Netzwerk Leben in Pfarrgemeinde, Pfarrgruppe und Pfarreienverbund

Die Sorge um den Wert und die Würde des Lebens, vor allem der Einsatz für das schwache und besonders schützenswerte, gehört zu den ureigenen Aufgaben der christlichen Gemein-de (vgl. Mt 25, 31ff.).
Dies gilt in besonderer Weise auch für die Begleitung von Frauen in Schwangerschaft und Notsituationen.

Selbstverständlich gibt es ein dichtes Netz fachlicher Beratungsstellen, doch nur in Kooperation der vielen verschiedenen Kräfte und Kompetenzen kann Hilfe im umfassenden Sinne geleistet werden.

Wie kann man sich in der Gemeinde dem Thema nähern?

Im Pfarrgemeinde- oder Seelsorgerat könnte zum Beispiel eine Annäherung an diese Fragen mit Hilfe des folgenden Fragen-Katalogs erfolgen:

  • Welche Frauen in welchen Lebenssituationen nehmen wir in unserer Gemeinde, in unserer Pfarrgruppe, in unserem Pfarreienverbund wahr?
  • Was prägt diese Situationen, wo bestehen besondere Schwierigkeiten und Probleme?
  • Wo suchen Frauen und Familien Rat und Hilfe?
  • Welche Hilfen gibt es im Wohnviertel, in der Stadt?
  • Kennen wir als PGR oder Seelsorgerat diese Angebote? Verweisen wir darauf?
  • Gibt es unserer Einschätzung nach Lücken in dieser Angebots-Palette?
  • Bietet unserer Pfarrgemeinde, unsere Pfarrgruppe, unser Pfarreienverbund Möglichkeiten für Frauen und Familien, sich zu treffen und auszutauschen?
  • Herrscht in unseren Gottesdiensten ein kinderfreundliches, ein familienfreundliches Klima?
  • Gibt es Angebote für Soforthilfen?
  • Wie können wir dazu beitragen, eine dichteres Netzwerk der Hilfe und Unterstützung zu knüpfen?

Was kann man konkret tun?

In der Vergangenheit hat es sich als hilfreich erwiesen, Mitarbeiterinnen der ortsansässigen Beratungsstelle zu einem Gespräch in den PGR einzuladen und gemeinsam zu überlegen, wie man sich gegenseitig vernetzen und das Unterstützungs-Angebot dadurch vielfältiger gestalten könnte.

Daraus ergeben sich manches Mal ganz konkrete Projekte, die von der jeweiligen Situation vor Ort abhängig sind. Hier liegt auch eine Chance für die neuen pastoralen Einheiten.

Als gelungene Beispiele lassen sich aus den letzten Jahren nennen:

  • Krabbelkreise
  • Eltern-Kind-Gruppen
  • Babysitter-Börsen
  • Kinder-Kleiderkammern
  • Patenschaften für Kinder aus sozial schwächeren Familien
  • Gottesdienste zum Thema
  • Pfarrfeste mit einem familienfreundlichen Schwerpunkt.

Zu einzelnen Projekten finden Sie auf der Homepage einzelne Beispiele aus der Praxis vor Ort ("Projektideen"). 

 

 

 

Netz (Detail des Logos)