Kloster

Die Missionsbenediktiner und die Benediktinischen Schwestern des Eucharistischen Königs gehören zur großen Gemeinschaft von Mönchen und Nonnen, die die Regel des hl.Benedikt neben der Hl.Schrift als ihre Lebensgrundlage verstehen. Der hl.Benedikt lebte vor nahezu 1500 Jahren (480 bis 547). Durch langes und aufmerksames Suchen gereift, fasste er gegen Ende des Lebens seine eigene Lebenserfahrung in einer Klosterregel zusammen. Seine Gedanken sind heute noch von erstaunlicher Aktualität.

Wesentliche Stichworte der Regel des hl.Benedikt (RB = Regula Benedicti) sind:

Gebet - Arbeit - Gemeinschaft - geistliche Lesung - Gastfreundschaft

Diese zentralen Stichworte prägen das Leben unserer klösterlichen Gemeinschaften auf dem Jakobsberg.

Der Tagesablauf wird strukturiert durch das gemeinsame Gebet. So beginnt und endet der Tag mit dem Gotteslob. Am Mittag und am frühen Abend, nach Ende der Arbeitszeit, versammelt sich die Gemeinschaft zum Gebet.

Zu den Zeiten des gemeinsamen Gebetes kommen Zeiten des persönlichen Gebetes, auch geistliche Lesung genannt. Diese Zeiten richtet sich jeder Mönch selbst ein.

Die klösterliche Gemeinschaft versammelt sich täglich zu den Hauptmahlzeiten am Mittag und Abend. Gemeinschaft wächst aber auch in den gemeinsamen Erholungszeiten nach dem Abendessen, vor allem am Sonntag-Abend, und im persönlichen Austausch.

Die Mönche sollen von ihrer Hände Arbeit leben - so will es die Regel des hl.Benedikt. In der Arbeit trägt jeder Mönch zur wirtschaftlichen Existenz der Gemeinschaft bei. Ebenso bringt jeder auf diese Weise seine persönlichen Fähigkeiten in das Leben der Gemeinschaft ein und wächst an den täglichen Herausforderungen. Auf dem Jakobsberg liegen die Aufgaben im Bereich der Seelsorge und auch in der Sorge um Haus und Garten.

Die Gastfreundschaft eröffnet suchenden und fragenden Menschen einen Raum, in dem sie sich angenommen wissen, in dem sie zur Ruhe kommen und zu sich und zu Gott finden können. Selbstverständlich sind die Gäste zum gemeinsamen Gebet eingeladen. Wer es wünscht, wird durch einen Mönch während seiner Gastzeit im Gespräch begleitet.