottilien. Es hat den Status eines "einfachen Priorates".
St.Ottilien liegt im Landkreis Landsberg/Lech in Oberbayern, ca 40 km westlich von München.

Die Erzabtei St.Ottilien ist das erste Kloster der Kongregation der Missionsbenediktiner von St.Ottilien und führt daher den Namen Erzabtei.
In einer Kongregation sind einzelne Klöster zusammengeschlossen.
Zur Ottilianer Kongregation gehören derzeit Klöster in:
Europa (Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien);
Afrika (Tanzania, Kenia, Sambia, Südafrika, Namibia, Uganda und Togo);
Asien (Indien, Südkorea und auf den Philippinen);
Süd- und Nordamerika (Venezuela, Kolumbien, USA).

Aktuelle Informationen bieten Ihnen auch die Missionsblätter, die vierteljährlich von der Erzabtei veröffentlicht werden.

Die einzelnen benediktinischen Kongregationen sind wiederum Teil der Confoederatio Benedictina, der Konföderation aller Benediktinerklöster.
Vorsitzender dieser Konföderation ist der Abt-Primas von S.Anselmo in Rom.
Zurzeit ist dies der vormalige Erzabt von St.Ottilien P. Dr. Notker Wolf OSB.

Die Benediktinerinnen und Benediktiner im deutschen Sprachraum stellen sich vor: www.benediktiner.de.

Eine kurze Übersicht über Benediktiner in Deutschland mit Foto und Kontaktadressen bietet www.kloster-ettal.de/kloster/osb.html.

 

Die andere Bilanz - Erzabt Jeremias Schröder OSB

 

Auch in unseren Klöstern wird viel gerechnet: Inventur in den Werkstätten und Betrieben, Verrechnung großer und kleiner Posten, fieberhaftes Zusammenstellen der Einnahmen und Ausgaben, damit irgendwann allen, die es wissen müssen, Rechenschaft gegeben werden kann. Die Zahlen sind wichtig, aber sie enthalten nur, was man in Euros zum Ausdruck bringen kann. Dabei waren unsere Klöster das ganze Jahr über nicht nur wirtschaftlich tätig: sie haben vor allem auch versucht, Menschen zu helfen und Kirche aufzubauen. Es gibt da keine Bilanzen, aber man kann wenigstens knapp aufzählen, was da so alles passiert.

 

Gesundheit und Caritas

Krankenpflege hat von Anfang an zu den Aufgaben der Missionare gezählt, und in manchen Ländern sind die Klöster immer noch Träger der wichtigsten Gesundheitseinrichtungen. Liebe besteht nicht nur in schönen Worten, sondern im Lindern von Leiden und Not:

7 Hospitäler, Tanzania und Norkorea

3 Kliniken in Tanzania

1 Aids-Hospiz in Südafrika

2 Alters- und Pflegeheime in China und Korea

2 Immigrantenzentren in Korea und Tanzania

1 Flüchtlingshilfswerk in Kenia

1 Brunnenbauprojekt in Tanzania

Erziehung und Ausbildung

Christen sollen mündig sein, aufgeklärt und selbstbewusst. An vielen Orten begann die Mission mit einer Schule, um den Menschen aufzuhelfen. Heute betreuen die Missionsbenediktiner eine blühende Bildungslandschaft:

3 Grundschulen in Tanzania und Kenia

8 Sekundarschulen in Tanzania, Kenia und Korea

6 Handwerkerschulen in Tanzania, Kenia, Uganda und China

4 Studienhäuser für Ordensstudenten in Kenia, Tanzania, Südafrika, Philippinen

1 Mitträgerschaft einer katholischen Hochschule in Kenia

3 Stipendienprogramme für begabte arme Kinder in Tanzania, Uganda, Indien, Philippinen und China

Mission, Seelsorge und kirchlicher Dienst

Im Zentrum unserer weltweiten Arbeit stehen die Verkündigung des Evangeliums und der Aufbau der Kirche. Da gibt es das traditionelle seit Jahrzehnten und Jahrhunderten bewährte, und auch das neue, originelle. Es geht immer darum, die Herzen der Menschen anzusprechen:

40 Missionsstationen und Pfarreien in Tanzania, Kenia, Uganda, Sambia, Südafrika, Namibia, Korea, China

1 Wallfahrtsort in Tanzania

17 Exerzitien- und Gästehäuser in Afrika, Asien und Lateinamerika

4 Katholische Verlage in Tanzania und Korea

3 Unterstützte Priesterseminare in Tanzania und China

1 Glaubenskurs in Korea

1 Theologisches Institut für Ordensfrauen in Korea

2 Bibelgärten in Kenia und Tanzania

3 Kirchliche Goldschmiedewerkstätten in Tanzania, Togo und Korea

1 Atelier für Glasmalerei in Korea

1 Institut für Kirchenmusik in Japan

2 Finanzchefs für Diözesen in Tanzania und Südafrika

6 Schwesternspirituale in Kenia, Südafrika und Korea

Das ist doch eine ganz eindrucksvolle Liste, obwohl die europäischen und nordamerikanischen Klöster noch gar nicht berücksichtigt sind. All das ist nur möglich, weil viele Menschen uns immer wieder unterstützen. Die Missionsprokuren bei unseren Klöstern sind die Lebensadern für die notwendigen Mittel, mit denen so vieles erhalten und weiterentwickelt werden kann.

Eigentlich ist diese „andere Bilanz" vor allem eine Rechenschaft für die vielen WohltäterInnen, die uns mit kleinen und manchmal auch großen Gaben immer wieder befähigen, weiterzumachen. Wir sagen unseren Unterstützern herzlichen Dank, hier in der Heimat und auch an den vielen Orten in der ganzen Welt, wo durch diese Spenden etwas ermöglicht wurde.

Wir tun das katholisch: Vergelt´s Gott!

 

Nachwort des Missionsprokurators vom Jakobsberg

 

Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, dann freuen wir uns über eine Gabe. Gern senden wir Ihnen auch eine Spendenquittung zu.

Wenn Sie eine Gabe für ein bestimmtes Projekt geben möchten, einfach vermerken.

 

Kind beim Wiegen - Katibunga

Unsere Bankverbindung:

Sparkasse Rhein-Nahe

BLZ 56050180

Kto.Nr. 41004276

 

Ihr Missionsprokurator

P. Gallus Kappel OSB

 

Katibunga - ein erfolgreiches Projekt

 

Seit dem Ende der Achtzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts besteht eine

 

enge Partnerschaft zwischen der Missionsstation Katibunga und dem Priorat

 

Jakobsberg. Karl-Heinz Bungert schildert die Entwicklung der Beziehung.

 

Klöster wie der Jakobsberg

bekommen ihre Atemluft und

auch ihren weiten Horizont

aus der Anbindung an eine größere

Gemeinschaft, wie das St. Ottilien

ist", so Erzabt Jeremias Schröder

Anfang 2011 im Interview mit

der Mainzer Kirchenzeitung zum 50

jährigen Bestehen des abhängigen

Priorats in Rheinhessen. Dies traf

immer zu. Legten die ersten Mönche

hier zunächst besondere Wert darauf,

nicht nur „Benediktiner", sondern

„Missionsbenediktiner" genannt zu

werden, so verstärkte sich ihr Engagement

für die Mission, als um 1970

drei ihrer Mitbrüder nach Afrika gingen:

P. Vieanny Strehl, P. Sales Vollmann

und P. Pius Mühlbacher. Eine

vielleicht in der Kongregation einmalige

Verpflichtung gingen sie 1988

ein, indem sie eine Partnerschaft mit

der neu gegründeten Niederlassung

Katibunga in Sambia eingingen.

Der damalige Prior der, Jakobsberges

und heutige Abt Anselm Zeller von

Fiecht/Österreich war im Sommer

1988 zu einer mehrwöchigen Reise

nach Tansania und Kenia aufgebrochen.

Dabei besuchte er auch Katibunga

in Sambia, das 1987 von den

Benediktinern aus Tansania wiederbelebt

worden war

Gegründet wurde Katibunga 1936

von dem Weißen Vater Rev. Fr. Van

Sambee, als eine für die Zukunft sehr

bedeutende Mission wegen seiner

viel versprechenden Gegebenheiten:

flaches, fruchtbares Land mit viel

Wasser.

Seine Nachfolger machten es zu einer

blühenden Missionsstation mit 11

Außenstationen, Farmen und einem

sehr bekannten Junior Seminar.

Wegen Mangels an neuem Personal

wurde es leider 1975 geschlossen und

dann als eine Untergemeinde von der

55 km entfernten Stadt Mpika aus

betreut. Viele Menschen aus der örtlichen

Bevölkerung gingen damals in

die Städte, speziell in den Copperbelt.

1985 lud Bischof Adolf Fürstenberg,

der damalige Bischof der Diözese

Mbala, die Benediktiner von Tansania

ein. Unter der Leitung von Fr.

Gregory Mwageni OSB, dem ersten

Prior, kamen sie im Oktober 1987 an

und hatten einen sehr schwierigen

Start. Nach dem Fall der Kupferpreise

begannen auch viele arme Familien

wieder nach Katibunga zurückzuströmen.

Es waren wohl gute Fügungen, dass

die Diözesanpriester von Mainz, Fr.

Ulrich Piwek und Konrad Berg, Katibunga

betreuten. 1985 war Rev. Piwek

nach Deutschland zurück gekehrt und

hatte in Budenheim, in der Nähe vom

Jakobsberg, eine Pfarrei übernommen.

Er hält bis heute noch guten Kontakt.

Auch er weilte 1988 wegen einer

Priesterweihe in Sambia und traf sich

als hervorragender Kenner der dortigen

Situation in Katibunga mit Abt

Anselm. Mit Hilfe von Pfarrer Piwek

verfasste der damalige Prior Anselm

für Erzabt Notker Wolf einen Situationsbericht,

da es in St. Ottilien Zweifel

gab, Katibunga zu halten: „Mein

Gesamteindruck: Katibunga hat sehr

gute Voraussetzungen ..., dies gilt vom

jetzigen Gebäude, von dem dazugehörigen

Land (Anm. circa 38 ha damals),

vom Garten und seiner Bewässerung

..., von den pastoralen Aufgaben und

Möglichkeiten in der Pfarrei Katibunga

mit ihren 17 Außenstationen, ... (es)

sollte eine kleine Gemeinschaft von

höchstens 15-20 Mitbrüdern sein, ...

sie sollten mit möglichst einfachen

Mitteln zeigen, wie sie sich selbst versorgen

können: Feldbebauung, Garten,

Hühner, Enten, Holzverarbeitung,

Kenntnis von Maurer und Metallarbeiten...,

dringlich ist die Ausbildung

von zwei Katechisten unter den Mitbrüdern.

In der nahe gelegenen Grundschule

und auf den Außenstellen gibt

es echte missionarische Seelsorgsarbeit

für die Gemeinschaft." Weiter heißt es:

„Langfristig wird man an eine Kirche

denken: der jetzige Gottesdienstraum

entspricht nicht den Voraussetzungen

für eine würdige Liturgie". Im ersten

„Werbebrief", direkt aus Afrika, von

Abt Anselm an den Bischof von Mainz

Kardinal Lehmann und den Dekanatstag

Bingen 1988 schreibt er: „Unsere

Jakobsberger Klostergemeinschaft

möchte die Arbeit ideell und materiell

unterstützen und eine Art Partnerschaft

eingehen. Dringend ist die Versorgung

mit elektrischem Strom durch

einen Dieselgenerator..."

Niemand konnte sich damals vorstellen,

dass das Angedachte auch Wirklichkeit

wird. Vieles wurde durch die

tatkräftigen Mönche vor Ort realisiert,

und das nicht nur mit Geldleistungen

vom Jakobsberg, aber auch. Als große

Sammler seien hier Pater Berthold

Kirchlechner, Pater Aurelian Feser und

der Freundeskreis Katibunga um Pfarrer

Piwek erwähnt. Vor allem war

Jakobsberg stolz, als 2001 die neue

Kloster- und Pfarrkirche eingeweiht

wurde und vor der Kirche die Fahne

mit dem Wappen des Jakobsberges

wehte.

Katibunga ist ein abhängiges Priorrat

der Abtei Hanga in Tansania geblieben.

Ihr Postulat und Noviziat sind dort.

„Die dem Kloster übertragene Pfarrei

hat eine zentrale Rolle für die Region

übernommen. Neben den seelsorglichen

Aufgaben kümmern sich

die Mönche unter anderem um eine

umfangreiche Viehzucht, eine Kaffeeplantage

und eine Autowerkstatt. Ein

kleiner Stausee ermöglicht Stromerzeugung.

Für die kaum entwickelte

Region im Norden des Landes hat

sich das Kloster zu einem Hoffnungsträger

entwickelt.

Seit der Ankunft der Mönche haben

sich mehr und mehr Menschen um

das Kloster angesiedelt, so dass nun

ca. 800-1000 Menschen dort leben.

Das Kloster unterhält für das Dorf

eine Ambulanz und unterstützt die

Grundschule. Außerdem betreiben

die Mönche einen Linienbus, der die

Fahrt in die Provinzhauptstadt Mpika

sichert und den Dorfbewohnern den

Marktbesuch ermöglicht". (Internet)

„Zur Zeit ist in Katibunga kein spezielles

Projekt geplant, aber der Konvent

Jakobsberg mit Prior Wolfgang

Öxler will, dass nach den vielen

Anschubfinanzierungen jetzt von uns

der laufende Betrieb unserer Mitbrüder

dort finanziell unterstützt wird.

Dafür wollen auch wir im Jubiläumsjahr

um Spenden werben und den

Kontakt nicht abbrechen lassen", so

der Cellerar und Missionsprokurator

des Jakobsberges Pater Gallus Kappel

zur Frage nach dem Fortbestand der Partnerschaft.